Außerdem: Parse SDK für tvOS und watchOS 2

Inside IoT: openHAB 2.0 Beta, AWS IoT & Wearable-Translator
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit zwei neuen Versionen von openHAB – openHAB 1.8 & 2.0 Beta -, AWS IoT und Parse SDK für tvOS und watchOS 2. Außerdem hat Ford ein neues Forschungslabor für Connected Cars und Wearables gegründet und mit Ili kommt ein Wearable-Translator auf den Markt.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

openHAB 1.8 und 2.0 Beta sind da

Gleich zwei neue Versionen des quelloffenen Smart-Home-Projekts openHAB sind erschienen: openHAB 1.8 und die erste Beta für openHAB 2.0. Wie in den vorherigen Releases wurde erneut am meisten in neue Bindings und Verbesserung der bestehenden investiert: So gibt es in openHAB 1.8 24 neue Add-Ons, von denen 18 Bindings sind. Kai Kreuzer, Entwickler des Projekts, nennt als besonders wichtige Neuerung das Binding für RWE Smarthome und das LCN Binding. openHAB 1.8 soll das letzte 1.x-Release mit eigener Runtime und Distribution sein – zukünftige 1.9-Releases werden lediglich Add-Ons erhalten, die für die 1.8- bzw. 2.0-Runtime genutzt werden können.

Der größte Schritt ist allerdings die Veröffentlichung der ersten Beta für openHAB 2.0: Auch sie verfügt über neue Bindings, zum Beispiel für SMA Energy Meter oder Samsung TVs. Allerdings steckt die meiste Arbeit im „Unterbau“: Apache Karaf ist ab sofort der Container der Wahl, was etwa eine einfachere Integration als Systemdienst in unterschiedliche OS ermöglicht. Die openHab-2-Distribution ist sowohl online als auch offline erhältlich und richtet sich nur an Entwickler und Early Adopter. Ausführliche Informationen zu allen Neuerungen finden sich im zugehörigen Blogpost; von dort können die beiden Versionen auch heruntergeladen werden.

AWS IoT allgemein verfügbar

AWS IoT, das im Oktober 2015 auf der AWS re:Invent in Las Vegas (USA) vorgestellt wurde, ist jetzt nach erfolgreich abgeschlossener Beta-Phase für Entwickler allgemein verfügbar. Mit der neuen Plattform können Nutzer Milliarden Objekte und Geräte wie beispielsweise Autos, Turbinen, Sensor-Grids und Beleuchtungssysteme miteinander verbinden und steuern. Für Unternehmen bietet sich die Speicherung und Analyse von Big Data an, die durch vernetzte Geräte erzeugt wird. AWS IoT unterstützt Dienste wie AWS Lambda, Amazon API Gateway, Amazon DynamoDB, Amazon Kinesis, Amazon S3 und Amazon Redshift, um eine robuste IoT-Anwendung zu bauen. Weitere Informationen gibt’s von Chief Evangelist Jeff Barr im AWS-Blog.

Facebook stellt Parse SDK für tvOS und watchOS 2 vor

Parse SDK beinhaltet ab sofort Support für Apples tvOS und watchOS 2. Somit können nun native immersive Apps für den Apple TV und die Apple Watch entwickelt werden, wie Facebooks Software Engineer Nikita Lutsenko im Parse-Blog schreibt. Das SDK unterstützt auch das kürzlich vorgestellte tvOS SDK, um die Interoperabilität zu sichern. Dieses implementiert eine Two-Factor-Authentifizierung: Wird eine Verifikation verlangt, erscheint auf dem TV ein alphanummerischer Code, den der dann User auf einer bestimmten Webseite eingeben muss. Bei der Entwicklung des Parse SDK für tvOS standen die Developer vor dem Problem des fehlenden Persistent Storages: Apps auf dem Apple TV müssen deshalb als temporäre Dateien behandelt werden, bleiben aber laut Facebook solange vorhanden wie die App genutzt wird. Parse SDK für watchOS 2 macht es möglich, Watch-Apps ohne iPhone laufen zu lassen.

Connected Cars: Neues Ford-Forschungslabor gegründet

Persönliche Technik-Features und Fahrzeug-Technologien sollen immer enger zusammenwachsen – so das Ziel des neuen Forschungslabors von Ford für die Integration von Wearables. Forscher beschäftigen sich u. a. mit der Frage, wie wichtige Gesundheitsinformationen des Fahrers mit Fahrzeug-Technologien wie dem Fahrspurhalte-Assistent oder dem Toter-Winkel-Assistent (BLIS) verknüpft werden können. Ziel ist es, die Sicherheit der Autofahrer weiter zu verbessern. Die Wearables-Anwendungen sind auch für das autonome Fahren sinnvoll, daher untersucht das „Automotive Wearables Experience“-Labor, wie Passagiere eines autonom fahrenden Fahrzeugs benachrichtigt werden sollen, falls sie kurzfristig selbst das Steuer übernehmen müssen. Ein weiterer Forschungsbereich ist die Sprachsteuerung der Smartwatch-Version der App „MyFord Mobile“. Künftig sollen Autofahrer ihren Ford auf Wunsch auch per Smartphone oder Uhr-App starten, ver- und entriegeln sowie zuverlässig lokalisieren können.

Wearable-Translator

Urlaub in einem fernen Land, die Sonne scheint, das Essen ist lecker – wäre da nur nicht die verflixte Sprachbarriere, die jegliche Kommunikation mit den Einheimischen verhindert. Reichen Hand und Fuß nicht mehr, ist guter Rat teuer: Google Translate liefert mehr schlechte als rechte Übersetzungen – vorausgesetzt, man verfügt über eine Internetverbindung. Der Wearable-Translator Ili bietet anhand von Spracherkennung und ganz ohne Zugang zum Internet eine Übersetzungshilfe. Man spricht einfach in das Gerät und Ili gibt in Echtzeit präzise – zumindest im Vergleich zum Google Translator – den gesprochenen Satz in der gewählten Fremdsprache wieder. Zusätzlich verfügt das Device über ein Wörterbuch für Redewendungen; Updates erhält Ili via Cloud. Derzeit werden Englisch, Chinesisch und Japanisch unterstützt – weitere Sprachen sollen demnächst folgen. Im – zugegebenermaßen schrägen Video – wird Ili vorgestellt:

 

Aufmacherbild: Blah Blah Blah message on speech bubble (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Gonzalo Aragon

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