Außerdem: IoT ist den Deutschen kein Begriff, Arduino-Basic-Kit für Einsteiger und NeoPixels via Cloud steuern

Inside IoT: JavaScript-Engine, Spielekonsole dank 3D-Druck & biometrisches SDK
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit einer JavaScript-Engine fürs IoT, einer 3D-gedruckten Spielekonsole und einem biometrischen SDK. Außerdem stellen wir ein Arduino-Basic-Kit für Newbies und die Steuerung von NeoPixels via Cloud vor. Erstaunliches Ergebnis einer Studie: „Internet of Things“ ist den meisten Deutschen kein Begriff.

Auch heute haben wir wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things für euch zu vermelden. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

JavaScript-Engine für das IoT

JerryScript ist eine schlanke JavaScript-Engine für das Internet of Things, die für Devices wie beispielsweise Mikrocontroller entwickelt wurde. Um JerryScript zu nutzen, sind weniger als 64 KB RAM und unter 200 KB ROM-Speicherplatz für den Code nötig. Die Engine unterstützt On-Device-Kompilierung und -Execution und bietet Zugriff auf die JavaScript-Umgebung. Wie das Ganze funktioniert, kann man im Wiki nachlesen; die Spezifikationen sind über GitHub downloadbar.

Eigene Spielekonsole dank 3D-Druck

Mithilfe eines Ultimakers 2, eines Autocad 123D und eines Raspberry Pis hat der 14-jährige Rasmus Hauschild eine 3D-gedruckte, portable Spielekonsole entwickelt. Von außen ähnelt das Device dem klassischen Nintendo GameBoy – inklusive farbiger Buttons, Steuerungskreuz und An-/Aus-Button. Im Inneren des Geräts verbirgt sich ein Raspberry Pi, auf dem das Betriebssystem Retropie läuft. Das ermöglicht die Emulation fast jedes Spielsystems aus den Jahren 1977-2003. Die Spiele können direkt auf dem eingebauten Bildschirm gespielt werden, der immerhin eine Auflösung von 480 x 320 Pixel aufweist. Alternativ kann die Konsole auch an einen TV angeschlossen werden. Die Spezifikationen stehen auf Thingiverse unter Creative-Commons-Lizenz zum Download bereit. Einen Einblick in das Projekt gibt folgendes Video:

All you need is LACK

Oftmals ist es ohne Gehäuse schwierig, die richtige Temperatur für den 3D-Druck aufrechtzuerhalten, ohne dass man den Wohnraum überheizt. Bei 40 °C sollte die ideale Temperatur nämlich mindestens liegen. Wer noch auf der Suche nach einer passenden Verpackung für seinen 3D-Drucker ist, sollte sich auf den Weg zu Ikea machen: Zwei Tische der Serie „Lack“ besorgen und los geht’s. User phatima stellt auf insructables.com eine detaillierte Anleitung zum Bau des Lack-Gehäuses mit integriertem Lüfter vor.

Arduino-Basic-Kit für Einsteiger

Ihr wolltet schon immer einmal selbst anfangen, smarte Devices mit dem Arduino zu programmieren und wusstet nicht, wie ihr am besten anfangen sollt? Mit dem Arduino-Basic-Kit für Newbies kann jetzt Abhilfe geschaffen werden. Der Bausatz enthält mehr als 150 Teile, unter anderem natürlich einen Arduino sowie diverse LEDs, Sensoren und Potentiometer. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Versuchsaufbau durchzuführen, um die Projekte vorab zu testen. Und wer nicht weiß, was er überhaupt entwickeln soll: 15 verschiedene Anleitungen für Konzepte liegen bei.

Biometrisches SDK für IoT und Mobile

HYPR, Spezialist für biometrische Sicherheit, hat sein biometrisches Tokenisierungs-SDK für die Integration von Drittanbietern geöffnet. Dadurch, dass das Software Development Kit mit allen biometrischen Devices kompatibel sein soll, wird es Entwicklern und Unternehmen so ermöglicht, das Identity-Management-Tool in jeder Applikation zu implementieren. Das SDK lässt sich beispielsweise zum Fingerabdruckscan und zur Stimm- bzw. Gesichtserkennung nutzen. Zudem verfügt das SDK über Mobile- und Desktop-Client-Libraries wie auch serverseitige Software, um eine durchgehende Tokenisierung zu gewährleisten. So soll die Option geschaffen werden, Nutzer ohne die Übertragung von sensiblen Daten per Internet zu authentifizieren – die biometrischen Daten bleiben offline und somit relativ sicher.

NeoPixels via Cloud mit Particle Core steuern

Mit NeoPixeln lassen sich nicht nur Wearables aufmotzen, sondern zum Beispiel auch Roboter. Die bunten LED-Lampen können in unterschiedlichen Farben leuchten und somit auch Bilder wiedergeben. Im vorgestellten Projekt soll auf einem Particle Core ein lächelnder Smiley aufleuchten, sobald eine fröhliche Emotion via POST-Request an diesen gesendet wird – und ein unglücklicher bei einer traurigen Emotion. Particle Cores sind Mikrocontroller – ähnlich dem Arduino Nano – die WiFi-Module bereits integriert haben und über einen cloudbasierten Service verfügen, mithilfe dessen sich der Core steuern lässt. Wie das Ganze via Cloud-Steuerung und POST-Requests funktioniert, beschreibt Patrick Catanzariti im Artikel „Cloud Connected NeoPixels Using The Particle Core“. Der Code steht auf GitHub zum Download bereit.

Studie: IoT ist den meisten Deutschen nicht bekannt

Das Internet der Dinge ist für 88 Prozent der Deutschen nur eine leere Worthülse. Von Industrie 4.0 haben gerade einmal 18 Prozent der Deutschen etwas gehört, so ein Ergebnis des Sicherheitsreports 2015 der Deutschen Telekom. Einzelne Anwendungsfälle wie die Steuerung der Haustechnik über Mobilgeräte (86 Prozent) oder selbstfahrende Autos (72 Prozent) sind dagegen vielen Deutschen ein Begriff. Den meisten Nutzen versprechen sich die 1.393 Befragten von der smarten Steuerung der Haustechnik. Themen wie Cyberkriminalität machen den Deutschen kaum Sorgen. Am meisten (28 %) fürchten sie sich vor unerlaubten Zugriffen auf das eigene Bankkonto. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie lassen sich als PDF downloaden.

 

Aufmacherbild: video game console on white background (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Berci

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