Außerdem: IoT-Challenge mit Samsung ARTIK Cloud

Inside IoT: Microsoft unterstützt .NET-Standard OPC UA Stack & ADC-Board für BeagleBone von Google
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute: Microsoft unterstützt den .NET-Standard OPC UA Stack, Google hat ein ADC-Board für BeagleBone veröffentlicht und hackster.io ruft zur IoT-Challenge mit der Samsung ARTIK Cloud auf. Außerdem: die Frage, ob die Apple Watch ein Flop ist, Honda & Softbank bauen ein sprechendes Auto und bargeldloses Bezahlen ist im Trend.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Industrie 4.0: Microsoft unterstützt .NET-Standard OPC UA Stack

Im Bereich IoT möchte Microsoft Standards und Interoperabilität weiterentwickeln. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Industrie und dem M2M-Protokoll OPC Unified Architecture, kurz OPC UA.

Mit diesem Industrie-4.0-Standard soll es möglich sein, Maschinen sicher und zentral aus der Cloud zu steuern. Vor kurzem wurde bereits die Integration des OPC-UA-Open-Source-Stacks mit Azure IoT und der Universal Windows Platform angekündigt.

Nun hat Microsoft der OPC Foundation einen .NET-Standard-Referenz-Stack zur Verfügung gestellt und auf GitHub Open Source veröffentlicht. Der Stack erleichtert die Entwicklung von OPC UA Clients, Servern und Publishern (zum Senden von Telemetrie-Daten in die Cloud). So lassen sich plattformübergreifend cloudfähige OPC-UA-Anwendungen mit einer Quellcodebasis entwickeln. Zudem enthält die Referenz Beispielprogramme für .NET, .NET Core und die Universal Windows Platform (UWP).

ADC-Board für BeagleBone von Google

Ein Signal zu messen, ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Das musste auch das Google-Team nach zahlreichen Versuchen mit Schaltkreisen, Transistoren und Widerständen erleben. Das Signal zu digitalisieren erleichtert die Arbeit dann doch immens. Dabei hilft ein Analog-Digital-Umsetzer (ADC) in Verbindung mit einem digitalen Signalprozessor. Zwar gibt es zur Digitalisierung eines Signals bereits einige Standardlösungen, doch die benötigen entweder eine hohe Rechenleistung oder haben zu wenig Speicher und sind zu langsam.

Dieses Problem brachte das Google-Team auf den BeagleBone und sein System-on-a-Chip mit zwei programmierbaren Echtzeit-Einheiten (PRU). Damit ist es möglich, die PRUs zum Auslesen eines externen ADC zu nutzen, während die CPU einen Zugriff auf die Daten erlaubt. Das Resultat dieser Bemühungen ist das quelloffene BeagleBone-Cape PRUDAQ. Damit sind gleichzeitiges Sampling und hohe Abtastraten möglich. Design und Codebeispiele stehen auf GitHub zur Verfügung; via GroupGets lassen sich auch fertige ADC-Boards für BeagleBone zum Preis von 79 Dollar erwerben.

beaglebone prudaq

BeagleBone-Cape PRUDAQ, Quelle: Google

IoT-Challenge mit Samsung ARTIK Cloud

Hackster.io ruft nach der Internet-of-Voice-Challenge direkt zu einer weiteren Herausforderung für IoT-Entwickler auf: die Samsung-ARTIK-Cloud-Challenge ist gestartet. Bei der Samsung ARTIK Cloud handelt es sich um eine offene Datenaustauschplattform, die APIs, SDKs und Tools zum Sammeln, Speichern und Verarbeiten von Dateien anbietet. Mithilfe der Cloud sollen Entwickler jetzt eine neue IoT-Applikation erstellen, die zwei oder mehr Devices und/oder Cloud-Dienste miteinander verbinden. Dafür soll auf die Listen „Works with ARTIK Cloud“ und „Most Wanted“ zurückgegriffen werden. Die weiteren Bedingungen für eine Teilnahme finden sich auf der zugehörigen Website. Bis zum 30. September können sich interessierte Entwickler für die Challenge anmelden; die Gewinner werden am 16. Oktober bekanntgegeben.

