Inside IoT: ELIoT – Programmiersprache fürs IoT, Open Standard-Networks & Musik zum Anfassen
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit der Programmiersprache ELIoT und Open-Standard-Netzwerken für Europa. Außerdem: eine Embedded-Database fürs IoT und die Cloud von SAP sowie die erste legale Drohnenlieferung in Amerika.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

ELIoT: Programmiersprache für das IoT

Mit ELIoT (Extensible Language for the Internet of Things) soll Distributed-Programming einfacher werden: Die Sprache wurde speziell designt, um die Konfiguration und Kontrolle einer großen Menge kleiner Devices wie Sensoren oder Aktuatoren zu erleichtern. Zudem kann ELIoT als Extension-Language für größere Applikationen genutzt werden, um auf diese auch remote zuzugreifen. Die Idee dahinter und weitere Details zu ELIoT erklärt der Erfinder Christophe de Dinechin im Artikel „ELIoT: Distributed Programming for the Internet of Things“. Downloaden kann man den Programmcode auf GitHub.

SAPs Embedded-Database für IoT und Cloud

SAP SQL Anywhere stellt in Verbindung mit der Plattform SAP HANA neue Funktionen zur Datensynchronisierung zur Verfügung. Anwender sollen so Daten sicher zwischen zentralen Unternehmenssystemen und Remote-Standorten in der Netzwerkperipherie übertragen können. Auch eine Offline-Nutzung der Daten soll laut Ken Tsai, Vize-Präsident von Platform Technology und Platform Solutions Group bei SAP, möglich sein. Entwicklern soll die integrierbare Datenbanktechnologie ebenfalls neue Möglichkeiten eröffnen: Sie werden die Synchronisierung von datenintensiven mobilen Anwendungen und IoT-Projekten mit dem Unternehmensnetzwerk durchführen können.

Open-Standard-IoT-Netzwerke kommen nach Dänemark

Der in Cambridge entwickelte Standard für das Internet of Things, Weightless-N, wurde nach dem Launch in London im Juni erstmals auf dem europäischen Festland eingesetzt. Das IoT-Netzwerk arbeitet im Sub-1GHz-Spektrum und nutzt dafür Ultra-Narrowband-Technologie (UNB). Weightless-N soll es verschiedensten Devices ermöglichen, direkt miteinander über das IoT zu interagieren. Es handelt sich dabei um Open-Standard-Netzwerke, was bedeutet, dass Entwickler freien Zugriff auf diese haben und so an deren Weiterentwicklung mitwirken können. Ziel dieser IoT-Netzwerke ist die Entwicklung von Smart Cities, in denen Häuser, Autos und Infrastruktur miteinander kommunizieren. Die ausführlichen Spezifikationen können sich Weightless SIG-Mitglieder auf der Unternehmenswebsite downloaden.

Musik nicht nur hören, sondern auch sehen und fühlen

Man stelle sich vor, man könnte Musik nicht mehr nur akustisch genießen, sondern sie auch sehen und anfassen – wäre das nicht ein spannendes Erlebnis? Genau das will Reify, ein Start-up aus New York, ermöglichen. Dies geschieht, indem zuerst ein sogenanntes Totem 3D-gedruckt wird, das genau einem speziellen Lied entspricht. Das Totem wird anschließend mit der Originalmusik und interaktiven visuellen Erlebnissen kodiert, die man per Smartphone abspielen kann. Mit der App „Stylus“ transformieren sich die Totems dann entsprechend der Kodierung und nehmen den User mit in die Augmented Reality. Einen Eindruck über die Wirkung des Projekts kann man sich im Video verschaffen:

Die Kampagne läuft noch 22 Tage auf Kickstarter – bis jetzt sind 14.635 Dollar von geplanten 150.000 Dollar erreicht.

Die erste legale Drohnenlieferung in den USA

Am Freitag wurde in Virginia, USA, die erste legale Lieferung per Drohne durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der NASA und der Virginia Tech hat das Startup Flirtey 24 Pakete mit Medikamenten knapp 100 Kilometer weit von einer Apotheke zu einem Flugplatz transportiert. Mit dieser Aktion sollte darauf aufmerksam gemacht werden, wie schwierig es noch immer in ländlichen Gegenden ist, eine Medikamentenversorgung zu gewährleisten.
Während hingegen Amazon noch immer darauf wartet, dass sein Drohnen-Lieferservice in Gang kommt, machen Medikamentenlieferungen per Drohne zur Zeit häufiger Schlagzeilen: Im Juni berichteten wir bereits darüber, dass eine Drohne Abtreibungspillen von Deutschland nach Polen geflogen hatte.

Aufmacherbild: Drone with first aid kit (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: koya979

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