Außerdem: Visa öffnet Bezahlplattform für Entwickler

Inside IoT: Raspbian mit OpenGL-Unterstützung, Amazon Echo <3 Pizza & Wearables im Aufwärtstrend
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit der OpenGL-Unterstützung für Raspbian, der neuen Pizza-Bestellfunktion von Amazon Echo und Visas offener Bezahlplattform für Entwickler. Außerdem könnten Googles autonome Fahrzeuge in den USA bald die Straßenzulassung erhalten, Wearables befinden sich im Aufwärtstrend und zum Abschluss haben wir ein DIY-Tutorial für PiNoculars für euch.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Raspbian erhält OpenGL-Unterstützung

Ein neues Release der Linux-Distribution Raspbian für den Raspberry Pi steht zur Verfügung. Im Gepäck hat sie hauptsächlich Updates und Bug-Fixes des bestehenden Jessie-Images. So wurden vor allem die Standard-Applikationen aktualisiert, darunter Sonic Pi, Scratch, Mathematica und Node-RED. Auch die Libraries WiringPi 2.31, RPi.GPIO Python 0.6.1 und Java v8 bekommen Fixes spendiert.

Eine spannende Neuerung gibt es dann aber doch: Raspbian erhält einen experimentellen OpenGL-Treiber für den Desktop, der zur Hardware-Beschleunigung auf die GPU zugreifen kann. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert; Nutzer können sie in der Command-Line-Version raspi-config unter Advanced Options | GL Driver in Betrieb nehmen. Voraussetzung für OpenGL ist allerdings ein Raspberry Pi 2. Ausführliche Informationen zu allen Änderungen gibt es im zugehörigen Blogpost; die neue Raspbian-Version steht auf der Download-Page zur Verfügung.

Amazon Echo bestellt Pizza

Amazons smarter Lautsprecher Echo hat ein neues Feature spendiert bekommen: In Zusammenarbeit mit dem Lieferservice Domino’s kann Echo jetzt Pizza bestellen. Dazu müssen Nutzer zuerst ein „Pizza-Profil“ anlegen, in dem Name, Adresse, Zahlungsinformationen und die Lieblingspizza hinterlegt werden. Jetzt heißt es nur noch, Alexa den richtigen Befehl zu geben und schon kommt die gewünschte Pizza nach Hause: „Alexa, open Domino’s and place my Easy Order.“ Möchte man die Lieferung verfolgen, geht auch das via „Alexa, ask Domino’s to track my order.“

Visa öffnet Bezahlplattform für Entwickler

Zum ersten Mal in der rund 60-jährigen Firmengeschichte ermöglicht Visa Entwicklern den direkten Zugriff auf firmeneigene Technologien und Produkte: Eines der größten Retail-Payment-Netzwerke wird zu der offenen Plattform Visa Developer, die dadurch Innovationen bei Bezahlvorgängen und im Handel vorantreiben will. Zum Start des Programms bietet Visa für Entwickler eine Reihe an REST-APIs auf einem voll funktionstüchtigen Entwickler-Portal, inklusive Codebeispielen, Dokumentation und eine Sandbox-Testumgebung. Zu den unterstützten Diensten zählen Visa Direct, Visa Token, Visa Checkout sowie P2P-Zahlungen und In-Store- bzw. Online-Zahlvorgänge. In Zukunft soll unter anderem ein Marktplatz geschaffen werden, auf dem Nutzer ihre Programme präsentieren und zusammenarbeiten können.

Googles autonomes Auto steht vor Zulassung

Bei dem Plan, autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, stellen sich einige Fragen zu den gesetzlichen Regelungen: Wo muss sich der Rückspiegel befinden, wo die Bremsen – alle Vorschriften basieren auf der Idee eines menschlichen Fahrers. Google hat jetzt die National Highway Traffic Safety Agency (NHTSA) um Klärung gebeten, damit ihre autonomen Fahrzeuge die Federal Motor Vehicle Safety Standards erfüllen und für den Straßenverkehr zugelassen werden können. Die NHSTA hat auf Googles Fragen detaillierte Antworten gegeben:

Zunächst einmal hat die Behörde festgesetzt, dass es sich bei dem selbstfahrenden System um den Fahrer handelt und so der Mensch obsolet wird. So müssen zum Beispiel die Bremsen nicht länger dem menschlichen Fahrer zugänglich sein, sondern lediglich über die Elektronik steuerbar. Hinfällig werden zudem auch Regelungen zu Rückspiegeln, die zuvor an den Menschen angepasst waren – da das autonome Auto über Sensoren verfügt, benötigt es keine Spiegel. Diese Bestimmungen der US-amerikanischen Behörde ebnen Google den Weg in Richtung autonomes Fahren, da die Sicherheitsstandards an die neue Technologie angepasst werden und so einer Zulassung im Straßenverkehr wenig im Weg steht.

Wearables im Aufwärtstrend

In Wearables liegt die Zukunft – davon ist zumindest Gartner trotz derzeit eher stagnierender Umsatzzahlen überzeugt. Noch in diesem Jahr sollen 274,6 Millionen Wearables verkauft werden, 2017 sogar 322,7 Millionen Stück. Allerdings zählen in diese Daten auch Bluetooth-Headsets, von denen bereits 128,5 respektive 139,2 Millionen Devices verkauft werden sollen. Die verkauften Wearables sollen rund 28,7 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2016 generieren. Vor allem der Verkauf von Smartwatches soll Fahrt aufnehmen: 2015 waren es noch knapp 30 Millionen verkaufte Uhren, 2016 sollen es schon rund 50 Millionen sein. Die Bedeutung von Fitness-Armbändern wird aufgrund der steigenden Verbreitung von Smartwatches in Zukunft sinken, so Gartner. Ein weiterer Trend ist im Bereich der Virtual-Reality-Brillen zu sehen: von 140.000 verkauften Geräten 2015 ist eine Steigerung auf 1,4 Millionen Brillen in 2016 zu erwarten.

Infografik: Smartwatches im Aufwärtstrend | Statista
DIY: PiNoculars

Was wollte ich schon immer mal mit einem Raspberry Pi tun? Stimmt, ein Fernglas bauen! Das hat sich jedenfalls der Tinkerer Josh Williams gedacht und eine Kamera mit Halterung fürs Teleskop oder Fernglas entwickelt – auf Raspberry-Pi-Basis, versteht sich. Die PiNoculars sehen nicht nur gut aus, sondern machen scheinbar auch recht ordentliche Bilder. Wie das Ganze funktioniert, erklärt Williams ausführlich auf Instructables.

 

Aufmacherbild: Pizza heart illustration (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Irbena

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