Apple Watch: kein langfristiger Erfolg?

Zwar verlief die Markteinführung der Apple Watch besser als die von iPad und iPhone, dennoch schrumpfen die Verkaufszahlen mittlerweile enorm. Im Vergleich zu Q2 2015 sind in diesem Jahr die Verkäufe um 55 Prozent eingebrochen. Die Apple Watch bleibt dennoch mit 47 Prozent Marktführer, aber die Konkurrenz schläft nicht: Samsung konnte sich in den letzten drei Monaten über einen Zuwachs von 51 Prozent bei den Smartwatch-Verkäufen freuen, Lenovo sogar über 75 Prozent. Damit konnten Samsung und Lenovo ihren Marktanteil auf 16 respektive neun Prozent erhöhen.

Ein Flop ist die Apple Watch dennoch nicht: Wie eine Studie von Wristly zeigt, sind 94 Prozent der Käufer mit der Apple Watch zufrieden. Jedoch steht Apple – genauso wie alle anderen Smartwatch-Hersteller – vor einigen Herausforderungen. User wünschen sich vor allem eine verbesserte Performance und Geschwindigkeit, danach folgen mehr Nutzungsmöglichkeiten und eine größere Unabhängigkeit vom iPhone. Es bleibt also spannend, mit welchen Neuerungen Apple im Herbst auftrumpfen wird – zum Beispiel watchOS 3 oder eine neue Smartwatch-Version?

Connected Car mal anders: Honda & Softbank bauen sprechendes Auto

Vor dreißig Jahren sorgten Michael Knight und sein intelligentes, sprechendes Auto K.I.T.T bereits für Aufsehen, doch jetzt könnte diese Zukunftsvision Realität werden. Honda arbeitet gemeinsam mit dem japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank an einem sprechenden Auto, das auf menschliche Emotionen reagieren können soll. Die Technologie dahinter fußt auf dem humanoiden Roboter Pepper, der über eine cloudbasierte KI verfügt und auch Emotionen zeigen kann. Die sprechenden Autos könnten Fahrern Hilfe und Ratschläge anbieten, zum Beispiel beim Einparken oder bei der Navigation. Auch auf einsamen Roadtrips soll die künstliche Intelligenz für Unterhaltung sorgen.

Bargeldloses Bezahlen im Trend

In Deutschland ist die Akzeptanz für bargeldloses Bezahlen deutlich gestiegen: Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) kann sich vorstellen, in Zukunft ganz ohne Bargeld zu bezahlen, so eine repräsentative Befragung des Digitalverbandes Bitkom. Vor einem Jahr waren es nur rund ein Drittel (36 Prozent). Derzeit nutzen zwar 93 Prozent der Deutschen Bargeld, aber beinahe ebenso viele (89 Prozent) zahlen bargeldlos. „Bargeldlose Bezahlverfahren sind komfortabler und sicherer, deshalb werden sie das Bargeld auf mittlere Sicht ersetzen“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer.

Gerade das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone habe großes Potenzial: „Mobile Payment ist praktisch und erleichtert den Überblick über die eigenen Finanzen, etwa mithilfe einer App, die automatisch ein Haushaltsbuch führt.“ Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone per NFC-Technologie ist bereits in zahlreichen Discountern, Supermärkten und Tankstellen möglich. Voraussetzung ist ein mit einem NFC-Chip ausgestattetes Handy mit entsprechender App – Payback bietet beispielsweise eine solche an. 13 Prozent der Befragten nutzen bereits mobile Bezahldienste wie kontaktloses Bezahlen per Smartphone oder NFC-fähiger Karte.

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