Außerdem: Beacons im Einzelhandel und Amazon Kinesis Firehose

Inside IoT: Raspbian-Upgrade „Jessie“, Mobilität 4.0 und der Bud-E-Fridge
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit News aus dem Raspberry-Pi-Universum, neuen Kooperationen im Bereich Mobilität 4.0 und Vorteilen im Einzelhandel durch Beacons. Außerdem hat Amazon den Service Kinesis Firehose gestartet und Bud Light stellt den ersten smarten Bierkühlschrank der Welt vor.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Raspberry-Pi-News: Raspbian Jessie und Update des Scratch-Systems

Die Entwickler hinter Raspberry Pi waren fleißig, weswegen wir euch die neue Version von Raspbian – Jessie – sowie das Update des Scratch-Systems vorstellen können. Jessie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es direkt auf das Desktop-GUI bootet und nicht wie zuvor auf die Linux-Kommandozeile. Zudem wurde das User Interface auf Version 3 des GTK+ UI-Toolkits aufgewertet, was die Benutzeroberfläche moderner erscheinen lassen soll. Auch Office-Applikationen wurden verbessert, um dem Raspberry Pi mehr Eigenschaften eines Standard-Computers zu verleihen: Ein Textverarbeitungsprogramm (LibreOffice) und ein E-Mail-Client (Claws Mail) wurden hinzugefügt. Alle weiteren Informationen zu Änderungen und Verbesserungen des Major-Upgrades finden sich im Raspberry-Pi-Blog; Jessie steht bereits zum Download bereit.

Gleichzeitig mit dem Release von Jessie wurde auch eine neue Version der Programmiersprache Scratch veröffentlicht. Das Update soll eine immense Geschwindigkeitssteigerung mit sich bringen sowie einen eingebauten GPIO-Server. Der Geschwindigkeitszuwachs ergibt sich aus der Modernisierung des Scratch-Codes, der nun auf einem Squeak-Smalltalk-System läuft und so bis zu zehnmal schneller sein soll. Durch den neuen GPIO-Server soll es Nutzern erleichtert werden, Scratch an die GPIO-Pins des Raspberry Pis anzuschließen – der Server ermöglicht Zugriff auf die Pi-Kamera, IP-Adresse, Datum und Zeit.

Neuigkeiten im Bereich Mobilität 4.0

Die Vision der Mobilität 4.0, des intelligent gesteuerten Verkehrs, kommt näher: Siemens und der niederländische Chip-Spezialist NXP arbeiten gemeinsam an der Vernetzung von Fahrzeugen und der sie umgebenden Verkehrsinfrastruktur. Siemens will weltweit spezielle Funkmodule an Ampeln und Schildern einsetzen, die beispielsweise Warnungen vor Staus oder Baustellen an intelligente Fahrzeuge übermitteln. Die Funksätze kommen von NXP und sollen auch in Ampelsystemen direkt eingesetzt werden: So soll der Verkehr flüssiger geregelt werden und auch auf Ausnahmesituationen wie Notarzteinsätze reagieren können. Erstmals sollen die Ergebnisse der Kooperation auf dem Digitalen Testfeld Autobahn zum Tragen kommen, der Masseneinsatz wird für Ende 2016 erwartet.

Auch der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) hat Neues zu berichten: Der VDA ist der Initiative EEBus beigetreten und will bei der Vernetzung von Smart Home und Fahrzeugen mitwirken. Ziel von EEBus sind Standards, mit denen Geräte verschiedener Anbieter problemlos miteinander kommunizieren können. Durch die Verbindung der beiden IoT-Komponenten sollen Autos deutscher Hersteller einfacher mit der Technik im vernetzten Zuhause kommunizieren können. So sollen etwa Einträge im Kalender und Eingaben im Navigationssystem abgeglichen werden oder auf der Fahrt nach Hause die Heizung angestellt werden. Elektroautos sollen zudem zu fahrenden Energiespeichern im Smart Grid werden – also nur dann geladen werden, wenn ausreichend Energie vorhanden ist und diese bei Überschuss, etwa durch Windkraft, zeitweise speichern.

