Die MobileTech Conference und Internet of Things Conference 2015 sind eröffnet

Willkommen zur zweiten mobilen Revolution [IoTCon/MTC 2015]
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Das Konferenzpaket bestehend aus der MobileTech Conference und der Internet of Things Conference ist offiziell eröffnet. Am Dienstagmorgen gab Conference Chair Sebastian Meyen den Startschuss für die beiden Hauptkonferenztage. Dabei wurde schnell klar, dass beide Bereiche – Mobile und das Internet der Dinge – bereits jetzt eng miteinander verschmolzen sind. So finden bis Mittwochabend im Herzen Münchens zahlreiche Sessions und Keynotes statt, die sich sowohl mit der Mobile- als auch der IoT-Entwicklung beschäftigen – und darüber hinaus aufzeigen, wie die beiden auf dem ersten Blick einander so fremd anmutenden Bereiche verschlungen sind.

Bereits seit Sonntag werden in Workshops einzelne Themenbereiche praxisnah erarbeitet. Die Eröffnungskeynote von Josh Valman, „How to develop connected Products for Manufacture“, zeigte auf, in welche Richtung sich die erstmalig in München stattfindende IoTCon entwickeln würde: von der Idee über das Konzept bis hin zum fertigen Produkt zeigte er auf, wie sich die immer wichtiger werdende Produktpalette der Connected Devices auch in Zukunft erweitern lässt. Dabei zeigte er aber auch, in welche Fallen man stolpern kann.

Mobile und IoT – Brüder im Geiste

Mit der Internet of Things Conference, kurz IoTCon, stellen die Konferenzorganisatoren der zum zehnten Mal stattfindenden MobileTech Conference auch in München eine Konferenz zur Seite, die technisches Know-how und kreatives Potenzial rund um das Internet of Things in den Fokus rückt.

Dass die IoTCon parallel zur MobileTechCon stattfindet, ist eine logische Konsequenz. Nicht nur die Technologien sind eng verwandt, auch die Entwicklung der beiden Themenfelder könnte ähnlicher nicht sein.

So vollzieht sich die stille Revolution – raus aus den Silos der App-Plattformen hin zu mobilen Gesamtlösungen, die eng miteinander verbunden sind und doch verteilt agieren.

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How to Develop Connected Products

Wie sich diese Revolution auf die Internet-of-Things-Ebene auswirkt, zeigte Josh Valman in seiner Keynote How to Develop Connected Products for Manufature.

Der charismatische Jungunternehmer startete seine Karriere bereits als zehnjähriger, indem er im Rahmen einer Fernsehshow im englischen Fernsehen einen Roboter entwickelte. Innerhalb weniger Jahre war sein Unternehmen viele Millionen Euro wert – wer sonst wäre also besser geeignet, den Teilnehmern mit hilfreichen Tipps zur Seite zu stehen?

It’s the power of knowing nothing to bring perspective.

Querdenken lautet die Devise; man muss gerade im spannenden IoT-Umfeld alte Mauern einreißen, wenn man Erfolg haben möchte. Dazu bot er sechs Tipps, die zeigen, wie man selbst im Fuß fassen kann:

  1. Verstehe das Problem, das du lösen möchtest
    Etwas nur zu entwickeln, weil man es kann, hilft nicht dabei, Erfolg zu haben. Der erste und wichtigste Punkt ist es daher, sich des Problems bewusst zu werden, das man mit seinem Projekt lösen möchte. Die besten Produkte sind dabei jene, die Probleme durch passive Interaktion lösen.
  2. Lösungen beginnen bei Menschen
    Es ist essentiell, seine Zielgruppe zu kennen und zu verstehen. Nur wer deren Ziele und Metriken kennt, kann Erfolg haben – es genügt nicht, Vermutungen anzustellen.
  3. Wenn man weiß, warum, muss man fragen: wie?
    Ein hübsches Produkt allein ist nicht hilfreich; man sollte stehts den Produktionsprozess im Auge haben. Ein praktisches Produkt wird mehr Erfolge erzielen können als ein schönes und wenig praktikables.
  4. Prototyping heißt lernen und verstehen
    Pfeift auf NDAs, so Valman. Man muss neue Wege gehen, seine Prototypen stetig verändern und den Situationen anpassen. Das Wichtigste jedoch sei es, live zu testen – Laborbedingungen geben keine Auskunft über die Praxistauglichkeit eines Produkts
  5. Verstehe deine Produktion
    Das Schlimmste, was passieren kann, sei es, dass man selbst – die Produktion des Produkts – zum Bottleneck mutiert. Man müsse also seine Kosten im Blick haben und die Anforderungen der Stakeholder verstehen, wenn man Erfolg haben möchte. Und man sollte stets in der Lage sein, skalieren zu können.
  6. Production doesn’t end!
    Man muss sich bewusst werden, dass man stets am lebenden Produkt weiterentwickelt. Jedes auf den Markt gebrachte Produkt ist ein Prototyp, den es weiterzuentwickeln gilt. Denn je mehr Kunden man gewinnt, desto mehr Daten sammelt man, mit denen man sein Produkt noch besser machen kann.

Ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Evolution im IoT-Umfeld den selben Weg nimmt, wie man ihn noch vor ein paar Jahren im Mobile-Umfeld beobachten konnte. Jetzt heißt es, den Wissensvorsprung zu nutzen und tief in das Internet der Dinge eintauchen zu können.

Darauf bereitet das Konferenzpaket aus MobileTech Conference und Internet of Things Conference die Teilnehmer bestens vor.

Übrigens: Die Aufzeichnung der Keynote werden wir in Kürze auf entwickler.de präsentieren.

Die MTC Awards und die MTC Open

Ein besonderes Highlight des weiteren Konferenzprogramms stellt die Vergabe der MTC Awards dar, die bereits zum vierten Mal vergeben werden. Unter den nominierten befinden sich spannende Applikationen wie die Sendung mit der Maus oder Der Spiegel, spannende Projekte wie Bragi Dash und iHouse sowie Connected Services wie GPSauge Racing und Airfy.

Die MTC Awards werden im Rahmen des Abendprogramms am Dienstag, den 24. März 2015 vergeben. Wir drücken allen nominierten Projekten die Daumen!

Darüber hinaus findet im Rahmen der MobileTech Conference kostenfrei die MobileTechCon Open statt – sowohl für Konferenzteilnehmer als auch für Gäste und Interessierte aus allen möglichen Bereichen. Die Besucher erwartet dabei ein unterhaltsamer Abend, bei dem das IoT Meetup und das IoT Hardware Cafe zu Gast sind, bei dem Experten ihre Hardware-Produkte vorstellen werden. Anschließend gibt es die Gelegenheit bei lockerem Networking und bei Drinks mehr über die Projekte in Erfahrung zu bringen.

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