Außerdem: Neues in watchOS 3

Inside IoT: Raspberry-Pi-Skateboard, Tango-Smartphone & neue Alexa-Skills
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Inside IoT: Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es um die Features von watchOS 3, das erste Project-Tango-Smartphone und um neue Skills für Amazon Alexa. Außerdem an Bord: ein motorisiertes Skateboard mit Raspberry Pi, VMware stellt das Framework Liota vor und Bochumer Forscher wollen das Internet of Things sicherer machen.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Apple stellt watchOS 3 vor

Auf der gestrigen Entwicklerkonferenz WWDC 2016 hat Apple eine neue Version des Betriebssystems der Apple Watch vorgestellt. watchOS 3 setzt vor allem auf eine bessere Performance: So sollen Apps rund siebenmal schneller als zuvor starten, was den bislang größten Kritikpunkt entkräften könnte. Zudem erhält die Apple Watch ein iOS-ähnliches Kontrollzentrum, das per Swipe geöffnet wird.

Erstmals ist auch die Texteingabe möglich: Dafür muss der Nutzer lediglich die einzelnen Buchstaben auf das Display schreiben, die dann in Text umgewandelt werden. Eine weitere Neuerung ist der Notfallmodus: In kritischen Situationen muss ab sofort lediglich der Side-Button gedrückt werden, um sich mit der Notfallzentrale zu verbinden. Gleichzeitig wird eine Nachricht an die Notfallkontakte versendet. Außerdem können Entwickler jetzt Apple Pay in eigene Apps einbinden. Voraussichtlich wird watchOS 3 im Herbst 2016 zur Verfügung stehen.

Erstes Project-Tango-Smartphone kommt auf den Markt

Googles Project Tango befindet sich seit Anfang 2014 in der Entwicklung. Ziel ist es, die Umgebung dreidimensional zu erfassen und mit den gesammelten Daten den Raum in 3D darzustellen. Jetzt ist Project Tango erwachsen geworden und läuft ab sofort nur noch unter dem Namen Tango. Tango-Apps können mit der Umwelt interagieren und projizieren digitale Objekte über die reale Umgebung. So lässt sich beispielsweise beim Möbelkauf die eigene Wohnung auf dem Smartphone darstellen und mit Tango verschiedene Einrichtungsoptionen visualisieren. Viele weitere Apps, wie z. B. der Solar Simulator, stehen bereits zur Verfügung. Was bislang noch fehlte, war ein passendes Device: Doch jetzt hat Lenovo das Phab 2 Pro vorgestellt, das ab September für 500 Dollar Augmented-Reality-Anwendungen aufs Smartphone bringt.

Amazon Alexa mit über 1.000 Drittanbieter Skills

Amazons Echo-Lautsprecher werden nicht nur bei Kunden immer beliebter, auch Entwickler entdecken die Möglichkeiten des smarten Assistenten für sich: Seit der Markteinführung des Echo im Juni letzten Jahres wurden mehr als 1.000 sogenannte Skills von Drittanbietern entwickelt. Unter diesen Skills versteht man Einsatzmöglichkeiten für den Sprachassistenten Alexa, der im Echo steckt. Das reicht vom Bestellen einer Pizza über die Sprachsteuerung des smarten Heims bis zum Abfragen von Kontoinformationen. Die Entwicklung der Skills schreitet übrigens rasant voran: Im Januar umfasste die Skills-Abteilung bereits über 130 Apps. Das spiegelt ein großes Interesse seitens der Entwickler an Amazon Echo bzw. Alexa wider. Es bleibt spannend, wie sich die Konkurrenz von Google und Apple demgegenüber positionieren kann. Und noch viel spannender: Wann kommt Amazon Alexa endlich nach Deutschland?

VMware stellt Liota vor

Vor kurzem hat VMware das IoT-Gateway-Application-Framework Liota Open Source gestellt. Liota steht für „Little IoT Agent“ und kommt als Software Development Kit. Das Framework ermöglicht die Entwicklung von Apps, die die Gateway-Kommunikation zwischen IoT-Geräten und Cloud-Applikationen sicher orchestrieren sollen. Diese wiederum analysieren Datenströme und kontrollieren Remote-Devices. Liota ist dabei nicht nur Open Source, sondern auch Anbieter-unabhängig.

Liota has been generalized to allow, via modules, interaction with any data-center component, over any transport, and for any IoT gateway.

Das Liota-SDK ist in Python geschrieben und steht auf GitHub zum Download zur Verfügung.

Mehr Sicherheit fürs IoT

IT-Sicherheitsexperten der Universität Bochum wollen Schwachstellen in vernetzten Geräten zukünftig automatisch aufspüren. Als Grundlage für die Überprüfung von möglichen Sicherheitslücken soll der Binärcode dienen. Die Forschungsergebnisse könnten ein großer Fortschritt auf diesem Gebiet sein, da Analyse-Tools bislang meist nur bestimmte Komponenten oder Plattformen unterstützen.

Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „Bastion – Leveraging Binary Analysis to Secure the Internet of Things“ wollen die Bochumer Forscher eine universelle Sprache für IoT-Geräte und deren Prozessoren entwickeln. Dafür wird der Binärcode zunächst in eine Zwischensprache übersetzt; für Intel-, ARM- und MIPS-Prozessoren liegt diese bereits vor. Momentan fehlt allerdings noch der entscheidende, letzte Schritt: die Übersetzung zurück in die Binärsprache. Die Forscher sind aber optimistisch, dieses Problem in den nächsten Monaten zu beheben. Dann sollen Schwachstellen nicht nur aufgespürt, sondern auch gleich automatisch geschlossen werden.

PiSkate: motorisiertes Skateboard mit Raspberry Pi

Mit einem Raspberry Pi kann man eigentlich so gut wie alles basteln: einen interaktiven Tannenbaum, gruselige Halloween-Projekte oder eben ein motorisiertes Skateboard. Tinkerer Tim Maier erklärt via YouTube-Video, wie man aus einem einfachen Skateboard, einem Raspberry Pi und einer Wii Remote ein PiSkate zusammenstellt. Betrieben wird das Skateboard über den Raspi, gesteuert durch die Fernbedienung der Wii. Die Anleitung und die Codebeispiele stehen auf GitHub zur Verfügung. Im Video sieht man das ganze Projekt:

Aufmacherbild: Skateboarder doing a skateboard trick – ollie – at skate park (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: pio3

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