Inside IoT: Abtreibungspillen per Drohne & Konkurrenz für Apple Pay
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Hier finden sich ein- bis zweimal wöchentlich aktuelle Informationen und Highlights aus dem IoT-Universum. Heute: Drohne liefert Abtreibungspillen nach Polen | Smarter Insulin-Patch ersetzt Spritzen | Sierra Wireless baut Geschäftszweige aus | If This Then That… | Konkurrenz für Apple Pay

Ab sofort berichten wir an dieser Stelle über Interessantes und Kurioses aus dem IoT. Was ist Spannendes in Forschung, Industrie und Entwicklung geschehen? – Einen Überblick dazu finden Sie hier.

Drohne liefert Abtreibungspillen nach Polen

Drohnen können nicht nur zu militärischen Zwecken genutzt werden: Inspiriert von den Drohnen-Lieferservices von Google und Amazon verschickte die niederländische Frauenrechtsgruppe „Women on Waves“ am Wochenende per Drohne Abtreibungspillen von Frankfurt/Oder nach Slubice in Polen. Da in Polen strikte Abtreibungsgesetze vorherrschen, gibt es dort jährlich rund 50.000 illegale Abtreibungen. Die Drohne landete erfolgreich und zuvor ausgewählte Frauen nahmen die Medikamente an sich.

Smarter Insulin-Patch ersetzt Nadeln für Diabetiker

Den rund 387 Millionen Diabeteskranken weltweit könnten die schmerzhafte Injektion von Insulin sowie der oft ungenaue Prozess der Blutzuckermessung bald erspart bleiben: Forscher der University of North Carolina und der NC State haben ein mit rund 100 winzigen Nadeln gespicktes Pflaster entwickelt, das Insulin und Enzyme, die das Blut auf Glukose testen, enthält. Steigt der Blutzuckerspiegel auf ein zu hohes Level, löst das Patch die Enzyme aus und sorgt so automatisch für einen ausgewogenen Zuckerhaushalt.

Sierra Wireless baut Geschäftszweige aus

Das kanadische Unternehmen Sierra Wireless übernimmt den Mobile Virtual Network Operator MobiquiThings aus Frankreich. MobiquiThings stellt aus den Infrastrukturen verschiedener Telko-Anbieter individuelle Netzwerklösungen für Unternehmen zusammen und besitzt selbst keine eigene Netzwerkinfrastruktur. Darüber hinaus ist MobiquiThings der führende Anbieter im M2M- und Telematik-Bereich. Voraussichtlich im August wird Sierra Wireless 14 Millionen Euro für die Übernahme zahlen.

Bereits in der Vorwoche hat Sierra Wireless das US-Unternehmen Accel Networks übernommen. Accel Networks versorgt in den USA über 300 Enterprise-Kunden aus den Bereichen Retail, Finanzen, Sicherheit und Energie mit auf LTE/4G basierenden Connectivity Services.
Durch die Accel- und MobiquiThings-Übernahmen wird Sierra Wireless zum weltweiten Mobilfunk-Anbieter mit speziellem Fokus auf das IoT.

Des Weiteren kooperiert Sierra Wireless mit der Leasingfirma Arval, um für Fuhrpark- und Transportmanagement innovative Connected Services anzubieten. Diese basieren auf Sierra Wireless‘ AirVantage-Cloud und AirPrime-Embedded Systems. Die Device-to-Cloud-Technologie von Sierra Wireless erlaubt es Arval, eine neue weltweite Telematik-Strategie zu schaffen.

If This Then That…

Mit dem Release von IFTTTs Maker Channel ist es für IoT-Entwickler endlich möglich, generische HTTP GET- und POST-Requests zu senden und zu empfangen. Das ermöglicht es zudem, Trigger zu definieren, die ausgelöst werden, wenn sie einen HTTP-Request empfangen. Auch kann ein HTTP-Request so zu einer „defined location“ werden. Damit steht das gesamte IFTTT-System mit allen Channeln zur Verfügung, was die Bedienbarkeit eines API viel einfacher und modularer macht. Patrick Catanzariti beschreibt in seinem Post die Option, mit einem Arduino via Node.js mit IFTTT zu kommunizieren.

Neue Mitglieder in der Open Automotive Alliance

Die OAA ist eine Koalition von Technikfirmen und den führenden Playern der Autoindustrie. Ihr Ziel: Android und Autos zusammenzubringen. Die OAA begrüßt in dieser Woche folgende neue Mitglieder: Alpine, Bentley, Clarion, CloudCar, Delphi, FIAT Chrysler, Ford, Freescale, FUJITSU TEN, HARMAN, Infiniti, JVCKENWOOD, LG, Maserati, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Panasonic, Parrot, Pioneer, Renault, Renesas, SEAT, Škoda, Subaru, Suzuki, Symphony Teleca, Volkswagen und Volvo.

Konkurrenz für Apple Pay: bPay’s Contactless-Payment-Wristband

Die Barclays Bank wird eine der wenigen Banken in Großbritannien sein, die nicht an Apple Pay teilnimmt. Stattdessen hat sie ihr eigenes kontaktloses Bezahlsystem entwickelt: bPay. Dieses besteht aus einem Sticker (15 Pfund) für das Smartphone, einem Armband (25 Pfund) und einem Schlüsselanhänger (20 Pfund). Mit jedem dieser Devices ist das bargeldlose Bezahlen bis zu einem Betrag von 20 Pfund möglich. Ein weiterer Vorteil: Man muss nicht Kunde bei Barclays sein, um das System gebührenfrei nutzen zu können.

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