Inside IoT: Smart Home und tragbare Leuchtsignale
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Wearable Beacons und Smart Home am Handgelenk. Außerdem: Raspberry-Pi-Konfiguration für Einsteiger und was läuft eigentlich auf dem Smartwatch-Markt falsch?

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

What‘s wrong with wearables?

Diese Frage stellen sich viele Marktbeobachter zurzeit. Vor allem die Apple Watch macht momentan durch angeblich „katastrophale“ Umsatzzahlen von sich reden: Wurden in den USA im April 2015 noch 35.000 Watches täglich verkauft, sind es im Juli nur noch rund 2.500. Wie Marktanalyst Slice mitteilt, macht das einen Rückgang von 90 Prozent aus. Aber auch nur etwa 720.000 Android-Wear-Devices wurden im zweiten Halbjahr 2014 verkauft. In einem Blogpost stellt Clinton Stark fünf mögliche Gründe vor, warum Wearables – im Besonderen Smartwatches – sich nicht auf dem Markt durchsetzen: Sie seien zu teuer und zu kompliziert, böten keine besonderen zusätzlichen Funktionen gegenüber einem Smartphone, hätten keinen Fashion-Charakter und seien schließlich ein Accessoire, aber keine neue Marktchance. Stark stellt die These auf, dass nur 25 Prozent der Smartphone-Nutzer eine Smartwatch kaufen werden.

Wearable Beacon

Matt Martin, Student der Auckland University of Technology, untersuchte für seine Masterarbeit die Adaption innovativer Technologie und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Dafür hat er ein Embedded-Shirt entwickelt, das aufleuchtet, wann immer ein digitales Device in der Nähe ist. Dies soll die Aufmerksamkeit auf versteckte Geräte im öffentlichen Raum lenken:

The result attempts to provoke questions into how we see this technology behaving with people. It is not focused on its literal function, but how it functions at getting a response and direction out of people who see it in action.

Um Devices aufzuspüren und den Animationseffekt zu kreieren, hat Martin einen Arduino Mega, einen Arduino Yún und ein Bluetooth-Modul verwendet, die von zwei LiPo-Batterien (5 und 9 Volt) versorgt werden. Am Shirt befestigt sind 1.056 LEDs. In folgendem Video könnt ihr euch ein Bild vom Wearable-Beacon-Shirt machen:

Smart Home am Handgelenk

HomeMatic, eine Plattform für Smart-Home-Geräte und –Lösungen, kann nun per Apple Watch gesteuert werden. Die App ist Bestandteil der pocket control HM-App und stellt die zuvor auf dem Smartphone definierten Einstellungen auf der Smartwatch dar. So können die einzelnen Devices direkt per Apple Watch bedient werden. Auch Push-Mitteilungen, wie beispielsweise Alarm- und Servicemeldungen, von der HomeMatic-Zentrale werden auf die Watch übertragen. Zudem kann der User die App auf für ihn wichtige Steuerungsfunktionen einschränken und eigene Aktionen sowie Systemvariablen erstellen. Ebenso lassen sich komplette Szenarien, die auf dem iPhone eingestellt sind (etwa „alle Lichter ausschalten“), über die Apple Watch ausführen. Ob das den Absatz der Smartwatch positiv beeinflusst?

Raspberry-Pi-Setup in zwei Minuten

Der Raspberry Pi bietet Entwicklern einen einfachen Einstieg in die Welt des Internet of Things. In einem zweiminütigen Video zeigt Oracle ACE-Director Luc Bors, wie man den kleinen Computer konfiguriert:

Darauf aufbauend beschäftigt sich das Video „GrovePi+ Starter Kit“ mit den Sensoren des Grove Pi und den damit verbundenen Möglichkeiten:

Bors will in Vorbereitung auf den IoT-Hackathon in Utrecht im September noch weitere Videos posten. Die ausführlichen Anleitungen zu seinen Tipps finden sich auf seinem Blog.

Ivan – Home Security, Panik-Button & Remote Control fürs IoT

Wir sind bei Indiegogo auf ein interessantes Projekt gestoßen, das noch Unterstützung sucht: Ivan. Das Device soll es ermöglichen – eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne vorausgesetzt –Home Security und Home Automation zu vereinen.

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Ivan_PressImage_4 © goio.co

Über einen eingebauten PIR-Sensor reagiert Ivan auf Bewegungen und meldet einen Eindringling per Push-Nachricht. Zudem verfügt das Gerät über einen Panik-Knopf, der bei Betätigung eine Hilfenachricht an zuvor ausgewählte Empfänger verschickt. Des Weiteren ist es möglich, per IFTTT und neun frei definierbarer Buttons verschiedene Devices zu bedienen. Ivan kann so beispielsweise Lichter ausschalten oder Türen verriegeln. Für Entwickler bietet Ivan auch interessante Möglichkeiten: Über den USB-Port lässt sich die Firmware durch den Code des Developers oder das generische Build von particle.io ersetzen.

 

Aufmacherbild: Dramatic picture of man during a storm von Shutterstock (modifiziert) / Urheberrecht: Anastasios71

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