Ist der Hashbang der nächste Big Bang?
Kommentare

Das Web verändert sich – daran besteht kein Zweifel. Neue Technologies rund um HTML5 befinden sich auf dem Vormarsch, immer mehr Seiten setzen mit Hilfe von JavaScript auf eine neue Interaktivität.

Das Web verändert sich – daran besteht kein Zweifel. Neue Technologies rund um HTML5 befinden sich auf dem Vormarsch, immer mehr Seiten setzen mit Hilfe von JavaScript auf eine neue Interaktivität. Doch ist diese Evolution ein Schritt zurück? Der Hashbang greift um sich, und er findet wenig Freunde.

Die Hashbang-Situation

Mit dem Zurückdrängen von Flash konnte diese Evolution natürlich nicht enden. Seiten wie Twitter oder Facebook setzen auf Interaktion; die Inhalte ändern sich, der URL nicht. Das Problem dabei war natürlich Google. Und einige liebgewonnene Browser-Funktionalitäten. The original # hack was developed so that the back button would work in browsers, and so that media playback not be interrupted whilst moving between articles (e.g. on Hype Machine.) It also allows separate content to be bookmarked. Da der Suchmaschinen-Gigant jedoch keinen mit JavaScript gerenderten Content liest, wurde der ursprüngliche Hack mit einem Ausrufezeichen versehen. Das Ergebnis sind wenig hübsch anzusehende URLs: http://twitter.com/#!/phpmagazin.

Natürlich geschieht das nur zum Wohle des Users. Denn der Grund für dieses client-side routing ist die Performance – wozu sollte die komplette Seite neu geladen werden, wenn man nur kleine Teile aktualisieren muss? Wie eben bei Twitter, wo sehr viel Interaktion stattfindet und viele kleine Daten-Stückchen zum Client geschickt werden.

Zurück in die Zukunft?

Das Web verändert sich, und der Hashbang ist nur der Bote dafür. Denn viele Websites sind mittlerweile Applikationen, die sich wie native Programme anfühlen. Der User erwartet es, also muss er damit leben. Oder?

The Web for me is still URLs and HTML. I don’t want a Web which can only be understood by running a JavaScript interpreter against it.Simon Willison, 2010

So oder so, man wird sich mit dieser Thematik beschäftigen müssen. Einen guten Einstieg dazu bietet Chris Shiflett in seinem aktuellen Blogpost JavaScript and URLs, in dem er nicht nur seine Meinung zu dem Thema kund tut, sondern auch eine hervorragende Auswahl an Artikeln aus dem Netz gesammelt hat, die sich mit Hashbangs und ihrer Auswirkung auf das beschäftigen.

Wie ist es mit unseren Lesern? Ist dieses Problem bei Ihnen angekommen? Wird dieser Zwang, desktopähnliche Web-Applikationen zu entwickeln die PHP-Landschaft nachhaltig verändern; immerhin ist es nun mit sauberen und sicherem PHP-Code alleine nicht mehr getan. Ihre Meinung interessiert uns!

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -