Außerdem: 50 Wearables-Gamechanger für 2016

Inside IoT: IBM Watson, Android Pay & Reality Editor
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um den Cognitive-Computing-Service Watson von IBM, die Optimierung von Android Pay und einer Augmented-Reality-App fürs IoT. Außerdem geht das EU-Projekt SafeAdapt in die Erprobungsphase, wir stellen euch die 50 Wearables-Gamechanger für 2016 vor und zeigen euch den SnowPi.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

IBM: Großrechner Watson für Big Data

IBM hat angekündigt, seinen Kunden den Cognitive-Computing-Service Watson im Big-Data-Bereich zur Verfügung zu stellen. Watson findet bereits im Finanzsektor Verwendung für die Erstellung von Prognosen. Der Service wird ab sofort über IBMs IoT Foundation vertrieben und beinhaltet APIs, die über Spracherkennung, Machine Learning und Predictive Analysis verfügen. Zudem sollen Video- und Bilderkennung sowie Textanalyse mit den APIs möglich sein. So könnte in Zukunft beispielsweise ein Mechaniker in der Lage sein, mit einem Computer zu kommunizieren und diesen nach dem nächsten Installationsschritt zu fragen.

Gleichzeitig entsteht in München das neue Hauptquartier der Watson-IoT-Division, in dem Kunden aus erster Hand erfahren können, wie ihre IoT-Services entwickelt werden. IBM will insgesamt 2,75 Milliarden Dollar in Watson investieren – auch die Daten der im Oktober übernommenen The Weather Company sollen einfließen und dort allen Branchen verfügbar gemacht werden. Laut Harriet Green, Leiterin von IBM Watson IoT, sind Daten die Währung im IoT, dennoch würden rund 90 Prozent nicht genutzt. Um aus Daten wertvolle Informationen zu generieren, brauche es eine Plattform und die Möglichkeit, Apps für unterschiedliche Bedürfnisse schnell und einfach zu entwickeln. An dieser Stelle soll Watson ansetzen und IBM Bluemix unterstützen.

Google optimiert Android Pay

Google übt Druck auf seine Konkurrenten Apple und Samsung aus, indem das Unternehmen sein mobiles Zahlungssystem erweitert. Bisher konnte nur über die „Tap and Pay“-Schnittstelle via NFC bezahlt werden. Jetzt können Nutzer in den USA mit Android Pay ab sofort In-App-Direktkäufe durchführen – über 20 Apps sind bereits vertreten, darunter Jet, Lyft und Instacart. In den nächsten Monaten sollen noch weitere Apps folgen. Google-Wallet-Nutzer erhalten die neue Funktion per Update und können sich jetzt außerdem nur mit ihrer Telefonnummer und Eingabe der Kontodaten gegenseitig Geld zusenden. Auf diese Weise soll auch Wallet-Konkurrent PayPal unter Druck gesetzt werden.

Reality Editor: Augmented-Reality-App fürs IoT

Die Anzahl von IoT-Devices und die dadurch generierten Daten steigen immer weiter an, doch die Vielzahl an Geräten zu kontrollieren, ist nicht gerade einfach. Um etwa ein Smart Home zu steuern, werden verschiedenste Apps benötigt. Das zu ändern hat sich Valentin Heun vom Massachusetts Institute of Technology’s Fluid Interfaces Lab zur Aufgabe gemacht: Beim Reality Editor handelt es sich um eine Augmented-Reality-App, die Usern Kontrolle über physische Objekte gibt:

The app allows users to create connections between different devices by just pointing the camera at the object the user wants to manipulate and then drawing a line.

Wir haben den Reality Editor zwar schon einmal vorgestellt, doch ist die App mittlerweile noch ausgereifter und lässt neue Bedienmöglichkeiten zu: Um hybride Objekte zur Zusammenarbeit zu bewegen, malt man einfach eine Linie von einem Objekt zum anderen (diese müssen natürlich mit den dazugehörigen Codes versehen sein). So lassen sich zum Beispiel Lampen beim Zubettgehen ausschalten, indem man vorher mit dem Smartphone eine Linie vom Bett zum Lichtschalter zieht. Auch Features von anderen Geräten lassen sich übertragen, etwa die Timer-Funktion des Fernsehers auf Jalousien. Als Plattform dient Open Hybrid – der Reality Editor ist quasi eine vereinfachte Version einer universellen IoT-Plattform. Die App steht ab sofort für iOS zum Download zur Verfügung.

SafeAdapt geht in die Erprobungsphase

Das von der EU geförderte Projekt SafeAdapt hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue, adaptive Elektrik/Elektronik-Softwarearchitektur (E/E) für zukünftige Elektrofahrzeuge zu entwickeln, die selbstständig Störungen im laufenden Betrieb korrigiert. Jetzt startet SafeAdapt in die offizielle Testphase: Ein Fahrsimulator und ein Testfahrzeug stehen zum Testen der Sicherheitsarchitektur für elektronische Fahrzeuge bereit. Der nächste Schritt ist die Umsetzung in sogenannte prototypische Demonstratoren; Mitte 2016 sollen diese einsatzbereit sein. Einer der Demonstratoren ist ein vollständiges E-Fahrzeug, das vor allem die Fail-Operational-Eigenschaften der neuen Architektur veranschaulichen soll, wie sie für zukünftiges hochautomatisiertes Fahren notwendig sind. Das bedeutet, dass die entsprechende Funktion oder das Steuergerät (etwa die softwarebasierte Fahrzeuglenkung) bei einem Fehler weiter funktionieren muss, bis das Fahrzeug in einen sicheren Zustand gebracht worden ist. Auch in den Simulator werden SafeAdapt-Technologien integriert, um Energieeffizienz und den Einfluss adaptiver Sicherheitsmechanismen auf die Fahreigenschaften zu testen.

50 Wearables-Gamechanger für 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit also, einen Ausblick auf das kommende Jahr 2016 zu wagen: Was erwartet uns in der Welt der Wearable-Technologie? Was sind die Trends? Wareable.com hat bereits im letzten Jahr eine Prognose für die Top-50-Wearables 2015 erstellt und lag mit den Trends Apple Watch, Xiaomi und Tag Heuer auch richtig. Die neuen Prognosen sehen 2016 als das Jahr von Under Armour, Xiaomi und Virtual Reality. Die restlichen 47 Plätze finden sich im zugehörigen Artikel. Lassen wir uns überraschen, ob die vorausgesagten Top-Wearables auch tatsächlich zu Gamechangern werden!

DIY: SnowPi

Do you wanna build a snowman? Course you do. – Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt. Zwar sind die Temperaturen momentan eher frühlingshaft, wenn man aber fest genug dran glaubt, gibt’s an Weihnachten sicher Schnee. Und falls das doch nichts hilft, kann man sich mit dem SnowPi wenigstens seinen eigenen Schneemann nach Hause holen. Die erfolgreich finanzierte Indiegogo-Kampagne bietet ein Kit für knapp acht Euro, mit dem man spielend leicht den Einstieg in die Programmierung mit RaspberryPi und das Löten erhalten soll. Der SnowPi hat aber keine komplizierte Schalttechnik, sondern bietet eine spielerische Möglichkeit, LEDs an die GPIO-Pins des Pis anzuschließen.

SnowPi

Screenshot: https://ryanteck.uk/raspberry-pi/114-snowpi-the-gpio-snowman-for-raspberry-pi.html

 

Aufmacherbild: Image of adult handsome man changing reality (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Sergey Nivens

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