Außerdem: Baidu arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Inside IoT: Smarter Kühlschrank von Microsoft, Neues zum Amazon Dash Button & Spielen mit dem Raspberry Pi
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Die Thread Group und die EEBus Initiative kooperieren, Microsoft hat einen smarten Kühlschrank entwickelt und es gibt Neues zum Amazon Dash Button. Außerdem arbeitet Baidu an autonomen Fahrzeugen, Google patentiert „Cop-Detection“ für autonome Fahrzeuge und „Stein, Papier, Schere, Echse, Spock“ kann man jetzt auch auf dem Raspberry Pi spielen.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Thread Group und EEBus Initiative kooperieren

Die von Nest, Samsung und ARM in den USA gegründete Thread Group wird zukünftig gemeinsam mit der europäischen EEBus Initiative an Lösungen für das IoT arbeiten. Dadurch sollen die Fragmentierung auf dem IoT-Markt reduziert und interoperable Lösungen geschaffen werden.

Die Thread Group hat mit Thread ein IP-Protokoll entwickelt, mit dem sich vor allem im Smart-Home-Bereich Endgeräte anbinden lassen. Die EEBus Initiative zeichnet für das SPINE-Datenmodell (Smart Premises Interoperable Neutral-Message Exchange) verantwortlich, das für Interoperabilität zwischen Geräten und Diensten über die Anwendungsschicht sorgt. Thread eignet sich als Transportschicht für SPINE, sodass jetzt einerseits EEBus-Nutzer auf das IP-Netzwerk von Thread und andererseits Thread-User auf die SPINE-Anwendungsschicht zugreifen können.

Die EEBus Initiative kooperiert bereits mit anderen Branchenverbänden wie der Open Connectivity Foundation (OCF) und der ZigBee Alliance.

Smarter Kühlschrank von Microsoft

Auch Microsoft hat es getan und einen smarten Kühlschrank mitproduziert: Auf der IFA 2016 hat der Haushaltsgerätehersteller Liebherr intelligente Kühlgeräte vorgestellt, die Nutzer auf Basis von Microsoft Azure und Windows 10 IoT bei der Lagerung und Beschaffung von Lebensmitteln unterstützen sollen. Per Kameramodul erstellt der Kühlschrank eine Inventarliste und schickt sie an die zugehörige App. Über ein Sprachmodul lassen sich dann nicht nur Lebensmittel auf der Liste ergänzen, sondern auch eine Einkaufsliste erstellen und ein Rezeptabgleich durchführen.

Da stellt sich aber doch die Frage: Warum brauche ich dazu einen intelligenten Kühlschrank? Eine Einkaufsliste kann ich selbst erstellen und auch den Blick in den Kühlschrank schaffe ich gerade noch. Und für Rezeptvorschläge hat sicher bereits jeder eine passende App. Sicher, eine Inventarliste ist ganz praktisch, aber der wirkliche Mehrwert erschließt sich meiner Meinung nach (noch) nicht.

Neues zum Amazon Dash Button

Seit knapp einer Woche ist der Amazon Dash Button auch in Deutschland für Prime-Kunden erhältlich und schon sind die Verbraucherschützer alarmiert. Der smarte Bestellknopf sei zum einen in seiner Preisgestaltung intransparent, zudem binde Amazon die Nutzer zu sehr an die Produkte der eigenen Online-Plattform. Zum anderen wird auch der Datenhunger von Amazon kritisiert, genau wie die Tatsache, dass ein Knopfdruck allein die Bestellung auslöst. Deutsche Bürokratie at its best eben.

Wen das alles nicht schreckt, kann sich ja mal einen Amazon Dash Button bestellen und einen der mittlerweile unzähligen Dash-Hacks ausprobieren. Mit ein bisschen Modifikation lassen sich so beispielsweise Pizza oder Bier bestellen, die Schlafgewohnheiten des eigenen Babys überwachen oder die Beleuchtung steuern. Wir sind gespannt, was ihr euch alles mit dem Amazon Dash Button einfallen lasst!

Baidu arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Google bekommt Konkurrenz aus China: Der Internetriese Baidu arbeitet gemeinsam mit NVIDIA an einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Plattform für selbstfahrende Autos. Die Plattform soll die Grundlage für Baidus autonome Taxis in China bilden, aber auch die eigenen Bestrebungen in puncto selbstfahrende Autos vorantreiben. Derzeit wird ein autonomes, elektrisches Auto auf Chinas Straßen getestet; auch für Testfahrten in Kalifornien hat das Unternehmen nun die Erlaubnis erhalten. Ende 2018 sollen die ersten autonomen Fahrzeuge die Straßen befahren, eine Massenproduktion ist für 2021 geplant.

Google patentiert „Cop-Detection“ für autonome Fahrzeuge

Rettungsgassen können Leben retten – das lernt jeder schon in der Fahrschule. Aber was, wenn kein Mensch am Steuer sitzt, sondern das Auto selbst fährt? Wie erkennt es im Notfall Polizei oder Rettungswagen und macht den Weg frei? Google hat nun ein Patent eingetragen, das dafür sorgen soll, dass selbstfahrende Autos auch in Notfällen angemessen reagieren. Dazu wird ein System eingesetzt, das Blinklicht erkennt und dieses sogar nach Farben filtern kann. So soll das Auto feststellen können, um welches Rettungsfahrzeug es sich handelt und bei Bedarf ausweichen. Hoffentlich verliert es dabei nicht die anderen Verkehrsteilnehmer aus dem Blick…

Stein, Papier, Schere, Echse, Spock mit Raspberry Pi und SenseHAT

Die aus „The Big Bang Theory“ bekannte Weiterentwicklung des klassischen Schere-Stein-Papier-Spiels Stein, Papier, Schere, Echse, Spock gibt es nun auch für den SenseHAT. Das Spiel wird normalerweise von zwei Personen gespielt, die gleichzeitig eine bestimmte Bewegung mit ihrer Hand ausführen. Um das auf den mit einem Raspberry Pi verbundenen SenseHAT zu übertragen, wird PyGame genutzt. Das Python-Modulset zur Spieleprogrammierung ermöglicht den Einsatz einer Joystick-Steuerung, um eine Auswahl aus den Alternativen zu treffen. Zudem werden Nachrichten angezeigt, die darüber informieren, ob Computer oder menschlicher Spieler gewonnen hat. User TeCoEd hat darüber hinaus noch SenseHAT-Farbe und ein 8×8-Grid verwendet, um LED-Bilder für das Spiel zu erstellen. Weitere Infos bieten der Eintrag auf GitHub sowie das zugehörige Video:

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