Außerdem: die Smart City mit WiFi-Zugang in Bürgersteigen

Inside IoT: Windows-10-IoT-Core-Supportende für Intel Galileo, LG Pay & ein Brain-Computer Interface
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit dem Supportende für Intel Galileo von Windows 10 IoT Core, LG Pay und einer smarten Stadt. Außerdem stellen wir die Steuerung von IoT-Devices per Brain-Computer Interface vor, präsentieren eine Studie zur Weitergabe von Gesundheitsdaten und einen smarten Helm.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Microsoft stellt Windows-10-IoT-Core-Support für Intel Galileo ein

Windows 10 IoT Core, Microsofts Betriebssystem für das Internet of Things, kündigt den Support für Intels Galileo-Boards. Sowohl die Boards der ersten als auch der zweiten Generation werden ab dem 30. November nicht mehr unterstützt. Microsoft erklärt das mit der unzureichenden Hardwareleistung von Intel Galileo.

We continue to focus on providing a great experience for Makers with Windows 10 IoT Core. While we’ve seen some fantastic innovation with the platform, unfortunately it does not meet the minimum hardware requirements for Windows 10 IoT Core.

Als Alternative bleibt Entwicklern der Raspberry Pi 2, auf den auch bereits existierende Galileo-Projekte migriert werden können.

LG entwickelt eigenen Mobile-Payment-Service

Apple Pay, Android Pay, Samsung Pay… kennt man alles schon. Jetzt betritt ein neuer Player die Bühne: LG hat angekündigt, seinen eigenen Mobile-Payment-Dienst an den Start zu bringen. Und der heißt – Überraschung – LG Pay.

It’s official! We have partnered with Shinhan Card and KB Kookmin Card to prepare for the launch of LG Pay.

Bei den Partnern handelt es sich um koreanische Banken, die gemeinsam mit LG den Bezahldienst in Südkorea starten wollen. Ob und wann ein internationaler Launch geplant ist, ist noch nicht bekannt. Aufgrund der großen Konkurrenz auf dem Mobile-Markt ist es allerdings fraglich, ob sich LG außerhalb Asiens durchsetzen kann …

Smart City: WiFi-Zugang in Bürgersteigen

Die kleine Stadt Chesham in Großbritannien wird zur Smart City: Gemeinsam mit Virgin Media wird probeweise ein smarter WiFi-Bürgersteig eingerichtet, der Passanten freien Internetzugang gewährt. Die Internetgeschwindigkeit soll 166 Mbps betragen und damit wesentlich höher als die Durchschnittsgeschwindigkeit in England liegen.

The pavement provides connectivity via submerged access points linked directly to Virgin’s street cabinets, which are connected to the fiber-optic network. The pavement provides download speeds of up to 166Mbit/s, allowing users to download a file of about 634MB, equivalent to one episode of ‘Coronation Street,’ in about 35 seconds.

Die Zugangspunkte liegen unter Kanaldeckeln, sodass der smarte Straßenzusatz auf den ersten Blick nicht auffällt.

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Brain-Computer Interface steuert IoT-Devices

Forscher der Brown University und das Unternehmen Blackrock Microsystems haben sich zusammengeschlossen, um ein Brain-Computer Interface zu entwickeln. Dieses soll es möglich machen, Kommandos ins Internet of Things zu senden. Auf diese Weise könnten gelähmte Personen mit den Dingen um sie herum interagieren, beispielsweise lassen sich Computer oder Rollstühle so steuern – mit Gedanken. Auch das Fahren von autonomen Fahrzeugen oder die Kommunikation mit anderen Menschen soll so kein Problem mehr darstellen.

Und so funktioniert das Ganze: Gedanken werden als elektrisches Signal erfasst und ausgegeben; die Signale wiederum per Kabel an den implantierten Port weitergereicht und dann an das signalausgebende Interface geleitet. Die Daten werden dabei mit einer Geschwindigkeit von 48 MB pro Sekunde übertragen, allerdings ist das angesichts der Kapazität unseres Gehirns noch immer verschwindend gering. Wie so eine Steuerung aussehen könnte, zeigt folgendes Video:

Jeder siebte Deutsche zu Weitergabe von Gesundheitsdaten bereit

Laut einer Untersuchung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) kann sich rund jeder siebte Deutsche vorstellen, Gesundheitsdaten an die Krankenkasse zu geben. Generell sind die Deutschen aber skeptisch, was die Weitergabe von Gesundheitsdaten anbelangt: Nur ein Drittel würde derzeit eigene Daten weitergeben. In der Altersklasse 60+ liegt die Bereitschaft für eine Datenübermittlung höher (68 Prozent), wohingegen nur 30 Prozent der 14- bis 29-jährigen ihre Gesundheitsdaten offenbaren möchten. Doch ganz ohne Gegenleistung soll es nicht ablaufen: Vorsorgeuntersuchungen (41 Prozent), Gutschriften (27 Prozent) und Präventionskurse (16 Prozent) stehen an vorderster Stelle. Wie die Zahlen zeigen, kann das Thema Vorsorge ein sinnvoller Ansatz sein, um mehr Bereitschaft für die Nutzung von Daten zu wecken, so Achim Himmelreich (BVDW-Vizepräsident).

Smarter Helm sorgt für freie Sicht

Diese Entwicklung dürfte Rad- und Motorradfahrer besonders freuen: der smarte Helm Skully soll in Zukunft für den nötigen Durchblick sorgen – in alle Richtungen. Mithilfe eines Videosystems, On-Board-Computer und einem Info-Display soll der Helm quasi alle toten Winkel sichtbar machen. Das Videosystem überträgt eine 180-Grad-Sicht ohne Latenz; auch Freisprecheinrichtung, Musikstreaming und GPS sind miteingebaut. Allerdings muss man für den Helm etwas tiefer in die Tasche greifen: 1499 Dollar kostet der Spaß.

 

Aufmacherbild: Photo showing a development board based on Intel x86 architecture & Stop sign, set (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: goodcat & ankudi

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