Außerdem: Gartner prognostiziert sechs Milliarden verbundene Geräte 2016

Inside IoT: Neues vom Digitalen Testfeld Autobahn, 6. Sinn für Smartwatch & Mobile Payment
Kommentare

Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Sicherheitstests auf dem Digitalen Testfeld Autobahn, sechs Milliarden mit dem Internet verbundenen Geräte in 2016 und eine Smartwatch bekommt den sechsten Sinn. Außerdem geht es um Mobile Payment mit tap-it und dem Mobilgerät der Zukunft, Lineform.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Sicherheitstests auf dem Digitalen Testfeld Autobahn

Nachdem Anfang September das Projekt „Digitales Testfeld Autobahn“ auf der A9 offiziell eröffnet wurde, haben Continental, die Deutsche Telekom AG, das Fraunhofer ESK sowie Nokia Networks erste Sicherheitsanwendungen auf der Teststrecke demonstriert. Die Projektpartner zeigten, wie die Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen über das LTE-Mobilfunknetz in Zukunft funktionieren könnte. Um extrem geringe Übertragungszeiten von unter 20 Milisekunden zu ermöglichen, wurde ein Abschnitt des Telekom-Netzes mit der sogenannten Mobile-Edge-Computing-Technik von Nokia Networks ausgestattet und um eine vom Fraunhofer ESK entwickelte Positionsbestimmung erweitert. Zusammen mit der von Continental entwickelten Schnittstelle zur Fahrzeugelektronik sollen sich so verschiedene Anwendungen realisieren lassen, die das Fahren sicherer machen sollen.

Der Digitalisierung des Automobilbereichs als Anwendungsfeld kommt dabei gerade in Deutschland eine wichtige Rolle zu. Die Kommunikation muss hier fast verzögerungsfrei erfolgen.

Gerade die neue Technologie von Nokia Networks könnte entscheidend sein: Mobilfunk-Basisstationen werden durch Cloudlets ergänzt, die dafür sorgen, dass die Kommunikation lokal innerhalb der jeweiligen Funkzelle stattfinden kann. So können die Übertragungszeiten stark verkürzt werden – ohne diese Technik dauert die Übertragung in LTE-Netzen bestenfalls hundert Milisekunden. Diese Entwicklung könnte ein weiterer Schritt in Richtung 5G sein.

Prognose: 6 Milliarden verbundene Geräte 2016

Analyst Gartner hat eine neue Prognose für das Internet of Things aufgestellt: 2016 sollen 6,4 Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sein. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist das ein Wachstum von 30 Prozent – und dieses Wachstum soll anhalten: 2020 werden, so Gartner, 20,8 Milliarden Geräte connected sein. 2016 werden somit jeden Tag 5,5 Millionen neuer „Things“ mit dem Internet verbunden sein. Zudem sollen 2016 ins Internet of Things rund 235 Milliarden Dollar fließen. Im Verbrauchersektor sollen im nächsten Jahr etwa vier Milliarden verbundene Dinge in Gebrauch sein; 2020 sogar 13,5 Milliarden.

Gartnet IoT-Prognose

Quelle: Gartner (November 2015)

Smartwatch bekommt sechsten Sinn

Wearables könnten sich bald noch mehr über die Nutzungssituation des Trägers in Erfahrung bringen: Mit einer neuen Sensor-Technologie, die elektromagnetische Wellen überträgt, soll es möglich sein, zu messen, welche Objekte Nutzer berühren. Denn fast jedes Objekt entsendet kleine Mengen von elektromagnetischem Rauschen, das – für uns nicht spürbar – von unserem Körper aufgenommen wird. Durch eine Modifizierung der entsprechenden Hardware ist es Forschern von Disney Research und der Carnegie Mellon University gelungen, eine smartere Smartwatch zu entwickeln: EM-Sense soll genau bestimmen können, was man anfasst. Anhand der elektromagnetischen Ströme kann die Watch die unterschiedlichen Geräte zuordnen und soll so erkennen, ob man zum Beispiel gerade Auto fährt oder sich die Zähne putzt. Darauf abgestimmt könnte die Smartwatch etwa beim Fahren die Anzahl der Benachrichtigungen verringern oder beim Zähneputzen einen Timer starten.

Mobile Payment mit tap-it

Ein weiterer Player auf dem Markt des Mobile Payment nimmt sich dem liebsten Spielplatz der Deutschen an: das Fußballstadion. Mit der Wallet-App tap-it kann nicht nur die Stadionwurst oder das Bier bezahlt, sondern auch Coupons und Gutscheine verwaltet werden. Auch ohne Internetverbindung ist die Zahlung dank NFC-Technologie möglich und wird ab 22. November im Stadion des 1. FC Kaiserslautern eingesetzt. Über die angeschlossene Bezahlkarte Justpay, die bereits in fast allen Fußballstadien Deutschlands in Einsatz ist, kann Geld aufgeladen werden. Die App kann ab 17. November im Play Store heruntergeladen werden und wird zunächst nur für Android-Geräte verfügbar sein.

Lineform – das Mobilgerät der Zukunft?

Der schlangenförmige Roboter Lineform könnte das nächste große Ding unter den Mobilgeräten sein – zumindest, wenn es nach dessen Entwicklern geht. Armband mit Erinnerungsfunktion, Telefon, Lampenhalter, Lineal, Kabel – Lineform soll praktisch alles sein können. Die Forscher der Tangible Media Group nennen die Erfindung ein „Shape Changing Interface“. Lineform erinnert an eine Roboterschlange aus beweglichen Gelenken, die mit schwarzem Stoff umwickelt ist. Das Gerät kann auf diese Weise seine Form ändern, auf Nutzereingaben reagieren und haptische Signale abgeben. Ein genaueres Bild der Einsatzmöglichkeiten macht sich am besten jeder selbst mit folgendem Video:

Die Zukunft

Kein Kommentar, nur anschauen:


Aufmacherbild: Telling the future (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Everett Collection

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -