Außerdem: Telekom und Kumu Networks zeigen 5G-Vollduplexbetrieb

Inside IoT: Hadoop-Storage-Engine Kudu, automatisiertes Fahren als Megatrend & VW Dieselgate
Keine Kommentare

Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit der neuen Hadoop-Storage-Engine Kudu, dem Megatrend automatisiertes Fahren und dem Dieselgate von VW. Außerdem zeigen Telekom und Kumu Networks 5G-Vollduplexbetrieb und tausende medizinische Geräte sind anfällig für Hackerangriffe.

In den letzten Tagen gab es wieder interessante Neuigkeiten über das Internet of Things zu vermelden. Die spannendsten davon finden sich hier.

Kudu: Neue Hadoop-Storage-Engine für Fast Analytics mit Fast Data

Apache Hadoop – das freie, in Java geschriebene Framework für skalierbare, verteilt arbeitende Software – ist einer der Big Player auf dem Big-Data-Markt. Zu den Nutzern gehören unter anderem Facebook, IBM und Yahoo. Es basiert auf dem MapReduce-Algorithmus von Google sowie auf Vorschlägen des Google-Dateisystems und ermöglicht es, intensive Rechenprozesse mit großen Datenmengen auf Computerclustern durchzuführen. Mit immer mehr Use Cases und Anwendungsszenarien für Hadoop, wie Fast Analytics und sich schnell verändernden Daten im Internet of Things, hat sich aber gezeigt, dass eine Lücke im System besteht. Kudu soll diese nun füllen:

Kudu will handle the use cases that require a simultaneous combination of sequential and random reads and writes – such as for real-time fraud detection, online reporting of market data, or location-based targeting of loyalty offers.

Kudu ist ein nativer Storage-Layer, der Fast Analytics und Fast Data kombiniert. Auf diese Weise soll die Entwickler-Experience beim Erstellen von Echtzeit-Analyse-Applikationen innerhalb von sich schnell verändernden Daten vereinfacht werden. Da Kudu eine integrierte Komponente von Hadoop ist, funktioniert es nahtlos mit bekannten Access-Frameworks wie Impala und Spark.

Kudu

Screenshot: http://bit.ly/1LLPy8y

IAA: automatisiertes Fahren als Megatrend

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) hat nach Ansicht von Ericsson das automatisierte Fahren eindrucksvoll als einen Megatrend verdeutlicht. Der Telekommunikationsanbieter erwartet, dass bis zum Jahr 2020 rund 90 Prozent der Neufahrzeuge in Europa vernetzt sein werden. Auch die Bundesregierung hat ihre Strategie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ präsentiert, in der Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Industrie eine deutsche Position zu einer Vielzahl rechtlicher, technischer und wissenschaftlicher Fragen erarbeitet haben. Zudem unterstützt Ericsson das Projekt „Digitales Testfeld Autobahn“ und betrachtet es als als wichtiges Pilotprojekt in Deutschland, um Erkenntnisse rund um das automatisierte und vernetzte Fahren in der Praxis zu gewinnen. Ericsson ist in diesem Zusammenhang Partner des acatech Forschungsprojektes „Neue autoMobilität 2030„. Die Projektgruppe legte zur IAA Nutzungsszenarien für den automatisierten Straßenverkehr im Jahr 2030 vor und benannte dafür notwendige Voraussetzungen.

„Dieselgate“ – Software in Autos wird zum Schwachpunkt

Der Dieselgate von VW bestimmt die Schlagzeilen – auch auf der IAA: Rund elf Millionen Fahrzeuge des Autobauers wurden mit der illegalen Software zur Manipulation von Diesel-Abgaswerten ausgestattet. VW hat zugegeben, eine Software eingesetzt zu haben, die den Ausstoß von schädlichen Abgasen auf dem Prüfstand drosselt, im Normalbetrieb aber nicht. Die betroffenen Autos sollen im Realbetrieb das bis zu 40-Fache des zugelassenen Stickoxid-Grenzwerts ausstoßen. Der Skandal zeigt, dass smarte Autos nicht nur Ziel von Hackern sind, sondern dass auch Automobilhersteller hierbei eine Chance zur Manipulation sehen:

The German automaker got away with this trick for years because it was hidden in lines of code. It was only after investigations by environmental groups and independent researchers that Volkswagen’s deception came to light.

