TypeScript, WebComponents und Co: Das ist neu in Dojo 2.0

Dojo 2.0: Neue Features mit TypeScript umgesetzt
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Dojo 2.0 ist da. Auch 13 Jahre nach dem ersten Release wird das JavaScript-Toolkit noch immer aktiv gepflegt und wurde auf Basis von TypeScript nun einer weitreichenden Erneuerung unterzogen. Mit dabei sind unter anderem Support für ECMAScript 2015+ und Web Components.

Dojo war eines der ersten JavaScript-Toolkits am Markt, als 2005 in der ersten Version erschienen ist. JavaScript und den Browser als Plattform zu betrachten, das sei damals revolutionär gewesen und habe zum Aufstieg von JavaScript im Web beigetragen, so beschreibt es Dylan Schiemann im Blogpost zum Release von Dojo 2.0. In der neusten Major-Version liegt der Fokus nun auf modernen JavaScript-Technologien und darauf, weiterhin interoperabel zu bleiben.

Dojo 2.0: Neue Features

Mit Dojo 2.0 können Entwickler weiterhin selbst wählen, welche weiteren Frameworks und Tools sie für ihr Projekt nutzen möchten, müssen dies allerdings nicht zu Projektbeginn entscheiden, weil das Toolkit bereits einige Optionen Out-of-the-Box mitbringt. Das soll vor allem beim Einstieg in die Arbeit an einem JavaScript-Projekt helfen.

Zu Dojo 2.0 wurden nun einige neue Technologien aus dem Web-Bereich in das Toolkit integriert. So bringt Version 2.0 ein Widget-System auf Basis eines reaktiven, virtuellen DOMs mit, sowie ein Theming-System, das mit dem Postcss-Plugin CSS.Next arbeitet. Mit dabei ist außerdem ein Support für Web Components, der die Möglichkeit zum Importieren und Exportieren von Custom Elements umfasst. Die so erzeugten Custom Elements können in Dojo 2 und anderen Frameworks verwendet werden. Für das State Management hat sich das Team hinter Dojo 2 an der Flux- und Redux-Architektur orientiert. Dojo 2 bringt einen State Container mit, der berechenbare und konsistente States für JavaScript-Anwendungen zur Verfügung stellt.

Zu den weiteren Neuerungen in Dojo 2 gehört ein neues CLI Tooling, das Code Splitting und Build Time Rendering automatisch unterstützt. Auch das deklarative Routing-System auf Anwendungsebene und eine neue Testabdeckung gehören zu den Features von Dojo 2, die im Blogpost zum Release vorgestellt werden.

Breaking Changes und Migration auf Dojo 2

Um all diese Neuerungen zu realisieren, hat sich unter der Haube viel verändert. So wurde Dojo 2 in TypeScript geschrieben und bringt zahlreiche Breaking Changes mit. Zwar verweist der Migrationsguide in der Dokumentation noch darauf, dass Dojo 2 sich in der Entwicklung befinde; der Guide wurde also noch nicht auf die finale Version aktualisiert. Ihm ist dennoch bereits zu entnehmen, dass einige weitreichende Änderungen am Toolkit vorgenommen wurden. So arbeitet Dojo 2.0 beispielsweise mit dem Standard für die asynchrone Modul-Definition (AMD). Dadurch hat sich die Syntax zur Definition und zum Laden von Modulen verändert. Für den Dojo Core steht im Migrationsguide eine tabellarische Auflistung mit alten und neuen Funktionsbezeichnungen zur Verfügung. Auch zahlreiche weitere Bereiche, beispielsweise die Arbeit mit Events und dem Parser, deckt der Migrationsguide ab.

Dojo 2.0 wird auf GitHub entwickelt und steht via npm zum Download bereit. Es handelt sich um ein Projekt der JS Foundation, das unter New BSD License steht.

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