Außerdem: Tesla Autopilot 8.0 wird sicherer

Inside IoT: 10 Mio. Raspberry Pis, Arduino Wiring auf Windows 10 IoT & eine etwas andere Apple Watch
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Schon 10 Millionen Raspberry Pis wurden verkauft – ein Grund zum Feiern! Aus diesem Grund gibt es ab sofort auch ein offizielles Starter Kit. Des Weiteren kommt Arduino Wiring auf Windows 10 IoT, die Apple Watch erscheint in neuem Gewand und der Tesla Autopilot 8.0 wird sicherer. Außerdem ist die neue UWP-App Windows 10 IoT Core Blockly verfügbar und wir stellen Boston Dynamics Roboterriege vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

10 Millionen Raspberry Pis – und ein Starter Kit

Was einst als kleines Projekt für Studenten an der University of Cambridge startete, ist zu einem der erfolgreichsten Unterfangen im IT-Bereich geworden: der Raspberry Pi. Eigentlich sollte der Einplatinencomputer mehr junge Leute dazu bringen, Informatik zu studieren und diese für Technik zu begeistern. Pläne für eine kommerzielle Nutzung oder der Gedanke, dass sich Erwachsene mit dem Raspi anfreunden könnten, gab es nicht. Jetzt, vier Jahre später, sind bereits zehn Millionen Raspberry Pis verkauft und es scheint, als nehme die Erfolgsgeschichte kein Ende.

Zur Feier des Tages hat die Raspberry Pi Foundation angekündigt, erstmals ein eigenes Starter Kit zu vertreiben. Das offizielle Raspberry Pi Starter Kit enthält einen Raspberry Pi 3 Model B, eine 8 GB SD-Karte mit NOOBS, ein Case, ein 2,5-Ampere-Stromkabel, ein HDMI-Kabel, eine optische Maus und eine Tastatur sowie ein Einsteigerhandbuch. Momentan ist das Starter Kit nur über englische Shops erhältlich und kostet rund 120 Euro.

Arduino Wiring kommt auf Windows 10 IoT

Entwicklern, die sich mit Windows 10 IoT beschäftigen möchten, können dafür auf verschiedene Programmiersprachen setzen: C#, C++, Visual Basic, JavaScript, Python oder Node.js. Mit Arduino Wiring komplettiert nun ein neuer Kandidat das Ensemble, der vor allem für Developer aus dem IoT-Umfeld interessant sein dürfte. Denn Arduino ist neben Raspberry Pi eine der bekanntesten Plattformen unter Makern. Mit Windows 10 IoT Core lassen sich nun Arduino-Wiring-Sketches erstellen und portieren, die auf unterstützten IoT-Core-Devices wie Raspberry Pi 2 + 3 und Minnowboard Max laufen. Im Windows-Blog finden Interessierte einen Schnelleinstieg in die Arbeit mit Windows 10 IoT und Arduino Wiring.

Apple Watch in neuem Gewand

Die offizielle Vorstellung der Apple Watch Series 2 begründete die nächste Phase von Apples Wearables-Ära. Am gleichen Tag ist allerdings noch eine andere „Apple“-Smartwatch erschienen, die es in sich hat: die Jim Beam Apple Watch. Das Besondere an dieser Uhr? Sie verfügt über ein ausfahrbares Shot-Glas. Kein Witz. Ist der Deckel geschlossen, sieht die Smartwatch beinahe aus wie eine echte Uhr; allerdings fehlt ein Ziffernblatt. Nützlich? Nun ja, vielleicht nicht unbedingt – aber ein gelungener Marketing-Schachzug, wie auch der Werbetext zeigt:

The most anticipated tech release of the year has arrived! Introducing the Jim Beam® Apple Watch, a revolutionary timepiece that comes with a manual dial and a stylish tweed strap that’s adjustable to 12 different sizes. The watch features a streamlined interface that opens and closes on demand, and enables remarkable precision in both shot pouring and drinking.

Wohl bekomm’s!

Tesla Autopilot 8.0 wird sicherer

Nachdem Tesla im Juni aufgrund des ersten tödlichen Unfalls mit einem auf Autopilot fahrenden Tesla Model S in die Schlagzeilen geriet, ist jetzt ein Update des Systems erschienen, das vor eben solchen Unfällen schützen soll. Tesla Autopilot 8.0 bringt einige neue Features, stärkt aber gleichzeitig auch bestehende: So fokussiert das Update auf die Radar-Komponente des Sensorsystems, das zu einem allumfassenden Kontrollsensor weiterentwickelt wurde. So soll das Auto besser erkennen können, was sich auf seiner Spur befindet und rechtzeitig den Bremsvorgang einleiten. Zudem soll ein Feature aktiviert werden, dass das Auto automatisch zurück auf die Straße führt, falls es von ebendieser abkommt. Musk weist nochmals darauf hin, dass durch dieses Update zwar vermutlich der tödliche Unfall hätte verhindert werden können, aber es sich hierbei nicht um ein Allheilmittel für hundertprozentige Sicherheit handelt:

I do want to emphasize that this does not mean perfect safety. Perfect safety is really an impossible goal. It’s really about improving the probability of safety, that’s really all you can accomplish.

Windows 10 IoT Core Blockly

Universal-Windows-Platform-Apps können für alle Anwendungen, die unter Windows 10 ausgeführt werden können, genutzt werden. So lassen sich Anwendungen mit ein- und derselben Codebasis für unterschiedliche Endgeräte entwickeln und plattformübergreifend einsetzen. Das IoT-Core-Developer-Experience-Team von Microsoft stellt nun eine neue UWP-Applikation vor, mit der sich ein Raspberry Pi 2 oder Raspberry Pi 3 und ein Sense Hat programmieren lassen. Windows 10 IoT Core Blockly greift dabei auf den Block-Editors aus dem Browser zurück und kann damit beispielsweise die LED-Matrix des Sense Hats steuern. Via Blogpost zeigt das Entwicklerteam, wie man einen Raspberry Pi mit IoT Core Blockly verwendet und wirft zudem einen Blick unter die Haube der Blockly-Features.

Boston Dynamics‘ Roboterriege

2016 war für die Google-Tochter Boston Dynamics ein abwechslungsreiches Jahr mit Höhen und Tiefen: Anfang des Jahres zog sich das US-Militär, Hauptgeldgeber und –interessent, zurück und nur wenige Monate später stellte Google das Unternehmen zum Verkauf, als potenzieller Käufer wird Toyota gehandelt. Doch auch Erfolge gab es zu vermelden: In einem beeindruckenden Video machte der Atlas-Roboter von sich reden. Der Androide schafft es nicht nur, selbsttätig Türen zu öffnen und auf holprigem, verschneitem Untergrund die Balance zu halten. Auch Stöße und daraus resultierende Stürze bringen Atlas nicht durcheinander. Kurz darauf wurde der SpotMini-Roboter vorgestellt, der mit seinen Haushaltsfähigkeiten und seinem tierähnlichen Aussehen punkten konnte.

In der Zwischenzeit wurde trotz kleiner Krise stetig weiter geforscht und vor allem in Atlas viel Arbeit gesteckt: Jetzt kann der Roboter sogar balancieren und auf einem Bein stehen – und das auf einem knapp zwei Zentimeter schmalen Brett. Aber seht selbst:

Einen Überblick über alle Robotermodelle von Boston Dynamics findet ihr übrigens hier.

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