JavaScript
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Egal, ob in der .NET- oder Java-Welt zu Hause: Im Web sind alle vereint. Zumindest was das Frontend betrifft. Auch wenn auf dem Server ASP oder Sonstiges werkelt und mittels AJAX ein schneller Turnaround

Egal, ob in der .NET- oder Java-Welt zu Hause: Im Web sind alle vereint. Zumindest was das Frontend betrifft. Auch wenn auf dem Server ASP oder Sonstiges werkelt und mittels AJAX ein schneller Turnaround zum Server erfolgt, so geschieht die rein clientseitige Verarbeitung zumeist mit JavaScript. JavaScript, oder genauer ECMAScript, ist die Standardsprache der Browser. Und das vorliegende Buch gilt vielen als das Standardwerk zu diesem Thema, das nun aktuell in der 6. Auflage vorliegt. ECMASript5 und HTML5, serverseitiges JavaScript und jQuery stehen dabei nur beispielhaft für eine Vielzahl an Neuerungen, die in diese Auflage thematisiert werden.

Der Untertitel „Das umfassende Referenzwerk“ ist dabei Programm, denn der Leser erhält ausführliche Informationen zu dieser Sprache. Wer jedoch als Programmierneuling eine Einführung in JavaScript sucht, der sollte von diesem Buch erst einmal Abstand nehmen und ein Grundlagenbuch zu JavaScript lesen. Erst danach ist das vorliegende Werk nutzbar – ungeeignet JavaScript zu erlernen, ist es aber dennoch nicht. Der Autor startet mit einigen Programmbeispielen, die einen ersten Eindruck der Mächtigkeit vermitteln, um dann mit Typen, Objekten, Anweisungen und mehr in den Kern dieser Sprache einzudringen. Wer bereits in einer anderen Sprache programmieren kann, der wird die vorgestellten Konzepte recht gut in die Praxis umsetzen können. Wer dagegen JavaScript schon grundlegend kennt, für den stellt dieser Teil des Buchs eine Vertiefung seines Wissens dar. Zum Ende dieses Abschnitts über den Sprachkern geht der Autor kurz auf Rhino und Node ein – zwei Implementierungen, die serverseitiges JavaScript ermöglichen.

Den zweiten Teil seines Buchs widmet David Flanagan dem derzeit vorherrschenden Anwendungsgebiet: clientseitigen JavaScript. Angefangen bei der Einbindung in HTML geht es über das Window-Objekt zum Scripting von Dokumenten und CSS, behandelt der Autor Events, gescriptetes HTTP und kommt über das populäre jQuery Framework dann zu den Neuerungen, die HTML5 bietet, wie beispielsweise clientseitigen Speichermöglichkeiten. Insgesamt ist dieser Teil der umfangreichste des Buchs.

Teile drei und vier bieten die Referenz zu den beiden vorderen Teilen. Während der dritte Teil eine alphabetische Referenz zum Sprachkern bietet, findet der Leser danach die Referenz zum clientseitigen JavaScript. Hier werden die einzelnen Sprachelemente bzw. im Browser verfügbaren Elemente aufgeführt und ihr Verhalten, eventuelle Argumente und Rückgabewerte ausführlich beschrieben. Während der Leser in den vorderen Teilen etwas längere zusammenhängende Codebeispiele findet, beschränkt sich der Autor im Rahmen der Referenz zumeist auf kurze Nutzungsbeispiele. So ist das vorliegende Buch insgesamt eher abstrakt gehalten. Dies ist aber die einzige Möglichkeit, ein so umfassendes Thema noch einigermaßen kompakt darzustellen und mit etwas über 1000 Seiten auszukommen. Und so richtet sich das Buch an den anspruchsvollen Entwickler, der damit ein ausgezeichnetes Werk an die Hand bekommt.

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