JavaScript Day

JavaScript ist mit Windows 8 auf dem Desktop angekommen
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Aus dem Web ist sie nicht mehr wegzudenken und mit dem Modern UI von Windows 8 ist sie jetzt auch auf dem Desktop angelangt: Die Programmiersprache JavaScript sollte zum festen Repertoire eines jeden Microsoft-Entwicklers zählen.

Ob funktionale oder objektorientierte Programmierung, Klassen, öffentliche oder private Methoden: JavaScript bietet fast alles, was man in einer Programmiersprache sucht. Michael Willers führte die Besucher der BASTA! 2012 auf dem JavaScript Day in die Web-Sprache ein und zeigte: Was sind die „Good Parts“? Was sollte man besser vermeiden? Gibt es Architektur in JavaScript? Ist Performance ein Thema und wenn ja wann?

Michael Willers stellte JavaScript mit all seinen Features, Ecken und Kanten vor
Michael Willers stellte JavaScript mit all seinen Features, Ecken und Kanten vor

Dabei zeigte sich schnell, dass JavaScript sehr anstrengend werden kann, wenn man die vergleichsweise bequeme und sichere Entwicklung mit C# gewohnt ist. Doch dank Visual Studio 2012 lässt sich IntelliSense für JavaScript einsetzen, auch wenn es noch nicht so ausgereift ist wie bei C#. Von daher wird der manuelle Programmier-Aufwand zwar auf den ersten Blick größer werden, will man die Script-Sprache in der gewohnten Entwicklungs-Umgebung einsetzen. Doch muss man nicht jedes Rad neu erfinden, wie die Zuschauer später lernten.

Daniel Fisher nutzt Open Source Tools zum Erstellen einer Windows Store App
Daniel Fisher nutzt Open Source Tools zum Erstellen einer Windows Store App

Das Web ist offen. […] Es gibt nicht mehr den Hersteller, der sagt „So geht das“. (Daniel Fisher)

JavaScript ist Teil der Open-Source-Welt, gegenüber der sich Microsoft erst spät geöffnet hat. Mit Windows 8 und dem Modern UI werden JavaScript Apps Teil des Windows Desktops. Entwickler müssen Umdenken lernen, doch in der Open-Source-Welt gibt es nicht den richtigen Weg, eine App zu erstellen. Dafür hat sie einen entscheidenden Vorteil: „Für alle Funktionen, die Ihr implementieren wollt, gibt es schon mindestens drei Bibliotheken“, erklärt Daniel Fisher.

Anhand von einer eigenen Metro App (Fisher bestand darauf, das Modern UI weiterhin so zu nennen) zeigt er, wie man mit bestehenden Bibliotheken eine zuverlässige, performante App baut, die Navigation, Request Handling, Caching und MVVM beherrscht. Seine Favoriten-Tools waren hierbei Sammy, jQuery, Amplify und Knockout.js.

Doch wie sieht es aus mit der Cross-Plattform-Tauglichkeit dieser Apps? Hier müssen wir an manchen Stellen Abstriche hinnehmen. So hat Microsoft einige jQuery-Funktionen unterbunden, die Veränderungen am .innerHTML vornehmen: Sie könnten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Eine zusätzliche Cross-Plattform-Hürde stellt HTML5 dar, dessen Standardisierung noch große Lücken aufweist: Wie erlauben wir Zugriffe auf das Dateisystem, wie greifen wir auf Geräte zu..? All dies wird sich im Laufe der weiteren App-Entwicklung noch klären, an der jetzt immer mehr .NET-Programmierer Teil haben werden.

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