Außerdem: Intel Curie für Arduino

Inside IoT: Gesetz gegen Autohacking, Mobile Payment & Zurück in die Zukunft
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit US-Gesetzen gegen Autohacking, der Gefahr von vernetzten Wasserkochern und Intel Curie für Arduino 101. Außerdem geht es um die Evolution von Mobile Payment und – wie könnte es heute anders sein – Zurück in die Zukunft.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

US-Kommittee will Autohacking per Gesetz verbieten

Geht es nach dem amerikanischen House Energy and Commerce Committee, soll die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eine Reihe von Reformen auf den Weg bringen, die den Umgang mit vernetzten Autos regulieren sollen. Der Vorschlagsentwurf betrifft sowohl Autohersteller als auch Behörden und befasst sich mit Rückrufen von fehlerhaften Produkten, Hackangriffen und Datensicherheit sowie mit der Wirtschaftlichkeit des Kraftstoffverbrauchs. Gerade vor dem Hintergrund der VW-Affäre und den zahlreichen Hackerangriffen auf Connected Cars ist der Gesetzesentwurf interessant: Das Gesetz würde Attacken auf Fahrzeuge illegal machen, die dann mit bis zu 100.000 Dollar Geldbuße bestraft werden könnten. Ein von der NHTSA ins Leben gerufener Cybersecurity-Beirat, der Autohersteller und staatliche Behörden umfasst, soll Best Practices entwickeln, die bereits bekannte und zukünftige Fälle von Fahrzeugsicherheit handhaben. Außerdem soll er regeln, wie mit den gesammelten Daten umgegangen wird. Ausführliche Informationen zu den geplanten Gesetzen finden sich im Discussion Draft.

Vernetzte Wasserkessel gießen Wi-Fi-Passwörter über London

Der iKettle ist konzipiert, um Nutzern kostbare Sekunden beim Wasserkochen zu sparen. Der Wasserkocher baut ein eigenes Wi-Fi-Netzwerk auf, über das man sich mit einem smarten Device verbinden kann, um ihn zu konfigurieren und zu steuern. Und genau hier liegt das Problem: Einem Sicherheitsexperten ist es gelungen, sich in unzählige iKettles in ganz London zu hacken. Mit relativ einfachen Methoden konnte Ken Munro die vernetzten Wasserkocher dazu bringen, das Wi-Fi-Passwort preiszugeben. Angreifer benötigen lediglich eine Richtantenne sowie ein vorher präpariertes Netzwerk mit derselben SSID, die iKettle nutzt, um sich mit dem Kessel zu verbinden:

So I can sit outside of your place with a directional antenna, point it at your house, knock your kettle of your access point, it connects to me, I send two commands and it discloses your wireless key in plain text.

Android-User sind besonders anfällig, da ihre Passwörter voreingestellt sind. Die iOS-App ist etwas sicherer, soll aber dennoch innerhalb von Stunden zu hacken sein. Munro meinte zudem, dass die Internetsicherheit „utterly bananas“ sei und wies darauf hin, dass einige Besitzer von iKettles über Twitter über ihre Geräte und deren Position freimütig diskutieren.

Intel Curie für Arduino 101

Auf der Maker Faire 2015 haben Intel und Massimo Banzi von Arduino.cc den dritten Versuch eines gemeinsamen Arduino-Boards angekündigt: Den Arduino 101. Im Grunde ähnelt das Modell dem Arduino Uno R3, allerdings wurde der AVR-Chip des Microcontrollers durch ein Curie-Modul von Intel ersetzt. Das Modul besitzt einen x86-Quark-Kern und einen ARC-Kern, die beide auf 32 MHz getaktet sind. Außerdem verfügt das Curie-Modul über Bluetooth-Low-Energy, Beschleunigungssensor, Gyroskop und 384 KB Flashspeicher; als Betriebssystem fungiert ViperOS RTOS. Der Arduino 101 (für US-Bürger) bzw. Genuino 101 (für die restliche Welt) soll ab Anfang 2016 für rund 30 Dollar erhältlich sein und richtet sich vor allem an Schulen und Hobbyisten.

Infografik: Die Evolution von Mobile Payment

Keine Münzen und keine Scheine mehr – Befürworter des kontaktlosen Bezahlens sehen in im sogenannten Contactless Payment die Zukunft. Doch gleichzeitig fürchten Kritiker, dass beim Bezahlen ohne Bargeld sensible Daten ausgespäht werden könnten. Seit Jahren wird das kontaktlose Bezahlen per Karte oder Mobiltelefon als einer der kommenden Game Changer gefeiert – im Alltag ist davon allerdings noch wenig zu spüren. Ein großes Problem ist die mangelnde Anzahl an Akzeptanzstellen: Von den rund 500.000 Kassensystemen in Deutschland sind weniger als zehn Prozent mit NFC-Technologie ausgestattet. In den USA und Großbritannien hingegen gehört Mobile Payment bereits zum Alltag.

Die Ohio University hat sich mit der Thematik etwas genauer beschäftigt und in einer Infografik veranschaulicht, wo das Bezahlen mit dem Handy seinen Ursprung hat und wie die verschiedenen mobilen Bezahltechniken funktionieren. Zu den Vorreitern gehören nämlich nicht Banken oder Finanzdienstleister, sondern Unternehmen, deren Hauptaugenmerk eigentlich auf ganz anderen Sparten liegt: Coca-Cola oder KLM.

Die Evolution von Mobile Payment

© Ohio University, http://onlinemba.ohio.edu/

In honor of “Back to the Future”

Heute, am 21. Oktober 2015, um 16.29 Uhr ist es so weit: Marty McFly, Doc Brown und Jennifer besuchen uns. Die drei wollen Martys Sohn davon abhalten, mit Biffs Enkel eine Straftat zu begehen. Wir können uns einen guten Eindruck davon verschaffen, was man sich 1989 so für die Zukunft vorgestellt hat: Fliegende Autos, Hoverboards oder Schuhe, die sich selbst schnüren gibt es noch nicht. Doch Zahlen per Fingerabdruck, Bildtelefonie, Smartphones und smarte Videobrillen sind keine Zukunftsmusik mehr. Wer sich schon mal auf die drei vorbereiten will, findet bei Adafruit eine ganze Reihe an Anleitungen für Zurück-in-die-Zukunft-Gadgets: Vom DeLorean-Zeitschalter über den Flux-Kompensator bis hin zu den sich selbstbindenden Schuhen ist alles dabei. Mit ein bisschen Bastelei und Programmierarbeit kann man sich ganz schnell ein bisschen wie Marty fühlen.

ML Summit Munich 2020

Market Segmentation in the Era of Big Data

mit Özge Sahin (SkyScry)

Deep Learning mit TensorFlow

Mit Jakob Karalus (Deloitte Consulting)

 

Aufmacherbild: Street art Back to the futur on june 23 2014 in Montreal Canada (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: meunierd

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