Außerdem: Ad-Blocker mit Raspberry Pi erstellen & 3D-Druck in der Medizin

Inside IoT: Apple Watch OS2, 5G for Germany & Mobile Payment
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Apple Watch OS2, einem Ad-Blocker auf Raspberry Pi und Ericssons „5G for Germany“-Kampagne. Außerdem ist das Mobile Payment im deutschen Einzelhandel angekommen und der 3D-Druck avanciert zu einer echten Bereicherung für die Medizin.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Apple Watch OS2 ist da

Nach einer fast einwöchigen Verzögerung aufgrund eines großenSoftware-Bugs wurde das neue Betriebssystem für die Apple Watch – watchOS 2 – nun veröffentlicht. Die neue Version bringt einige neue Features mit sich – hauptsächlich durch Developer-Tools: So soll es jetzt möglich sein, native Apps direkt auf der Smartwatch anstatt wie bisher auf dem iPhone laufen zu lassen. Zudem sollen Entwickler breiten Zugang zu Sensoren und Hardware-Features wie der Taptic Engine, dem Herzfrequenz-Monitor und dem Beschleunigungsmesser bekommen. Laut Apple soll diese Möglichkeit zu komplexeren und vollunterstützten Drittanbieter-Apps führen, die flüssiger laufen werden. Neben den Funktionen für Entwickler wurden natürlich weitere Features vorgestellt: neue Watch Faces, einen „Nachttisch-Modus“, bei dem die Uhr während des Ladens die Zeit anzeigt, und eine Sicherheitssperre für die Watch. Einen Überblick über alle weiteren Neuerungen finden sich auf der Apple-Homepage.

Apple Watch OS2

© Apple

Ad-Blocker mit Raspberry Pi erstellen

Mit dem Release von iOS9 wurde das mobile Content-Blocking auch in Safari auf Apple-Devices möglich. In diesem Zuge hat die Popularität von Ad-Blocker-Apps stark zugenommen. Möchte man aber Ads auf allen Geräten – vom Smartphone bis zum Tablet – blockieren, benötigt man eine mächtigere Lösung: Pi-Hole, ein Raspberry-Pi-Image, blockiert alle Arten von Ads auf Router-Level – das heißt, die Werbung gelangt überhaupt nicht erst auf die Devices. Wie das Ganze funktioniert, hat Thorin Klosowski in einem Blogpost vorgestellt.

Ericsson startet „5G for Germany“

Ericsson hat im Rahmen des europäischen Programms „5G for Europe“ das Programm „5G for Germany” für Deutschland vorgestellt. Der schwedische Netzwerkausrüster will in Kooperation mit Universitäten und Forschungseinrichtungen erforschen, wie der Nachfolger der aktuellen 4G- bzw. LTE-Technologie für den Mobilfunk aussehen kann. 5G soll gemäß den Bedürfnissen von Schlüsselmärkten und Anwendungsindustrien entwickelt werden. Ziel des Programms ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft. Schwerpunkte sollen auf Forschungs- und Innovationsprojekten sowie auf Pilotprojekten mit Partnern aus dem Bereich der Industrie und Mobilität 4.0 liegen. Die breite Markteinführung von 5G wird für 2020 erwartet; der neue Mobilfunkstandard soll wesentlich höhere Durchsatzraten erlauben, bis zu tausendmal mehr Kapazität bieten und extrem niedrige Latenzzeiten aufweisen.

Mobile Payment in Deutschland: Echter Trend!

Mobile Payment kommt langsam in die Gänge: Laut einer Studie von GS1 Germany haben 88 Prozent der deutschen Händler mobiles Bezahlen auf der Agenda, bei den Herstellern sind es dagegen nur 63 Prozent. Demnach haben Mehrwertdienste wie Mobile Couponing deutlich höhere Priorität. Beacons hingegen entfachen bei den wenigsten Befragten ein Leuchtfeuer: 77 Prozent der Händler glauben nicht, dass sich die Bluetooth-Funksender in den kommenden zwei Jahren durchsetzen. Dafür gehen 56 Prozent der Händler davon aus, dass all ihre Terminals bis 2017 mit NFC ausgestattet sind. Für viele Nutzer bleibt mobiles Bezahlen allerdings ein Risikofaktor: 80 Prozent von 500 befragten deutschen Smartphone-Nutzern haben Sicherheitsbedenken – vor allem beim Verlust ihres Handys. Kaum einer bezahlt mobil, immerhin 30 Prozent können sich den Einsatz von Mobile Payment aber vorstellen.

IT Security Summit 2019

Sichere Logins sind doch ganz einfach!

mit Arne Blankerts (thePHP.cc)

Hands-on workshop – Hansel & Gretel do TLS

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3D-Druck in der Medizin

Mithilfe des 3D-Drucks lassen sich mittlerweile erstaunliche Dinge produzieren: So soll beispielsweise eine aus Stahl 3D-gedruckte Brücke über eine Gracht in Amsterdam entstehen, Gadgets für den Privatgebrauch sind gang und gäbe, und vor allem in der Medizin kann der 3D-Druck zum Lebensretter werden. Denn mit einem 3D-Drucker lassen sich relativ schnell und kostengünstig nicht nur medizinische Applikationen erstellen, sondern auch menschliches Gewebe reproduzieren. Forschern in den USA ist es gelungen, Nervengewebe per 3D-Druck nachzubilden – operierten Laborratten wurden mit diesem Gewebe sogar in die Lage versetzt, nach rund zwölf Wochen wieder normal zu laufen. Der Hüftnerv der Ratte wurde zuvor gescannt und daraus ein 3D-Modell erstellt, das aus Silikon und chemischen Stoffen zur Stimulation der Motorik und des sensorischen Nervenwachstums besteht.

Eine weitere spannende Errungenschaft des 3D-Drucks ist die Nutzung von 3D-gedruckten Herzen für das Operationstraining. Mithilfe von MRT-Scans werden dreidimensionale Modelle erstellt, an denen die Ärzte vor der entscheidenden Operation üben können – und das quasi am patienteneigenen Herzen. Außerdem wurde vor knapp zwei Wochen erstmals ein 3D-gedrucktes Titan-Implantat als Ersatz eines durch Krebs zerstörten Brustkorbs eingesetzt. Hierfür wurde in einem speziellen 3D-Drucker Metallpulver geschmolzen und so Schicht für Schicht ein 3D-Modell erstellt. Der Vorteil des 3D-Drucks – gerade in der Medizin – ist sein schnelles Prototyping, denn beim Warten auf eine lebensrettende OP zählt jede Minute.

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

Python Summit 2019

Daten analysieren und transformieren mit Python

mit Doniyor Jurabayev (Freelancer)

Advanced Flow Control

mit Oz Tiram (noris network AG)

Aufmacherbild: close up image of the new apple watch sport (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: pisaphotography

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