JavaScript kommt bei 1,1 Prozent der Nutzer nicht an
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Die Britische Regierung setzt auf das Internet und macht zum Beispiel die Individual Electoral Registration über einen Web Service möglich. Dahinter steht das Team von Government Digital Service (GDS).

Die Britische Regierung setzt auf das Internet und macht zum Beispiel die Individual Electoral Registration über einen Web Service möglich. Dahinter steht das Team von Government Digital Service (GDS). Doch so zeitgemäß sich das Britische Government damit auch geben mag, so gibt es bei allem guten Willen einen Haken, wie GDS Product Manager Pete Herihy jetzt bekannt gegeben hat: Wie GDS herausgefunden hat, verfügen viele Nutzer oder deren Browser gar nicht über JavaScript.

Zwar werden diese Zugriffe trotzdem von GDS unterstützt, aber man ärgert sich selbstverständlich darüber, wenn das ausgefeilte Design gar nicht beim User ankommt. Also forschte man nach. Die genaue Zahl beläuft sich auf 1,1 Prozent, also einen von 93 Nutzern. Dabei ist besonders interessant, dass nur 0,2 Prozent JavaScript bewusst deaktiviert haben oder Browser nutzen, die es nicht unterstützen. 0,9 Prozent der Browser unterstützen JavaScript zwar eigentlich, erhalten es aber einfach gar nicht erst.

Wie wurden diese Werte ermittelt?

Tom Byers schrieb Code, der drei Bilder beinhaltete. Dieser wurde in die Regierungshomepage eingeschleust. Das erste Bild  war ein Base Image, das von allen Browser angefragt wird. Hinzu kamen ein Bild, das nur von Browsern angefragt wird, die JavaScript ausführen (Script Image) und eines, das nur von Browsern angefragt wird, die kein JavaScript ausführen (Nonscript Image). Das Ergebnis: Bei mehr als einer halben Millionen Seitenbesuchen wurde 503872 mal das Script Image und 1113 mal das Nonscript Image angefordert. Unterm Strich bedeutet das, dass 4329 mal weder das eine noch das andere angefordert wurde. Zuletzt hatte Yahoo eine ähnliche Analyse durchgeführt: 2010 kam man dabei auf 1,3 Prozent, die JavaScript nicht nutzen können oder wollen. Angesichts der Smartphone-Flut wundert es Pete Herlihy aber nicht, dass der Wert in der Erhebung des GDS inzwischen leicht herunter gegangen ist, denn die meisten mobilen Geräten unterstützen JavaScript.

In der Entwicklungsabteilung der Regierung hat man diverse Vermutungen, warum manche Browser JavaScript einfach nicht ausführen, z.B. JavaScript Errors oder Netzwerkfehler vor allem bei mobilen Devices. Die Gründe für die Werte hält Herlihy aber erst einmal für zweitrangig. Wichtig sei viel mehr, überhaupt einmal eine Vorstellung davon zu haben, wie oft JavaScript gar nicht beim User ankommt. Deswegen will das Team vom GDS die Analyse in Zukunft regelmäßig wiederholen und darüber berichten.

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