Außerdem: Telekom startet Multi-IoT-Plattform

Inside IoT: Raspberry Pi Challenges, API-Update für Amazon Alexa & Neues zu Google Home
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Verschiedene Raspberry Pi Challenges laden zum Mitmachen ein, es gibt ein API-Update für den Alexa Voice Service und Neuigkeiten zu Google Home. Außerdem bekommt das Azure IoT Gateway SDK Azure Functions, die Telekom startet eine deutsche Multi-IoT-Plattform und zum Abschluss stellen wir euch den smarten Fahrradhelm Sena vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Raspberry Pi: Challenges zum Mitmachen

Rund 400 km über der Erde, an Bord der ISS, befinden sich gerade zwei ganz besondere Stücke Hardware: Zwei Raspberry Pi Computer umfliegen uns, jeweils ausgestattet mit einem Sense HAT, einer Kamera und einem speziell angefertigten Aluminium-Gehäuse. Bereits im letzten Jahr konnten Schüler aus ganz Europa Code-Projekte für den sogenannten Astro Pi einreichen – die besten schafften es gemeinsam mit Astronaut Tim Peake ins All. Mittlerweile ist dessen Mission beendet und auch die Ergebnisse der Raspi-Projekte sind ausgewertet.

Jetzt soll Astro Pi aber in eine zweite Runde gehen: Der französische Astronaut Thomas Pesquet macht sich in Kürze auf zur ISS – aus diesem Grund startet die European Space Agency gemeinsam mit der Raspberry Pi Foundation eine neue Astro-Pi-Challenge. Und das Beste daran: Der Wettbewerb steht allen Kindern aus ESA-Mitgliedsländern offen. Mitmachen darf jeder unter 16, allerdings muss ein Lehrer im Team sein. Die Anmeldung ist bis zum 1. November geöffnet. Weitere Informationen zu den genauen Teilnahmebedingungen finden sich im Raspberry-Pi-Blog.

Aber auch für ältere Raspi-Enthusiasten gibt es derzeit einen Wettbewerb: Der Enlightened Raspberry Pi Contest von Hackaday richtet sich an Developer, die mit dem Einplatinencomputer ein Projekt mittleren Skill-Levels entwickeln sollen. Welches Projekt man letztlich umsetzt, ist egal, wichtig ist allerdings, dass es Open Source steht. Außerdem müssen bei der Anmeldung Beschreibung, Details, Guide, Bestandteile und Build-Anweisungen abgegeben werden. Die Anmeldung läuft bis zum 8. November; genauere Infos gibt’s auf der Hackaday-Website. Zur Inspiration haben die Veranstalter ein Beispielprojekt online gestellt.

Alexa Voice Service: API-Update erschienen

Was Amazon Echo für viele so attraktiv macht? Für Ted Karczewski, Content Marketing Manager für Alexa Voice Service, ist das ganz klar: Kontrolle über das Smart Home, Zugang zu Informationen und Musik – alles per Sprachbefehl an Alexa. Diese intuitive Bedienung soll nun noch weiter verbessert werden. Der Alexa Voice Service (AVS) bekommt ein API-Update spendiert, sodass sich nun sprachaktivierbare Projekte umsetzen lassen, die auf das Alexa-Wakeword reagieren. Im Update inbegriffen sind neue berührungslose Spracherkennungsfeatures und ein sogenanntes „Cloud Endpointing“-Feature, das automatisch end-of-user Sprache in der Cloud erkennt.

Zum einfachen Start mit dem aktualisierten API empfiehlt Amazon ein neues berührungsloses Raspberry-Pi-Prototyping-Projekt mit Wakeword-Engines von Sensory und KITT.AI. Damit soll sich ein eigener, mit Wakeword versehener Alexa-Prototyp in weniger als einer Stunde bauen lassen.

Apropos Alexa: Noch Ende des Jahres soll der Sprachassistent in drei Ford-Modellen zum Einsatz kommen. In den Modellen Ford Foucs Electric, Fusion Energi und C-Max Energi wird eine Alexa-zu-Fahrzeug-Kommunikation integriert, die in beide Richtungen funktionieren soll: Im Auto lässt sich Alexa über einen Knopfdruck auf dem Lenkrad starten und so beispielsweise die Temperatur zuhause regeln, von außen haben Nutzer über Alexa-Devices Zugriff auf das Fahrzeugsystem.

