Außerdem: Visual Studio Connected Service für Azure IoT Hub

Inside IoT: Raspberry Pi 3 auf Windows 10 IoT Core, HoloLens für Entwickler & Crash mit Google Car
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um den Raspberry-Pi-3-Support von Windows 10 IoT Core, außerdem hat Googles selbstfahrendes Auto einen Unfall verursacht – und Google gibt eine Teilschuld zu. Außerdem steht die HoloLens ab sofort für Entwickler zur Verfügung, Visual Studio Connected Service für Azure IoT Hub ist erschienen und wir stellen die Frage, ob humanoide Roboter Fluch oder Segen sind.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Windows 10 IoT Core für Raspberry Pi 3

Noch am gleichen Tag der Veröffentlichung des Raspberry Pi 3 hat das Windows-IoT-Team den Support von Windows 10 IoT Core für den neuen Raspberry Pi bekanntgegeben. Windows 10 IoT Core unterstützt bereits seit Anfang letzten Jahres den Raspberry Pi. Per Insider Preview ist die Unterstützung für das Board ab sofort per Download verfügbar. Zu den neuen Features zählen unter anderem Updates für die .NET-Native-Toolchain, das Web-Management-Portal und verschiedene USB-Serial-Driver. Beim Raspberry Pi 3 handelt es sich um den ersten Raspberry Pi, der „Out-of-the-Box“ fürs IoT vorbereitet ist – in folgendem Video gibt Microsoft einen Ausblick auf Einsatzszenarien mit Windows 10 IoT Core und Raspberry Pi 3:

Selbstfahrendes Auto verursacht Unfall – und Google gibt Teilschuld zu

Eines von Googles autonomen Fahrzeugen war am Valentinstag zu Testzwecken auf der El Camino Real in Kalifornien unterwegs, als es einem Bus zu nahe kam. Leider war der leichte Zusammenstoß – trotz des Datums – nicht von Liebesglück gesegnet: Der autonome Lexus SUV fuhr auf der rechten Spur auf eine Kreuzung zu, wo er rechts abbiegen wollte. Allerdings versperrten ihm dort Sandsäcke den Weg, sodass das Auto auf die linke Spur ausweichen musste. Als Googles SUV wieder auf die richtige Spur zurückwechseln wollte, näherte sich von hinten ein Bus, den das Auto dann rammte. Dieser Unfall ist der erste, den Google öffentlich zugibt und auch einen Teil der Schuld auf die eigene Kappe nimmt:

In this case, we clearly bear some responsibility, because if our car hadn’t moved there wouldn’t have been a collision. That said, our test driver believed the bus was going to slow or stop to allow us to merge into the traffic, and that there would be sufficient space to do that.

Blöderweise ging der Busfahrer auch von der Annahme aus, dass Googles Fahrzeug auf der Position verharren würde, bis er selbst vorbei gefahren sei – ein Missverständnis, das auch zwischen menschlichen Fahrern des Öfteren entsteht. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob der im Auto sitzende Google-Mitarbeiter hätte eingreifen können. Google will auf jeden Fall seine autonomen Autos nun weiter verbessern:

From now on, our cars will more deeply understand that buses (and other large vehicles) are less likely to yield to us than other types of vehicles.

Hört sich ein wenig danach an, als ob Google keine besonders gute Meinung von kalifornischen Busfahrern hat…

HoloLens steht Entwicklern zur Verfügung

Seit gestern können sich interessierte Entwickler mit Lieferadresse in den USA oder Kanada für die HoloLens Developer Edition bewerben. Ab 30. März wird die 579 Gramm schwere Virtual-Reality-Brille ausgeliefert, die eine Batterielaufzeit von drei Stunden verspricht. Zudem kommt das Device mit 64 GB internem Speicher, 2 GB RAM, Bluetooth, Wifi und 2-Megapixel-Kamera. Auch ein Bluetooth-Klicker gehört zum Lieferumfang, der die Interaktion mit holographischen Elementen vereinfachen soll. Wer eine HoloLens sein Eigen nennen möchte, kann sich auf der Produktwebsite registrieren – ganz billig ist der Spaß allerdings nicht: 3.000 Dollar werden fällig. Als Early Adopter erhält man aber immerhin noch zusätzliche Demos.

Übrigens hat noch ein anderer Player seinen Fuß in den Virtual-Reality-Markt gesetzt. McDonalds wird ab dem 5. März in Schweden ein besonderes Happy Meal mit dem Namen Happy Goggles verkaufen: Nach dem Essen kann die Box zu einem Cardboard umgebaut werden, in die man wie bei Google Cardboard sein Smartphone legen und so ein 360-Grad-Erlebnis genießen kann. Kein Spaß. Die zugehörige App heißt Slope Stars – dabei handelt es sich um ein Ski-Spiel, das dabei stets die alpine Sicherheit im Blick hat.

Visual Studio Connected Service für Azure IoT Hub

Das Microsoft-Azure-Team hat eine Erweiterung für Visual Studio veröffentlicht, die es Entwicklern ermöglichen soll, eine Applikation in Sekunden mit dem IoT Hub zu verbinden – ohne die Visual-Studio-Umgebung zu verlassen. Um die Extension zu nutzen, muss sie lediglich aus der Visual Studio Gallery heraus installiert werden. Die Extension generiert dann Boilerplate-Code, den die jeweilige Applikation aufrufen kann. Ausführliche Informationen zu dem neuen Feature finden sich im Microsoft-Azure-Blog.

Humanoide Roboter – Fluch oder Segen?

Nach der Präsentation des neuen androiden Roboters Atlas von Boston Dynamics wurde im Web die Diskussion um die Gefahr von solchen Robotern laut. Denn Atlas schafft es nicht nur, selbsttätig Türen zu öffnen und auf holprigem, verschneitem Untergrund die Balance zu halten, sondern wird auch von seinen Erfindern immer wieder geschubst. Das nimmt er zwar alles ohne Murren hin und rappelt sich nach einem heftigen Stoß auch wieder auf.

Doch was würde passieren, wenn der Roboter ein eigenes Bewusstsein entwickelt? Genau dieser Frage sind die Verantwortlichen hinter IBM Watson nachgegangen und stellen in einem Video eine „Support Group for Bots“ vor, in der Roboter die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Einzig Watson arbeitet gerne mit Menschen zusammen – hoffen wir also, dass sich auch in Zukunft Roboter für uns einsetzen:

Wie steht ihr zur Entwicklung von humanoiden Robotern?

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Aufmacherbild: Classic fifties scale model toy cars accident on the road (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: arda savasciogullari

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