Ein Cellular-Development-Kit fürs IoT und iBeacons in Rumäniens Supermärkten

Inside IoT: Googles Physical Web, ein gehackter Jeep und das User Interface der IoT-Träume
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit dem Physical Web von Google, dem User Interface aller IoT-Träume und Cellular-Development-Kits für das Internet of Things. Außerdem wurde ein Connected Car gehackt und in Rumänien iBeacons in Supermärkten eingeführt.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Chrome für iOS ermöglicht Zugriff auf Physical Web

Mit dem Chrome-Update 44 für iOS soll das iPhone zur Fernbedienung für das Internet of Things avancieren: In der Funktion „Today View“ kann man alle Geräte aus dem Physical Web sehen. Ziel des Physical Web‘ ist es, alle smarten Devices für den User erkenn- und nutzbar zu machen – ohne extra eine App downloaden zu müssen. Angezeigt wird dort Content, der durch Eddystone-URLs kreiert wurde. Mehr über das Projekt und den Open-Source-Code kann man auf GitHub erfahren.

Cellular-Development-Kits fürs IoT

2020 sollen laut einer Studie von Cisco 50 Milliarden vernetzter Devices online sein. Viele dieser Geräte werden Wireless-Systeme wie Bluetooth und Wi-Fi nutzen; bereits 2013 waren rund 2,8 Prozent der weltweiten Mobilverbindungen M2M-Verbindungen. Die Studie geht davon aus, dass sich die Netzwerke weiterentwickeln, Telefongesellschaften ihre Gebühren reduzieren und einige Mängel der mobilen Konnektivität für IoT-Devices, wie beispielsweise die Batterielaufzeit, behoben werden. Das soll Entwicklern Chancen bieten, ihre Produkte voranzutreiben. Einige Development-Boards und -Kits, die dabei helfen können, sind im Blogpost „IoT Cellular Development Kits“ zusammengestellt.

Das User Interface der IoT-Träume: Reality Editor

Das Internet of Things hat ein Speicherproblem. Damit ist nicht die begrenzte Möglichkeit an Speicherplatz der einzelnen Geräte gemeint, sondern die limitierte Fähigkeit des menschlichen Gehirns, abstrakte Symbole zu verarbeiten. Allerdings ist das kein neues Problem, denn UI-Designer schlagen sich schon lange mit dem Ungleichgewicht zwischen der schier unendlichen Anzahl an Befehlen und der beschränkten Auswahl, die ein User aufnehmen kann, herum. Gerne werden Graphical User Interfaces (GUI) als Metapher für diese unzähligen Möglichkeiten. Valentin Heun, Doktorand des MIT Media Lab, hat nun mit dem Reality Editor eine Augmented-Reality-Lösung geschaffen, mit der die Grenzen des GUI gesprengt werden könnten. Um komplexe Prozesse, die meist nur einmal ausgeführt werden, einfacher zu machen, lässt der Reality Editor jedes Gerät zu einem Fenster zur Welt der digitalen Customization werden. Hält man etwa die Smartphone-Kamera auf ein smartes Device, zeigt die App ein virtuelles AR-Bedienfeld an, das neben dem Objekt schwebt. Mit diesem kann man alle Einstellungen und Optionen, die am Device verfügbar sind, durchführen – auch Interaktionen zwischen den einzelnen Geräten sind so mit einem Swipe möglich. Der Editor ist als Open-Hybrid-Plattform konzipiert und als solche auf GitHub downloadbar. Einen Einblick gibt folgendes Video:

Connected Car gehackt

Zwei Hacker haben in Zusammenarbeit mit dem Wired-Magazin gezeigt, dass es sehr viel einfacher als gedacht ist, ein smartes Auto zu hacken. Charlie Miller und Chris Valasek ist es gelungen, in das Uconnect Infotainment-System eines Jeeps zu gelangen und darüber die Firmware umzuschreiben – und das Ganze nicht etwa per direkter Verbindung, sondern wireless von Zuhause aus. Die beiden konnten nicht nur die Stereo- und Klimaanlage fernsteuern, sondern hatten Zugriff auf Lenkrad und Bremsen des Autos:

We shut down your engine — a big rig was honking up on you because of something we did on our couch. This is what everyone who thinks about car security has worried about for years. This is a reality.

Die Aktion hat die Frage nach der Sicherheit von Connected Cars erneut angeheizt. Miller selbst sagte dazu: „If consumers don’t realize this is an issue, they should, and they should start complaining to carmakers. This might be the kind of software bug most likely to kill someone.“ Chrysler hat aufgrund dieser Aktion ein Patch zur Verfügung gestellt, das die Sicherheitslücken beheben soll. Im Video ist die ganze Fahrt zu sehen:

iBeacons in rumänischen Supermärkten

Um das Einkaufserlebnis ansprechender zu gestalten und mehr Kunden zu gewinnen, hat die französische Supermarktkette Carrefour in 28 rumänischen Supermärkten iBeacon-Technologie installiert. Mithilfe von Flash-Anzeigen auf einem Tablet wird der Kunde durch den Laden navigiert und so auf Produkte hingewiesen, die im Angebot sind, beziehungsweise zu seinem Einkaufsverhalten passen. In Zukunft sollen Features wie personalisierte Einkaufslisten und Preisvergleiche hinzukommen.

Webinar: What impact is the Internet of Things having on core industries?

Wer schon immer einmal wissen wollte, welchen Einfluss das Internet of Things auf die Schlüsselindustrien hat, sollte heute um 16 Uhr dem kostenlosen Webinar „What impact is the Internet of Things having on core industries?“ mit Bill Morelli folgen. Morelli diskutiert unter anderem die Frage, welchen Einfluss smarte Devices auf Unternehmen haben und welche Möglichkeiten sich durch das IoT bieten. Anmelden kann man sich auf der Website der IHS.

 

Aufmacherbild: The new ‚jeep‘ in mid-air (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Everett Historical

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