Außerdem: Drohnenregistrierung in den USA beschlossen

Inside IoT: MQTT.fx 1.0.0, Grafik-Client auf Raspberry Pi & Arduino MKR1000
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute haben wir wieder Spannendes an Bord, so ist etwa MQTT.fx in Version 1.0.0 erschienen, Raspberry Pi 2, Citrix & ThinLinx bieten einen High-Res Grafik-Client und Arduino MKR1000 wurde angekündigt. Außerdem haben US-Behörden nun definitiv die Drohnenregistrierung beschlossen, wir stellen fünf AI-Trends für 2016 vor und präsentieren ein DIY-Weihnachtsprojekt: den IoTree.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

MQTT.fx 1.0.0 ist da

Bei MQTT handelt es sich um ein leichtgewichtiges und skalierbares Protokoll, das das heutige Request/Response-Paradigma zu einer event-driven Publish/Subscribe-Architektur wandelt. Auf diese Weise können tausende Geräte unkompliziert miteinander verbunden werden – wodurch MQTT zu einem der wichtigsten Protokolle des IoT wird. MQTT.fx ist eine grafische Desktopanwendung für MQTT, die u. a. Funktionen wie Profile für Brokerverbindungen, eine Unterstützung für SSL/TLS und Nashorn Engine Scripts bietet. Sie baut auf JavaFX auf und stellt mit ihrer grafischen Benutzeroberfläche wesentlich einfachere Funktionen zum Testen von auf MQTT basierenden Systemen zur Verfügung als beispielsweise Konsolen. Nun hat der Entwickler Jens Deters die Veröffentlichung von Version 1.0.0 bekanntgegeben, die als Feature-komplett gilt. Zum Download steht MQTT.fx auf der Produkthomepage bereit.

High-Res Grafik-Client: Raspberry Pi 2, Citrix & ThinLinx

Immer mehr Entwickler arbeiten mit High-Res-Grafiken, Full-Frame-Videos und Echtzeit-Audio-Übertragungen. Dass solche Technologien aber nicht übermäßig teuer sein müssen, zeigt die Verbindung von Raspberry Pi 2, Citrix und ThinLinx. Nach einiger Vorlaufzeit ist es jetzt mit dem Release von XenDesktop/XenApp 7.6 FP3 und dem neuen HDX Thinwire Kompatibilitätscodec möglich, Raspberry Pi 2 als VDI zu nutzen. Ohne Plugins zur Hardware-Beschleunigung erhält man so einen vollunterstützen Linux Receiver auf einem Device für rund 35 Dollar. Das dritte Puzzleteil ist ThinLinx, das das ThinLinx Operating System (TLXOS) für Devices wie Raspberry Pi erstellt und mit dem Citrix-HDX-Protokoll verbindet. Das OS ist laut Citrix-Nutzern in der Lage, hochauflösende Videos ohne Verzögerung abzuspielen:

The new package installs and runs AMAZINGLY well on XenDesktop under Windows 8.1. There are NO SIGNS OF HESITATIONS at all at full screen resolution and 1080p! Unigine Heaven runs very well, with smooth displays…YouTube videos run very well…Audio synchronization is spot on.

Fit fürs Mobile IoT mit Arduino MKR1000

Arduino.cc. hat ein neues Modell seiner beliebten Mikrocontroller-Boards veröffentlicht: den MKR1000. Das Board soll die Entwicklung von mobilen Projekten mit Internet-Verbindung vorantreiben. Der MKR1000 ist – ähnlich wie der Raspberry Zero – wesentlich kleiner als herkömmliche Arduino-Boards. Ein Cortex-M0+-Controller mit Namen SAMD21 bildet das Herzstück des MKR1000; die Stromversorgung erfolgt über UBS oder über einen Lithium-Polymer-Akku. Zudem ist ein WLAN-Modul mit Antenne in den Chip integriert. Im Februar 2016 sollen die Boards auf den Markt kommen – wer nicht solange warten will, kann einen von tausend MKR1000 gewinnen: Entwickler sind dazu aufgerufen, Vorschläge für IoT-Projekte auf Basis von Arduino und Windows 10 noch bis 15. Januar einzureichen.

Drohnenregistrierung in den USA beschlossen

Nachdem in den USA die Federal Aviation Administration (FAA) und das Department of Transport (DOT) schon seit längerem an einem Plan zur Drohnenregistrierung gearbeitet haben, hat die FAA das Ganze nun offiziell gemacht. Alle privaten Drohnen mit einem Gewicht zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm müssen bis zum 19. Februar 2016 registriert sein. Wer ohne Lizenz erwischt wird, dem drohen Zivilstrafen in Höhe von bis zu 27.500 Dollar bzw. Kriminalstrafen von bis zu 250.000 Dollar und drei Jahre Gefängnis. Drohnenbesitzer müssen ihren Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse angeben, daraus wird eine ID erstellt, die auf dem Fluggerät angebracht werden muss. Auf diese Weise soll unkontrollierten Flügen und illegalen Manövern Einhalt geboten werden.

Fünf AI-Trends für 2016

Das Gebiet der künstlichen Intelligenz und der Spracherkennung wächst immer schneller. Die Idee eines persönlichen Assistenten, den man mit den Worten „Hey Siri (Alexa, Cortana …)“ oder „Ok Google“ steuert, ist längst zur Normalität geworden. Gerade für Entwickler bietet sich im Bereich AI eine große Vielfalt an Einstiegsmöglichkeiten: der Bau eines Smart Homes, das Steuern eines Media Centers oder die Informationsübermittlung per persönlichem AI-Assistenten … Patrick Catanzariti stellt in einem Blogpost fünf einfache Wege vor, mit denen Tinkerer ganz leicht eigene künstliche Intelligenzen erstellen können und präsentiert gleichzeitig die AI-Trends für das neue Jahr.

DIY-Weihnachtsprojekt: IoTree

Weihnachten rückt immer näher – wer noch keine Geschenke hat, sollte sich langsam sputen (noch neun Tage!). Wir stimmen uns und euch langsam auf die besinnliche Zeit ein und stellen euch den IoTree vor. Für den per Twitter kontrollierbaren Tannenbaum benötigt man unter anderem einen Raspberry Pi A+ oder B+ mit der aktuellen Raspbian-Version, eine Steckplatine und einige Überbrückungskabel. Der Code steht auf GitHub bereit, eine ausführliche Anleitung findet sich im zugehörigen Blogpost.

 

Aufmacherbild: 3D rendering of cubic raspberries over a white background (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Franck Boston

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