Außerdem: IoT-Messgerät mit Arduino und IFTTT, IoT-Plattform Predix von GE und ein selbstfahrendes Web-Game

Inside IoT: Krankenkassenzuschuss für Apple Watch, selbstfahrende Autos & IoT-Kühe
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit der Bezuschussung der Apple Watch, Precision Farming und der IoT-Plattform Predix von General Electric. Außerdem stellen wir das neue Dreamteam Windows 10 & Raspberry Pi vor und zeigen eine Anleitung zur Entwicklung eines IoT-Messgeräts.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Krankenkassen bezuschussen Apple Watch & Co.

Die Frage, ob Wearables nun eine sinnvolle Ergänzung fürs tägliche Leben und die eigene Gesundheit sind, beantworten Deutschlands Krankenkassen ganz klar mit „Ja“. Einige Kassen, darunter TK, DKV und AOK Nordost, bezuschussen nun die Anschaffung von Fitnesstrackern – und dazu zählt auch die Apple Watch. Rund 50 Euro Zuschuss sind momentan drin; die TK plant die bereits verfügbare Gesundheitsdividende von bis zu 250 Euro auch auf Smartwatches auszuweiten. Andere Krankenkassen zeigen sich noch zurückhaltend und verweisen darauf, dass ein Kauf an sich kein Beitrag zu einer gesünderen Lebensweise sei. Spannend dürfte auch sein, wie die Kassen mit den übermittelten Daten umgehen und ob daran die Förderung gebunden ist – eine Sprecherin der DKV traf dazu folgende erstaunliche Aussage:

Wir wollen keine Daten sehen, sondern nur, dass unser Mitglied das gekauft hat.

Wir sind gespannt, wie diese Geschichte weiter geht!

Windows 10 IoT Core & Raspberry Pi = Dreamteam

Mit dem Release von Windows 10 in der letzten Woche hat Microsoft, wie angekündigt, zugleich Betriebssystemversionen für das Internet of Things geliefert: Windows 10 IoT Core. Es handelt sich hierbei um keine Vollversion von Windows 10, sondern legt den Fokus auf die Versorgung von Embedded-Systemen. Wer eine Alternative zu gängigen Methoden der IoT-Entwicklung sucht, könnte mit diesem OS seine Freude haben. Wie man das Betriebssystem auf einem Raspberry Pi zum Laufen bekommt und dabei auch noch eine schicke IoT-App entwickelt, zeigt Patrick Catanzariti in einer ausführlichen Anleitung.

IoT-Messgerät mit Arduino, Yaler & IFTTT

Erinnert ihr euch noch an die Weasley-Uhr aus Harry Potter, die anzeigt, an welchem Ort man sich befindet? Ein ganz ähnliches Device lässt sich mithilfe von Arduino, Yaler und IFTTT konstruieren. User tamberg zeigt, wie man ein internetfähiges, arduino-basiertes Messgerät mit REST API für das Internet of Things baut. Über den yaler.net-Relay-Service wird das Gerät mit IFTTTs Maker Channel verbunden, sodass Entwickler ihrem Projekt WebHooks zufügen können. Design und Code sind generisch, sodass das Gerät auch beispielsweise zur Anzeige des Wetters genutzt werden kann. Die ausführliche Anleitung kann man auf dem Instructables Blog nachlesen.

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Screenshot: http://bit.ly/1IrBlrX

Wenn das IoT Kühe kontrolliert: Precision Farming

Bei Apps denkt man normalerweise erst einmal an Anwendungen, die auf das Privatleben gemünzt sind – beispielsweise Apps zur Steuerung des eigenen smarten Heims, Shopping- oder Dating-Apps. An Kühe oder Schweine wird man eher keinen Gedanken verschwenden. Allerdings sind digitale Anwendungen aus der Landwirtschaft bereits heute nicht mehr wegzudenken. Es gibt unzählige Apps, die Agrarbetrieben die Arbeit erleichtern: So werden beispielsweise Halsbänder für Kühe verwendet, die ein Bewegungsprofil des Tieres erstellen. Anhand dieses lässt sich ablesen, wann eine Kuh brünstig ist und es sich lohnt, einen Besamungstechniker zu bestellen. Andere Apps analysieren z. B. den Milchfluss und liefern Informationen über den Gesundheitszustand der Tiere. Außerdem gibt es automatische Fütterungssysteme und digitale Temperaturregler für die Geflügelzucht. Auch vorm Ackerbau macht die digitale Revolution nicht halt: Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, äußert sich wie folgt:

In den Cockpits moderner Mähdrescher befinden sich inzwischen mehr Computer als man für die Mondlandung brauchte.

Diese Entwicklung eröffnet Herstellern einen stetig steigenden Absatzmarkt: Die Roland Berger-Studie „Business opportunities in Precision Farming: Will big data feed the world in the future?“ konstatiert, dass das globale Marktvolumen für Precision Farming Ende 2014 bei 2,3 Milliarden Euro lag. Bis 2020 soll die intelligent gesteuerte Landwirtschaft um rund 12 Prozent jährlich wachsen.

General Electric stellt IoT-Plattform Predix vor

General Electrics möchte seine IoT-Plattform Predix erweiten, um Industriekunden Platform-as-a-Service (PaaS) anbieten zu können. Die Cloud-Lösung legt besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Daten: So soll Predix Maschinendaten in Echtzeit analysieren, verwalten und speichern. Außerdem soll Nutzern mit der Anwendung Predictive Analytics die Möglichkeit gegeben werden, Anomalien im Netzwerk zu entdecken und diese gegebenenfalls zu isolieren. Ausgerichtet ist die IoT-Plattform auf Branchen wie Gesundheitswesen, Luftfahrt, Transportwesen und Versorgung.

Web-Game: Warum selbstfahrende Autos besser sind

Diverse Studien belegen, dass selbstfahrende Autos im Durchschnitt sicherer sind als die, die von Menschen gesteuert werden. Aber wie genau muss man sich das Ganze vorstellen? Die Entwickler Mark Backler und Peter Cardwell-Gardner haben das Web-Game „Error-Prone“ entwickelt, das die Gefahren von überfüllten Straßen und die Vorteile von autonomen Fahrzeugen aufzeigt. Das Spiel demonstriert – extrem vereinfacht – die Sicherheits- und Geschwindigkeitsvorteile, die selbstfahrende Autos aufweisen.

Aufmacherbild: A curious dairy cow stands in her pasture (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Modfos

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