Außerdem: Kontaktloses Bezahlen mit Swatch und Visa

Inside IoT: SSH-Schwachstelle bei Raspberry Pi, Amazon-Drohne & Google-Patent für autonomes Fahren
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit einer SSH-Schwachstelle in Raspberry Pi, neue Air Prime Drohne von Amazon und Google-Patent für die Kommunikation zwischen autonomen Autos und Passanten. Außerdem entwickeln Swatch und Visa eine Uhr zum kontaktlosen Bezahlen, wir erklären, wie IoT und DIY zusammenpassen und werfen einen Blick auf JavaScript & das Internet of Things im Jahr 2015.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Raspberry Pi: SSH-Schwachstelle gefunden

Nutzer des Raspberry Pi könnten Opfer einer Schwachstelle werden: Das Betriebssystem generiert schwache und vorhersagbare SSH-Keys. Laut Entdecker oittaa liegt das daran, dass der Hardware-Zufallsnummerngenerator nicht automatisch aktiviert ist. Beim Raspbian werden so beim ersten Boot berechenbare SSH-Host-Keys erstellt.
Zudem gibt Raspbian eine falsche Boot-Sequenz aus, die dazu führt, dass zu wenige Daten ausgegeben werden. Ist das OS so eingestellt, dass SSH-Host-Keys direkt beim Start generiert werden, stellt es berechenbare Werte zusammen, die wesentlich unsicherer sind als normale SSH-Daten.

As soon as the systems starts up systemd-random-seed tries to seed /dev/urandom, but /var/lib/systemd/random-seed is missing, because it hasn’t been created yet. /etc/rc2.d/S01regenerate_ssh_host_keys is executed, but /dev/urandom pool doesn’t have that much entropy at this point and predictable SSH host keys will be created.

Die Raspbian- und Raspberry-Pi-Projekte haben allerdings bereits eine Lösung veröffentlicht, die die Schwachstelle schließen soll.

Amazon stellt neue Air Prime Drohne vor

Noch im Jahr 2013 wurden Amazons Pläne zur Paketauslieferung via Drohne müde belächelt. Nun hat der Online-Riese ein Video vorgestellt, in der eine seiner Drohnen in Aktion zu sehen ist. Das Fluggerät erreicht laut Amazon im vertikalen Modus eine Höhe von rund 120 Metern, wechselt dann in den horizontalen Modus und kann auf diese Weise eine Strecke von bis zu 24 km zurücklegen. Während dem Flug nutzt die Drohne „sense and avoid technology„, um Zusammenstöße mit anderen Flugobjekten zu vermeiden. Das Paket wird dabei in einem quadratischen Fach transportiert. Wann die erste Lieferung per Drohne zu erwarten ist, ist aber noch nicht bekannt. Das Video – präsentiert vom ehemaligen Top Gear-Moderator Jeremy Clarkson – zeigt den gesamten Lieferprozess:

Google-Patent: Autonome Autos „sprechen“ mit Fußgängern

Normalerweise verständigen sich Passanten und Autofahrer per Blickkontakt oder Handzeichen. Was geschieht aber, wenn kein Fahrer am Steuer sitzt? Google hat bereits 2012 ein Patent beantragt, das zeigt, wie autonome Fahrzeuge mit Fußgängern kommunizieren könnten. Dafür werden Bildschirme am Auto angebracht, die beispielsweise „Stopp“ oder ein Verkehrszeichen anzeigen. Auch denkbar ist ein Lautsprecher-System, das per Ansage die Passanten darauf aufmerksam macht, dass sich ein Auto nähert. Wie das Informationssystem genau funktioniert, ist nicht näher bekannt – es scheint aber dem von Nissan vorgestellten System zu ähneln.

© Google

© Google

Kontaktloses Bezahlen mit Swatch und Visa

Konkurrenz für Apple Pay und Co.: Swatch, der Schweizer Weltmarktführer im Uhrenbereich, arbeitet gemeinsam mit Visa an einer Uhr mit Bezahlfunktion. Anfang 2016 sollen Nutzer die Uhren erwerben und mit ihnen weltweit an allen Visa-NFC-Terminals zahlen können. Bei dem Bellamy-Modell handelt es sich allerdings nicht um eine Smartwatch: Es ist keine Verwaltung per Smartphone vorgesehen und auch eine Erfassung von Fitness- oder Sensordaten ist nicht möglich. Die Uhr mit NFC-Bezahlfunktion ist ein Versuch, traditionelle Uhrentechnik mit moderner Technik und digitalen Bezahlverfahren zu kombinieren. Zuerst soll die Watch für rund 80 Euro in China auf den Markt kommen, danach ist eine Markteinführung in der Schweiz und den USA geplant.

Wie passen IoT und die Maker-Kultur zusammen?

Das wollte nextMedia.Hamburg, die Standortinitiative für die Medien- und Digitalwirtschaft, wissen. Welches Potenzial die beiden Trendthemen bieten und wie sich das auch auf die Produktionsketten auswirken kann, erklären Marius Schmeding vom Hamburger Startup Skybus sowie Axel Sylvester und Astrid Lorenz vom Fab Lab Fabulous St. Pauli e.V. in der aktuellen Episode des Videoformats Backyard TV:

JavaScript & das Internet of Things

Nicht allein das Internet of Things hat sich in diesem Jahr erneut rasant weiterentwickelt, sondern auch JavaScript. Mit der Programmiersprache und ihren Abwandlungen lassen sich einige spannende Projekt im IoT realisieren, die Patrick Catanzariti in einem Blogpost zusammengefasst hat. Zu den vorgestellten Projekten zählen Experimente mit dem Mikrocontroller Tessel 2, der Augmented-Reality-Plattform OpenHybrid, der JavaScript-Engine JerryScript und dem Framework IoT.js von Samsung. Außerdem werden Particle, Microsoft Windows 10 IoT Core, der IFTTT Maker Channel und vieles mehr präsentiert. Es gibt also viel zu tun für alle (JavaScript)Entwickler!

 

Aufmacherbild: Raspberries, Dried on the Bush (modifiziert) von Shutterstock/ Urheberrecht: Black Hill Design

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