Glimmer 2 Alpha steht zur Verfügung

Ember stellt Rendering-Engine Glimmer 2 vor
Kommentare

Bereits auf der diesjährigen EmberConf-Keynote im April kündigte Yehuda Katz die Arbeit an einer stark optimierten Rendering-Engine für Ember an. Nun ist diese unter dem Namen Glimmer 2 in der ersten Alpha-Version erschienen.

Der Fokus der Rendering-Engine Glimmer 2 liegt ganz klar auf verbesserter Performance; im Alpha-Stadium wird jedoch zuerst einmal besonderer Wert auf maximale Kompatibilität gelegt. Glimmer 2 Alpha wird erstmalig mit Ember 2.9.0-alpha.1 ausgeliefert. Während der Alpha-Testperiode sollen wöchentlich neue Builds ausgespielt werden.

Glimmer 2 Alpha – das steckt drin

Bei Glimmer 2 handelt es sich um eine flexible, systemnahe Rendering-Pipeline zum Erstellen eines „live“ DOMs aus Handlebars-Templates. Diese können nachträglich mit wenig Aufwand aktualisiert werden, wenn sich Daten verändern. Glimmer enthält einen Runtime-Compiler, der Opcodes produziert, die auf einer in TypeScript erstellten Virtual Machine ausgeführt werden.

Die Integration von Glimmer 2 bringt Ember-seitig keine neuen nutzerbezogenen Features mit sich. Obwohl es sich um eine komplette Umarbeitung unter der Haube handelt, soll das finale Release von Glimmer 2 ein einfaches, komplett abwärtskompatibles Upgrade für alle Ember-Nutzer sein. Das Entwicklerteam folgt auch hier dem SemVer-Leitsatz, sodass nicht mit Deprecations zu rechnen sein sollte.

Übergeordnetes Ziel von Glimmer 2 ist die Steigerung der Performance. Dennoch liegt der momentane Fokus in der Alpha-Phase auf der maximalen Kompatibilität. Nutzer sollten mit jedem weiteren Alpha-Release Verbesserungen in der Rendering-Performance sowie reduzierte Download-/Parsing-Zeiten feststellen.

Wichtige Info am Rande: Die Versionsnummer 2.9.0-alpha.1 bedeutet nicht, dass die Engine im finalen 2.9-Release von Ember enthalten sein wird. Nach momentanem Stand wird das 2.8.-LTS-Release das finale LTS-Release, das Glimmer 2 beinhaltet. Wie immer ist das letztendlich aber eine Entscheidung des Core-Teams.

Einen Überblick zu Glimmer 2 bieten der Eintrag im Ember-Blog sowie die Dokumentation auf GitHub. Yehuda Katz gibt im folgenden Video einen tieferen Einblick in Glimmer 2:

Die Geschichte hinter Glimmer 2

Das Projekt „Glimmer“ startete bereits vor einem Jahr, als das Entwicklerteam daran arbeitete, „angle bracket components“ in die HTMLBars-Engine zu implementieren (Glimmer 1). Dies brachte einige Missstände zwischen dem Rendering-Stack und Embers Ausrichtung ans Licht: Während die HTMLBars für das grundlegende Templating zuständig waren, wurde die Implementierung von einigen View-Layer-Features Ember selbst überlassen. Dadurch wurde es nicht nur schwieriger, neue Features zu implementieren, sondern das auch von vorneherein effizient zu tun.

Dieses Ergebnis zeigte, dass sich Ember in eine Richtung entwickelt, die sich nicht länger für eine HTMLBars-Architektur eignet. Aus diesem Grund setzt Ember jetzt auf die Glimmer-2-Architektur, die vor allem für eine bessere Performance sorgen soll. Mit Details hält sich das Entwicklerteam noch zurück; User können sich aber schon jetzt auf spannende Features wie FastBoot-Rehydration freuen.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -