TC39: Wichtiges im Juli-Meetings

ECMAScript: Auf dem Weg zur offiziellen Standard Library?
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Das TC39 hat sich zusammen gefunden und darüber gesprochen, wie es mit ECMAScript weiter geht. Diskutiert wurde unter anderem die Idee, den Weg für eine Standard Library für JavaScript zu ebnen. Außerdem hat ein Proposal den Praxis-Test-Status erreicht.

Das TC39 ist im Juli wieder zusammengetreten. Das technische Komitee, das über die Zukunft von JavaScript entscheidet, hat erneut zahlreiche Ideen diskutiert. Zu den spannendsten Punkten auf der Tagesordnung gehörten dieses mal die Verschiebung von Object.fromEntries auf Stage 3 des Standardisierungsprozesses und ein Proposal zur Implementierung eines Mechanismus zur Definition einer offiziellen Standard Library in ECMAScript.

TC39: Das  hat sich bei ECMAScript getan

Object.fromEntries ist fertig für den Kandidaten-Status: Das Proposal zur Einführung einer neuen statischen Methode hat Stufe 3 des Stageing-Prozesses erreicht. Object.fromEntries ermöglicht die Transformation einer Liste von Key-Value-Paaren in ein Objekt. Damit stellt es das Gegenteil von Object.entries dar, wie dem Proposal-Text zu entnehmen ist.

Im Rahmen des Juli-Meetings des TC39 wurde nun entschieden, dass das Proposal weit genug fortgeschritten für Stufe 3 ist. Das bedeutet, dass Object.fromEntries nun Kandidaten-Status hat und für die weitere Bearbeitung des Proposals Feedback aus der realen Anwendung notwendig ist. Dafür sollen nun Implementierungen vorgenommen werden, um Rückmeldungen zu bekommen. Erst danach kann eine Aufnahme in Stage 4 erfolgen und somit die Implementierung in den nächsten erreichbaren ECMAScript-Standard.

Eine Standard Library für JavaScript?

Das Proposal zur Implementierung eines Prozesses zur Definition einer offiziellen Standard Libary befindet sich hingegen erst auf Stage 1 des Standardisierungsprozesses. Es wurde im Rahmen des Juli-Meetings des TC39 erstmalig dem Komitee vorgestellt. Präsentiert wurde die Idee von Nathan Hammond, Mattijs Hoitnik und Michael Saboff, die ihren Vorschlag damit begründeten, dass mit einer Standard Library ein allgemeiner Funktionsumfang bereit gestellt werden könne, der nicht heruntergeladen werden müsse. Außerdem könne so das Aufblähen globaler Namespaces vermieden und eine sicherere Erweiterbarkeit von Builtins ermöglicht werden. Dabei bezogen sie sich unter anderem auf SmooshGate Wie der Präsentation des Proposals zu entnehmen ist. Aus den Meeting Notes geht außerdem hervor, dass es den Autoren des Proposals nicht darum ging, einen konkreten Entwurf für eine Standard Library ins TC39 einzubringen. Vielmehr stand die Frage nach einem möglichen Mechanismus zur Einführung einer solchen Standard Library im Zentrum, die irgendwann optional zur Verfügung gestellt werden könnte.

Lesen Sie auch: Die ersten Features für ECMAScript 2019 stehen fest!

Die Aufnahme des Proposals auf Stage 1 bedeutet, dass das TC39 grundsätzlich zustimmt, dass ein Mechanismus zur Definition einer solchen Standard Library eine sinnvolle Erweiterung für ECMAScript darstellen könnte. Das TC39 identifizierte im Rahmen seiner Diskussion über das Proposal einige mögliche Hürden für eine solche Implementierung, beispielsweise den Umgang mit Polyfills und einen möglichen Konflikt mit bereits begonnenen Projekten von Node. Um das Proposal auf Stage 2 setzen zu können, müssen laut Meeting-Protokoll vor allem die Bereiche des Umgangs mit Polyfills und Sync Usage in Skripten definiert werden. Weitere Informationen zum Proposal können dem Meeting-Protokoll entnommen werden. Dort finden sich auch Informationen zu allen weiteren Themen, die im Rahmen des Juli-Meetings des TC39 besprochen wurden.

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