Außerdem: Pixel-Tier mit Raspberry Pi Sense HAT

Inside IoT: Thread, autonome Fahrzeuge von Volvo & Skepsis gegenüber Mobile Payment
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Thread – einem Open-Standard-Protokoll für die Heimautomatisierung –, einem Konzept für selbstfahrende Autos von Volvo und deutscher Skepsis gegenüber dem Mobile Payment. Außerdem heben bei uns Wearables ab und wir zeigen, wie man ein Pixel-Tier mit Raspberry Pi Sense HAT erstellt.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Thread: Open-Standard-Protokoll für die Heimautomatisierung

Einer der ausgereiftesten Bereiche im Internet of Things ist die Home Automation. Es existieren bereits unzählige Produkte für das Smart Home, dazu zählen beispielsweise die großen Player Nest, WeMo oder HomeKit. Ein großes Problem gibt es aber: die fehlende Standardisierung von Netzwerkprotokollen.

It’s hard to get multiple devices to talk to one another. And until now, no one has been able to do it well.

Aus diesem Grund hat Google mit Thread ein offenes und standardisiertes Protokoll für die Heimautomatisierung vorgestellt: Bei Thread handelt es sich um ein IP-basiertes, kontaktloses Netzwerkprotokoll, das vor allem für Low-Power-Produkte im Smart Home entwickelt wurde. Durch das Protokoll sollen alle Geräte in einem smarten Zuhause ohne Probleme miteinander kommunizieren können. Zudem hat Google die Thread Group ins Leben gerufen, zu deren Mitgliedern unter anderem auch ARM, Samsung und Qualcom zählen. Ausführliche Informationen zu diesem Standard finden sich übrigens neben der Thread-Homepage in Aniruddha Chakrabartis lesenswertem Artikel.

Volvo stellt Konzept für selbstfahrende Autos vor

Der schwedische Autobauer Volvo hat ein Konzept für ein selbstfahrendes Auto vorgestellt: das Volvo Concept 26. Der Name bezieht sich auf die Zeit, die US-Amerikaner täglich im Pendelverkehr zubringen, nämlich 26 Minuten. Dass diese Zeit besser genutzt werden kann, versteht sich eigentlich von selbst. Volvo demonstriert, wie die Insassen in Zukunft ihre Zeit verbringen könnten – von der Unterhaltung bis zur Dienstleistungserbringung. Autofahrer sollen selbst entscheiden, wann sie das Steuer übernehmen oder das Fahrzeug selbstständig fahren lassen wollen. Das Konzept zeigt zudem, wie der Innenraum autonom fahrender Autos aussehen könnte. Beim Concept 26 handelt es sich um einen Vorreiter des „Drive Me“-Pilotprojekts, das ab 2017 rund einhundert selbstfahrende Autos rund um Göteborg auf die Straßen schicken will. Auch in puncto Sicherheit hat Volvo eine klare Vorstellung:

Wir glauben, dass Autohersteller die volle Verantwortung für Fahrzeuge übernehmen sollten, die selbstständig unterwegs sind. Anderenfalls deutet das darauf hin, dass er nicht an die Zuverlässigkeit der autonomen Fahrtechnik glaubt.

Mobile Payment: Deutsche sind skeptisch

Das mobile Bezahlen ist der nächste große Trend, dennoch stehen viele Deutsche dieser Art des Bezahlens kritisch gegenüber. So nutzen rund zwei Drittel das Mobile Payment nicht und planen das auch nicht in Zukunft. Bei Frauen zeichnet sich eine stärkere Ablehnung als bei Männern ab (72 zu 60 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Der digitale Deutsche und das Geld“ der Postbank, für die mehr als 6.000 Bürger befragt wurden. Und selbst diejenigen, die einer Nutzung nicht abgeneigt sind, sehen ein großes Risiko: 94 Prozent der Deutschen halten das mobile Bezahlen für unsicher. Weitere 40 Prozent sagten, dass diese Sicherheitsbedenken sie von einer Nutzung abhielten.

Viele Nutzer hatten schlichtweg aber noch gar keine Möglichkeit, dieses Feature zu verwenden – weswegen die Postbank dem digitalen Fortschritt dennoch positiv entgegenblickt: Vor allem die digital-affinen Deutschen zwischen 25 und 34 Jahren erledigen derzeit Geldgeschäfte per Smartphone. 36 Prozent von ihnen machen Mobile Banking, bereits 21 Prozent der Altersgruppe setzen auf Mobile Payment. Die Studienverfasser gehen davon aus, dass sich der Trend zu mobilen Finanzdienstleistungen dank solcher Vorbilder bald deutlich verstärken wird.

Wearables heben ab

Bald könnte es so weit sein: EasyJet hat angekündigt, sein Flugpersonal mit smarter Kleidung auszustatten. Gemeinsam mit dem auf Wearable-Technologien spezialisierten Unternehmen Cute Circuit will die Airline Uniformen für die Flugbegleiter entwerfen. Die Kleidung soll Informationen anzeigen, speichern und weitergeben können und ist dafür mit Mikrofonen, Mikroelektronik und LED-Leuchten ausgestattet. Im Notfall sollen Stewardessen so leichter zu erkennen sein und besser untereinander kommunizieren können. Beim ersten Ansehen wirkt das Ganze etwas … sagen wir, gewöhnungsbedürftig:

Eine andere Art von Höhenflug legt derzeit Athos hin: das Wearable-Unternehmen hat in einer Series-C-Kampagne 35,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Athos entwickelt Kleidung und Gadgets, die Sportler vor Verletzungen schützen soll und nutzt dafür die eingegangenen Daten. Die Technologie soll Sportlern mitteilen, wie stark welche Muskeln während des Trainings belastet werden und auf diese Weise Überlastungen vorbeugen. Das eingenommene Geld soll Athos dabei helfen, ihre Marke populär zu machen. Der ehrgeizige Plan des Unternehmens lautet übrigens:

We’re going to try and build a Nike killer.

Pixel-Tier mit Raspberry Pi Sense HAT

Carrie Anne Philbin stellt auf ihrem Blog Geek Gurl Diaries regelmäßig spannende Tipps und Tricks rund ums Coden vor. In diesem Video-Tutorial erklärt sie, wie man ein interaktives Pixel-Tier mit einem Raspberry Pi Sense HAT erstellt. Einsteiger werden an das Programmieren mit Python herangeführt – Python wird benötigt, um die sich bewegenden Pixel zu steuern. Wir wünschen viel Spaß!

 

Aufmacherbild: Cyborg in a modern car (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: iurii

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