Einzelhändler sehen Vorteile durch Beacons

Obwohl der Einzelhandel schneller als andere Branchen in der Adaption von IoT-Devices und –Applikationen ist, sind Beacons dennoch eine Seltenheit: Nur rund 29 Prozent aller Retailer weltweit nutzen bereits Beacons in ihren Läden. Allerdings zeigt sich, dass die Einzelhändler, die Beacons nutzen, auch sehr zufrieden mit ihnen sind. Laut einer Umfrage von Retail Touch Points sind sieben von zehn Händlern in der Lage, Kundenwege nachzuverfolgen und auszuwerten. Auf diese Weise konnte – so die Umfrage – das Verständnis für Kaufentscheidungen und Anordnung von Produkten verbessert werden. Zudem glaubt ein Großteil, dass Beacons Kunden dazu bringen, mehr und zielgerichteter einzukaufen.

Diesen Trend macht sich jetzt auch die Schweizer Bahn zunutze: Im Zürcher Hauptbahnhof werden rund 1.200 Bluetooth-Funksender verbaut, mithilfe derer sich Bahnreisende durch den Bahnhof navigieren lassen können. Über die zugehörige App „Mein Bahnhof“ sollen Reisende auch ihre Zeit im Zug sinnvoll nutzen: Per SBB SpeedyShop – eine Kooperation zwischen Schweizer Bundesbahn und Supermarktkette Migros – sollen Nutzer während der Bahnfahrt ihren Supermarkteinkauf erledigen und diesen anschließend an einer Abholstation am Zielbahnhof abholen.

Amazon Kinesis Firehose bringt Daten aus dem Internet of Things zu AWS

Auf Amazons re:Invent-Konferenz am Mittwoch stellte Andy Jassy, Chef von Amazon Web Services, unter anderem den neuen Service Amazon Kinesis Firehose vor. Der Dienst soll Unternehmen dabei helfen, Daten von allen Gerätetypen im Internet of Things in den Amazon-Web-Services-Speicher zu laden. Durch die Nutzung eines PUT-API-Calls an Firehose wird der gesamte Datenstream in die AWS-Cloud geladen und von da aus an die ausgewählten Speicherdienste verteilt. Firehose ist darauf ausgelegt, elastisch im Verhältnis zur Datenmenge zu skalieren, sodass Firmen keine weiteren Speicherinstanzen zufügen müssen. Sind die Daten einmal innerhalb von S3 oder Redshift angekommen, können sie mit anderen Amazon-Produkten verbunden werden, sodass sich Echtzeit-Analysen und -Kampagnen über einen einzigen Service durchführen lassen. Mit dem Dienst tritt Amazon in Konkurrenz zu Microsoft Azures IoT Suite.

Etwas Gutes kommt auf uns zu: Der smarte Bierkühlschrank von Bud Light

Es gibt tausende von Smart-Home-Produkten, die unser Leben leichter machen sollen: Lampen, Thermostate, der Dash-Button. Doch das wohl wichtigste Gerät wurde bislang außen vor gelassen: ein intelligenter Bierkühlschrank. Dank Bud Light ändert sich das nun: Der Bud-E Fridge ist der erste vernetzte Bierkühlschrank der Welt. Das Device übermittelt Echtzeit-Informationen über die Anzahl der verbleibenden Bierflaschen oder wann der Gerstensaft die perfekte Temperatur erreicht hat. Steht ein Sportereignis bevor, erinnert der smarte Kühlschrank den Besitzer daran, den Biervorrat aufzustocken – eine Push-Nachricht wird aber auch bei generellem Biernotstand aufs Smartphone verschickt. 78 Flaschen sollen in den Kühlschrank passen – nun folgt aber die schlechte Nachricht: Der Bierkühlschrank ist derzeit nur in Kalifornien erhältlich.

ML Conference 2019

Workshop: Machine Learning 101++ using Python

mit Dr. Pieter Buteneers (Chatlayer.ai)

Honey Bee Conservation using Deep Learning

mit Thiago da Silva Alves, Jean Metz (JArchitects)

Python Summit 2019

Daten analysieren und transformieren mit Python

mit Doniyor Jurabayev (Freelancer)

Advanced Flow Control

mit Oz Tiram (noris network AG)

Aufmacherbild: Tabletop experiment with Raspberry Pi and home-brewed circuit with some of the LEDs on (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: goodcat

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