Doch nicht nur die Manipulation von Code zum besseren Abschneiden in Tests kann gefährlich werden: Fehler im Softwarecode können aus Nutzersicht schnell gefährlich werden und schlimmstenfalls tödlich enden. 2007 gab es beispielsweise einen schweren Unfall mit einem Toyota Camry, bei dem das elektronische Beschleunigungs- und Bremssystem aufgrund von Bugs im Code versagte. William Whyte, Chief Scientist bei Security Innovation, sieht die derzeitige Entwicklungsstrategie bei Automobilherstellern aus diesem Grund kritisch:

Yes there are 100 million lines of code and many of those were written before the cars were networked at all. Once you have a system on the road that works, there’s a lot of incentive not to change that.

Im Video unterhalten sich William Whyte, Joshua Corman, CTO von Sonatype und Chris Poulin, Research-Stratege bei IBM X-Force, über Security und Privacy bei Connected Cars:

Telekom und Kumu Networks zeigen 5G-Vollduplexbetrieb

Im Rahmen des Innovationslabors 5G:haus prüft die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus Forschung und Industrie mögliche Technologiebausteine von 5G. Das 5G:haus hat zusammen mit Kumu Networks den weltweit ersten Feldversuch für SIC-Technologie (Self-Interference Cancellation) abgeschlossen. Die Selbstinterferenzunterdrückung ist eine potenzielle 5G-Technologie, die auf ein und demselben Frequenzband eine Kommunikation im Vollduplexbetrieb ermöglicht. Sie soll das Problem lösen, gleichzeitig auf identischen Frequenzen Signale zu senden und zu empfangen, und damit die spektrale Effizienz erheblich verbessern. Die möglichen Anwendungsgebiete der Kommunikation im Vollduplexbetrieb sind vielfältig – im Grundsatzpapier der NGMN-Allianz wird IBFD (In Band Full Duplex) bereits zum Technologiebaustein für 5G erklärt.

Tausende medizinische Geräte anfällig für Hackerangriffe

Bereits im August berichteten wir über die potenzielle Gefahr des Internet of Things für das Gesundheitswesen: Die US-Gesundheitsbehörde FDA warnte vor einer kritischen Schwachstelle bei Medikamentenpumpen der Firma Hospira. Nun verkünden die beiden Sicherheitsforscher Scott Erven und Mark Collao, dass mehrere tausend medizinische Systeme anfällig für Hackerangriffe sind. Darunter befinden sich unter anderem Magnetresonanztomographen, Herzschrittmacher, Infusionssysteme und nuklearmedizinische Systeme. Auf diese Weise können nicht nur Daten gestohlen werden, sondern Hacker können direkten Schaden an Patienten anrichten. Viele der gefundenen Schwachstellen wurden bereits an die entsprechenden Hersteller weitergegeben, die sie in die höchste Risikokategorie einstuften. Da viele medizinische Geräte noch auf Windows XP laufen und oftmals über kein Virenprogramm verfügen, sind sie leichte Beute für Angreifer. In einem ausführlichen Video berichten die beiden Forscher über ein paar der gefundenen Schwachstellen:

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

Python Summit 2019

Daten analysieren und transformieren mit Python

mit Doniyor Jurabayev (Freelancer)

Advanced Flow Control

mit Oz Tiram (noris network AG)

Aufmacherbild: Big male kudu antelope (Tragelaphus strepsiceros) against a blue sky (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: EcoPrint

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -