Inside IoT: Hals- und Beinbruch mit 3D-Druck, Himbeeren zur Abkühlung und Android als Gewinner
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute mit Himbeeren, Honigbienen und Knochenbrüchen. Außerdem zeigt sich Android als Gewinner im Embedded-Markt und Casio springt auf den Smartwatch-Zug auf.

Auch diese Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories haben wir hier zusammengefasst.

Android nimmt Fahrt auf im Embedded-Markt

Eine aktuelle Studie von VIA Embedded unter 250 Teilnehmern belegt, dass 93 Prozent der User Android für aktuelle oder zukünftige Projekte verwenden wollen. Die drei beliebtesten Anwendungsgebiete sind die industrielle Automatisierung, Infotainment und Digital Signage. Vorteile in der Verwendung von Android für Embedded Systems sehen die Befragten im Touch-Screen-Support, in der Anpassbarkeit sowie in der schnellen Marktreife. Herausforderungen seien der fehlende I/O-Support, mangelnde interne Expertise und fehlende Werkzeuge für die Softwareentwicklung. Die gesamten Studienergebnisse finden sich hier.

Hals- und Beinbruch mit 3D-Druck

Europäischen Forschern ist es gelungen, ein zähflüssiges, 3D-gedrucktes Biomaterial zu entwickeln, das selbst große Knochenbrüche auffüllen kann. Die Chemikalienmischung soll genauso widerstandsfähig sein wie der menschliche Knochen und dabei durchlässig für Zellen und Proteine bleiben. Auch kann die Mischung eigene Proteine entsenden und so die Heilung beschleunigen. Allerdings heißt das nicht, dass man jetzt wie ein Verrückter irgendwelche Extremsportarten betreiben sollte – das knochenheilende Biomaterial befindet sich gerade erst in der klinischen Studie. Wie man schnell selbst in die 3D-Druck-Praxis einsteigen kann, erfährt man in unserem Artikel „3D-Druck in der Praxis„.

Eine Krankenschwester wählt steriles Hydrogel für die Verwendung auf einer Verbrennung oder Wunde. (Nurse selects sterile hydrogel via Shutterstock / Urheber: Sherry Yates Young)

Casio bringt Smartwatch auf den Markt

Für den März 2016 plant Casio den Release ihrer Smartwatch in den USA und Japan. Über die Spezifikationen wie Ausstattung oder das Betriebssystem schweigt man sich allerdings noch aus; die Uhr soll aber im Preisbereich von 400 Dollar liegen. Kazuhiro Kashio, CEO von Casio, äußerte sich optimistisch zur Qualität des Wearables:

We are trying to bring our smartwatch to a level of watch perfection: a device that won’t break easily, is simple to put on and feels good to wear.

IoT könnte Honigbiene vor Aussterben retten

Die Honigbiene ist weltweit vom Aussterben durch Colony Collapse Disorder (CCD) bedroht. Symptom von CCD ist das Verschwinden der erwachsenen Bienen aus dem Stock. Da so Nutzpflanzen nicht bestäubt werden, könnte es zu Engpässen und Ausfällen in der Versorgung mit Lebensmitteln kommen. Hauptverursacher dieser Krankheit ist die Varroamilbe. Um diese zu beseitigen, haben sich die University of Minnesota, der M2M-Spezialist Gemalto und die Firma Eltopia (Spezialist für Agrartechnologie) zusammen getan und das MiteNot-Projekt gegründet. Das smarte Gestell für den Bienenstock, das einer Wabe gleicht, und die angebrachten Sensoren werten die Daten im Bienenstock aus. Werden Milben gefunden, wird die Temperatur automatisch so weit erhöht, dass sich diese nicht mehr fortpflanzen können.

Mit Himbeeren gegen die Hitze

Die Raspberry Pi Foundation hat auf ihrem Blog ein paar nützliche Tipps gesammelt, wie man der momentanen Sommerhitze entfliehen kann. Mit dem Raspberry Pi ist es – neben vielen weiteren Einsatzoptionen – auch möglich, eine intelligente Klimaanlage zu konstruieren. Will man die Hitze gar nicht erst ins Haus lassen, hilft die Home Automation: Chris Rieger hat ein Tool entwickelt, das Jalousien und Klimaanlage steuert und das zudem über ein Webinterface kontrollierbar ist. Wie das funktioniert, zeigt folgendes Video:

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