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JEP 382: Neue Java-Rendering-Pipeline für macOS
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OpenGL ist eine veraltete Rendering-Pipeline, die man gerade aus dem Gaming-Kontext vielleicht schon kennt. Diese soll, so Apples Wunsch, bald in den wohlverdienten Ruhestand geschickt werden. Das kommt für Java-Entwickler etwas ungelegen, weshalb nun im Zuge von JEP 382 eine neue Pipeline für macOS gesucht wird. Ursprung des Proposals ist Project Lanai.

Klassischerweise werden grafische Java-Anwendungen via Swing UI Toolkit geschrieben, was wiederum mit dem Java 2D API rendert. Das Rendern geht dann (meistens jedenfalls) via plattformspezifischem API vonstatten. Auf Windows ist dies Direct3D, auf Linux nutzt man X11 bzw. Xrender und auf macOS – bis dato – OpenGL. Unter macOS wird nun allerdings ein neues API eingeführt, das Metal API, welches das Aufgabengebiet von OpenGL übernehmen soll.

Um dieses Problem anzugehen wurde Project Lanai ins Leben gerufen, unter dessen Schirm der interne JDK-Code überarbeitet wird, um das Metal-Framework wie gewohnt nutzen zu können. Das Ergebnis ist JEP 382, mit dem nicht nur die Funktionalität von OpenGL ersetzt werden soll. Auch weitreichendere Möglichkeiten, die Apples neues Framework bereitstellt, sind Teil der Bemühungen des Lanai-Teams.

Klares Ziel ist also die Bereitstellung einer voll funktionsfähigen Rendering-Pipeline für das Java 2D API, die das macOS Metal-Framework nutzt. Natürlich ist dies auch eine Vorsichtsmaßnahme, falls OpenGL sehr bald von Apple komplett aus dem macOS entfernt wird. Ein Gutes hat diese Zwangsmaßnahme aber auch: Die Architektur wird möglicherweise deutlich geradeliniger und sauberer sein, als das bisher der Fall ist. Und wer aktuell noch OpenGL nutzt kann beruhigt sein: Solange die als deprecated markierte Pipeline noch unterstützt wird, kann sie auch weiter verwendet werden.

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