Außerdem: vernetzter Ring und Geek at Heart

Inside IoT: Autohersteller gegen Cyberthreats, IT-Hype-Circle & smarte Zahnbürste
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit einer Allianz gegen Cyberthreats, einem vernetzten Ring, dem Hype Circle im Technologiebereich, einer smarten Zahnbürste und einem Herzfrequenzmonitor auf dem Arduino Uno.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Autohersteller gründen Allianz gegen Cyberthreats

Die Meldungen über Hacker-Angriffe auf Fahrzeuge reißen nicht ab: Die drahtlose Verbindung der OnStar RemoteLink-App wurde von Samy Kamkar lokalisiert und dadurch Fahrzeuge von GM gestartet; außerdem ist es ihm gelungen mittels Rolljam Auto-Funkschlüssel zu hacken. Auch die Verschlüsselung des Megamos Crypto Transponders stellt für Hacker schon lange kein Hindernis mehr da: Per Wi-Fi lässt sich der Schlüssel stehlen und so die Wegfahrsperre knacken. Für das meiste Aufsehen hat aber wohl der Selbstversuch eines Journalisten von Wired gesorgt, der bei voller Fahrt sein Auto hacken ließ. Um diesen Angriffen einen Riegel vorzuschieben, haben sich die Alliance of Automobile Manufacturers und die Association of Global Automakers zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Informations- und Analysezentrum einzurichten. Das Zentrum soll einen sicheren, industrieweiten Knotenpunkt für gebündeltes Know-how über Cyberthreats für Fahrzeuge werden. Außerdem will die Gemeinschaft so einfacher Best Practices untereinander teilen und für einen übergreifenden Sicherheitsstandard sorgen.

Der eine Ring, sie alle zu knechten

Uns ist ein – sagen wir, interessantes – Video eines Startups untergekommen, das ein neues Wearable vorstellt: Den ARING. Das etwas bizarr anmutende Video erklärt anhand eines Pärchens, was der Ring im Gegensatz zum hier genutzten iPhone 6 alles kann. Um den Ring zu aktivieren, muss der Nutzer einen Button drücken und dann mit dem Device sprechen – also ähnlich wie bei einer Smartwatch. Es wird gezeigt, wie der Ring smarte Beleuchtung steuert, Notizen direkt auf dem Smartphone speichert und mittels Google Chrome diverse Suchanfragen beantwortet. Über den Hersteller 2WhyNot ist im Web nicht viel zu erfahren – die Indiegogo-Kampagne hat allerdings nur 3.377 Dollar von geplanten 100.000 Dollar erreicht. Ob das an dem Video liegt?

Spannend ist das Konzept zwar, doch ist der ARING nicht das erste Wearable in Ringform auf dem Markt: Ringly beispielsweise weist ein ausgefeilteres Design- und Geschäftskonzept auf. Auf der Website von Ringly erfährt man nämlich auch, mit welchen Devices (iOS und Android) der Ring kompatibel ist und wie das Ganze eigentlich funktioniert.

Zwischen Hype und Realität: Innovationen, die IT-Firmen auf dem Radar haben sollten

Technologische Entwicklungen und Themen haben es in unserer schnelllebigen Welt nicht leicht: Was heute noch angesagt oder als The Next Big Thing von morgen angesehen wird, kann in zwei Tagen schon wieder völlig veraltet und out sein. Bis eine Technologie allerdings die Marktreife erreicht, kann es unter Umständen bis zu zehn Jahren dauern. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat auch in diesem Jahr einen sogenannten Hype Circle veröffentlicht, der die Phasen der öffentlichen Aufmerksamkeit für einzelne Themen veranschaulicht:

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© Gartner

Es zeigt sich, dass Augmented Reality und Wearables ihren Zenit bereits überschritten haben – die öffentliche Aufmerksamkeit nimmt ab. Technologien wie Connected Home, smarte Roboter oder 3D-Druck für Organtransplantate scheinen der Hit von morgen zu sein. Das Internet of Things und selbstfahrende Autos befinden sich in Phase 2, dem Peak of Inflated Expectations. Ihnen droht der Absturz ins Tal der Ernüchterung (Phase 3). Ein Grund dafür ist die lange Entwicklungsdauer dieser Technologien: Jeder spricht zwar darüber, doch bis zur Serienreife und somit zum Plateau der Produktivität (Phase 5) dauert es meist etwas länger. Die Trends von morgen befassen sich hauptsächlich mit künstlicher Intelligenz, Gesundheitswesen und datenbasierten Technologien.

Smarte Zahnbürste im Austausch gegen Nutzerdaten

In den USA ist das Zähneputzen scheinbar eine heikle Angelegenheit: Im Durchschnitt putzen Amerikaner ihre Zähne weniger als die zwei empfohlenen Minuten. Zwar gibt es seit einiger Zeit elektrische Zahnbürsten, die sich nach einer Putzdauer von zwei Minuten automatisch abschalten und auch auf zu viel Druck reagieren – das ist der Zahnzusatzversicherung Beam Technologies aber nicht genug. Die smarte Zahnbürste Beam Brush zeichnet alle Daten über die Zahnhygiene des Nutzers auf und gibt diese an die Versicherung weiter. Durch das Device sollen User darin bestärkt werden, mehr auf ihre Zähne zu achten – Beam sendet Kurznachrichten und Motivationsbotschaften an die Bürste und hofft so, Versicherungsprämien zu senken. Für 49 Dollar erhält man eine Zahnbürste, die sich per Bluetooth mit dem iPhone verbindet, sowie alle drei Monate neue Zahnbürstenköpfe, Zahnseide und Zahnpasta. Na dann, fröhliches Putzen!

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Geek at Heart

Zum Wochenausklang möchten wir euch eine Anleitung vorstellen, wie man ganz einfach selbst einen Herzfrequenzmonitor mithilfe eines Arduino Uno herstellen kann. Das kann für den einen oder anderen vielleicht nützlich sein, um nach ausschweifenden Partys am Wochenende zu messen, ob man noch fit genug für eine weitere Runde ist. Auf einem 8×8-Punkt großen Matrix-LED-Display wird ein Herz angezeigt, das in der Frequenz des eigenen Herzschlags pulsiert und zudem wird über die Schläge pro Minute mittels Binärcode informiert. Verbindet man das Device mit einem Computer, lässt sich sogar eine fortlaufende Dokumentation des eigenen Herzschlags erstellen. Wie das Ganze funktioniert, zeigt User paulindallas im Instructables-Blog. Das zugehörige Video gibt einen ersten Einblick:

Aufmacherbild: set of realistic tooth including healthy tooth with toothbrush and decayed tooth with lollipop (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: watchara thakaew

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