Neues zu Google Home

Vor einer Woche hat Google den smarten Lautsprecher Google Home nochmals vorgestellt. Wie der Amazon Echo kann auch Home als einfacher Lautsprecher fungieren, über den via Wifi-Verbindung Musik abgespielt oder Nachrichten vorgelesen werden. Zudem offeriert Google Home Google-Cast-Support, sodass er mit anderen Lautsprechern kombiniert werden oder etwa Videos via Chromecast auf dem TV abspielen kann. Natürlich funktioniert das Ganze per Sprachsteuerung. Google Home ist derzeit leider nur in den USA für 129 Dollar erhältlich.

Allerdings fehlten bislang Informationen zum genauen Funktionsumfang. Nun hat der Konzern eine Liste mit allen Apps, die mit Home zusammenarbeiten oder über den Sprachassistenten gesteuert werden, veröffentlicht. Im Audio-Bereich sind das Google Play Music, YouTube Music, Spotify, Pandora und Tuneln, im Smart Home werden Google Chromecast, Nest Thermostats, Philips Hue, Samsung SmartThings und IF by IFTTT unterstützt. Zudem sind YouTube für TV (Chromecast/Google Cast TV vorausgesetzt) und Google Calendar sowie Google Keep verfügbar.

Azure IoT Gateway SDK bekommt Azure Functions

Bereits Anfang des Jahres hat Microsoft das quelloffene Azure IoT Gateway veröffentlicht, das sich in die Entwicklung von Prototypen einbinden lässt. Das soll die Anbindung von älteren Geräten und Sensoren in IoT-Szenarien vereinfachen und damit die Nutzung vorhandener Infrastrukturen und das Geräte-Management im Azure IoT Hub. Jetzt wurde der Umfang des SDK erweitert: Azure Functions werden nun unterstützt. Damit sollen Entwickler leicht cloudbasierte Logik vom IoT-Gateway abrufen können. Dazu muss lediglich eine Azure Function geschrieben werden, die sich dann von einem Function Module im Azure IoT Gateway SDK aufrufen lässt. Weitere Informationen finden sich im zugehörigen Post im Microsoft-Azure-Blog.

Telekom startet deutsche Multi-IoT-Plattform

Um dem Problem der fehlenden Standardisierung im Internet of Things entgegenzuwirken, hat die Telekom jetzt im House of Clouds eine Multi-IoT-Plattform lanciert. Sie soll verschiedene IoT-Plattformen zusammenführen und eine übergreifende, geräteunabhängige Nutzung von IoT-Lösungen ermöglichen. Den Anfang macht der Betrieb der Azure IoT-Suite von Microsoft, gefolgt von Cisco Fog und Huawei IoM Solution.

Telekoms Multi-IoT-Plattform übernimmt die Rolle eines Verteilers und Übersetzers, indem sie Daten beliebiger Hardware sammelt und über Gateways in die präferierte Plattform bringt und verbreitet. Angewandt wird dabei das Datentreuhändermodell: Die Daten unterliegen deutschem Datenschutzrecht, Zugriff haben nur die Nutzer der Multi-IoT-Plattform sowie T-Systems als Betreiber.

Sena – smarter Fahrradhelm mit smarten Features

Fahrt ihr gerne Fahrrad? Und habt dabei Musik auf den Ohren oder eine GoPro dabei? Und würdet ihr euch während eurer Fahrt gerne mal mit euren Kumpels unterhalten? Dann könnte der smarte Fahrradhelm Sena genau das richtige für euch sein. Er besticht durch ein integriertes Bluetooth-Kommunikationssystem und eine QHD-Kamera mit 125-Grad-Rundumsicht. Ein Paar Stereo-Speaker sind im Innern des Helms angebracht, sodass keine zusätzlichen Kopfhörer nötig sind. Smartphones und GPS-Devices lassen sich per Bluetooth verbinden und auch das Radiohören ist möglich. Wer zur Steuerung nicht die am Helm befindlichen Knöpfe betätigen möchte, kann auf den Lenkeraufsatz zurückgreifen.

Das spannendste Feature ist aber eine Art Gruppenchat, der eine Kommunikation zwischen bis zu vier Personen ermöglicht. Die Reichweite beträgt rund 900 Meter. Wann und zu welchem Preis der Helm auf den Markt kommen soll, ist aber noch unklar.

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