Außerdem: Industrie 4.0 in deutschen Unternehmen kaum bekannt

Inside IoT: Device-Cloud-Plattform von Golgi, Apple #1 im Wearables-Markt & Roboternavigation
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Golgis programmierbarer Device-Cloud-Plattform und Apple als beliebtester Wearables-Marke. Außerdem arbeitet Microsoft mit Red Bull Air Race im Bereich der Roboternavigation zusammen, Industrie 4.0 ist in deutschen Unternehmen fast unbekannt und zum Schluss stellen wir euch noch die Cannybots vor.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Golgi startet programmierbare Device-Cloud-Plattform

Die neue Plattform von Golgi liefert offene, flexible APIs, die auf sichere Art und Weise IoT-Device-Features und –Funktionalitäten im Web bereitstellen und so einfach in Drittanbieter-Cloud-Services integriert werden können. Die Plattform soll Entwicklungsdauer und Komplexität reduzieren sowie Performance, Sicherheit und Skalierbarkeit erhöhen. Golgis programmierbare Device-Cloud umfasst alle Prozesse von den Geräten bis in die Cloud, erstellt Code für Devices und Hardware-Plattformen und ermöglicht das Testen und Debuggen von unterschiedlichen Umgebungen.

Our new platform brings the power of developer-defined APIs to embedded device developers, enabling them to build IoT devices that can utilize web applications and focus on delivering cogent data to decision makers.

Golgi unterstützt Module und Plattformen wie Arduino, Intel Galileo und Intel Edison oder Samsung ARTIK.

Apple zur ‘Coolest Wearables Brand’ gewählt

Bei der Apple Watch scheiden sich die Geister: wirklicher Mehrwert oder bloß nette Spielerei? Eins dürfte nach den Studienergebnissen von Juniper Research aber klar sein: Apple ist die derzeit angesagteste Marke auf dem Wearables-Markt. 2.000 Smartphone-Nutzer aus den USA und Großbritannien – sowohl iOS- als auch Android-User – entschieden zugunsten der Cupertiner. Auf Platz zwei folgt Samsung; der Markt entwickelt sich also immer mehr zu einem Duopol: Über 75 Prozent der Befragten nannten Apple oder Samsung als coolste Marke. Hersteller von Sportartikeln liegen dabei genauso abgeschlagen wie reine Uhrenhersteller. Interessant ist auch, dass nur rund 20 Prozent der Studienteilnehmer eine mehr als 175 Dollar teure Smartwatch kaufen würden. Denkt man aber an die Preise der Apple Watch, lässt sich daraus schließen, dass deutlich mehr Personen die Wearables bzw. Marken „cool“ finden, als sich im Endeffekt Käufer finden lassen. Zu diesem Ergebnis passt auch, dass sich viele Nutzer noch immer nicht über den Use Case einer Smartwatch im Klaren sind.

Microsoft und Red Bull Air Race wollen Zukunft der Roboternavigation verbessern

Gemeinsam mit Red-Bull-Air-Race-Pilot Kirby Chambliss arbeitet Microsoft an der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz und Robotertechnik. Die ganze Saison über wurde mithilfe von Kontrolltheorie, Robotertechnik, Machine Learning und Bahnplanung der beste Weg durch den Hochgeschwindigkeits- und Tiefflug-Parcours entwickelt. Bei der Optimierung des Flugkurses geht es um Zehntel- oder Hundertstelsekunden – die aber entscheidend für Sieg oder Niederlage sein können. Vor dieselben Probleme wie ein Pilot werden auch Roboter und Drohnen gestellt: Die Navigation muss sicher und effizient funktionieren. Aus diesem Grund haben Forscher bei Microsoft als Teil des Projekts eine Folge von Algorithmen und Techniken kreiert, die den genannten Technologien bei der Weiterentwicklung helfen sollen.

Industrie 4.0 ist in deutschen Unternehmen kaum bekannt

Eine Befragung unter 4.500 deutschen Unternehmen bringt es ans Licht: Industrie 4.0 ist in der deutschen Wirtschaft bislang kaum relevant. Laut Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kennen nur 18 Prozent der Unternehmen den Begriff überhaupt und nur vier Prozent haben solche Projekte bereits umgesetzt. Je kleiner die Unternehmen, desto weniger können sie mit Industrie 4.0 anfangen, so die Studie. Außerdem zeigen sich große Unterschiede innerhalb der Branchen: Bei Unternehmen aus Informationstechnik, Telekommunikation, Maschinenbau und Elektroindustrie liegt der Bekanntheitsgrad bei immerhin rund 50 Prozent, in der Transport- und Logistikbranche fällt der Wert auf sechs Prozent ab.

Die Digitalisierung im verarbeitenden Gewerbe wird nur von IT-Verantwortlichen als wesentliche Herausforderung in den nächsten zwei Jahren bewertet. Auf Seiten der Produktions- und Fachbereichsverantwortlichen fehlt nach wie vor das Verständnis, in welchem Ausmaß technologische Entwicklungen die Geschäftstätigkeit ihres Betriebs verändern werden.

Je intensiver sich Unternehmen mit der Industrie 4.0 auseinandersetzen, desto klarer wird ihnen die Bedeutung von Cloud Services. 25 Prozent der Betriebe planen im nächsten Jahr die Nutzung von Cloud Computing. Der wichtigste Erfolgsfaktor für Industrie 4.0 sind ausgereifte Technologien für die vernetzte Fabrik (39 %) – mit deutlichem Abstand vor der Verbesserung der IT-Sicherheit (26 %), Management-Unterstützung (21 %) oder einer gesicherten Finanzierung (13 %).

Cannybots: Programmierbare 3D-gedruckte Roboter

Bei der derzeit auf Kickstarter laufenden Kampagne „Cannybots“ handelt es sich um ein Kit zum Roboter-Bau, getarnt als ferngesteuerte Rennwagen. Die als „Toys 2.0“ vermarkteten Autos lassen sich per 3D-Druck individuell anpassen. Das ist aber nicht alles: Das Kit enthält alles, was man braucht, um ein eigenes Roboter-Auto zu entwickeln. Programmieren und steuern lässt es sich dann per Smartphone, Smartwatch oder Tablet. Kinder werden auf diese Weise spielerisch an die Welt des IoT herangeführt: Das Fahrgestell kann nach eigenen Vorlieben designt werden und die Grundlagen der Robotertechnik sind so relativ simpel erlernbar. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte: Cannybots können auch in Java oder Python programmiert und durch einen Arduino oder Raspberry Pi erweitert werden. Derzeit sind bereits 165.734 US-Dollar von anvisierten 40.000 US-Dollar Finanzierungsziel zusammengekommen. Wie das Ganze in Action aussieht, zeigt folgendes Video:

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

 

Aufmacherbild: Vintage tin toy robot (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: josefkubes

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