React, Vue.js & co

jQuery vom Thron gestoßen: Die Umfrage zu Frontend Tools 2019
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React wird sowohl zum wichtigsten als auch zum meist genutzten JavaScript Tool gekürt. jQuery wird damit erstmals seit 2015 vom 1. Platz abgelöst – bleibt aber weiter das Tool, mit dem sich eine große Mehrheit am besten auskennt.

Die Ergebnisse der jährlichen Befragung von Entwicklern zur Front-End Tooling Survey liegen vor. Die von Ashley Nolan durchgeführte Umfrage wertete für das Jahr 2019 27 Fragen aus, die von 3005 Entwickler beantwortet wurden. 59% der Befragten arbeiten dabei mindestens 5 Jahre in der Frontend-Entwicklung, 13% bereits seit über 15 Jahren. Der aktuelle Fragenkatalog ist, wie in den Vorjahren auch, in die Bereiche CSS und JavaScript unterteilt.

Tools und Frameworks für CSS

Bei der Frage nach den meist genutzten CSS-Frameworks kann der Trend des Vorjahres bestätigt werden. Mit 51,61% nutzen 2019 nun sogar mehr als die Hälfte der CSS-Experten entweder gar kein Framework oder ein eigenes. Zum Vergleich: 2018 waren es 48,33%. Unverändert ist Bootstrap die beliebteste Lösung, verliert mit Blick auf das Vorjahr aber mit rund 7% deutlich an Zuspruch und wird nur noch von 28% der Befragten genutzt. Im Bereich der beliebtesten CSS-Tools, bzw. Methodologien konnte sich erneut der Autoprefixer durchsetzen. Fast 56,84% gaben an, ihn in Projekten zu verwenden. Platz 2 geht mit 45,52% an BEM, gefolgt von Stylelint mit 27,49%.

JavaScript: React als Spitzenreiter, jQuery mit starken Verlusten

Viel hat sich seit der letzten Umfrage in der JavaScript-Welt getan. Seit 2015 führte jQuery unangefochten die Tabelle der meist genutzten Tools an – nun kommt mit React die Ablösung. Während jQuery um fast 15 Prozentpunkte auf nur noch 36,81% einbrach, konnte React mit nun 52,21% den Vorsprung ausbauen. Über die Hälfte der befragten Entwickler nutzen damit nun React für ihre Projekte. Trotz des herben Verlustes hält sich jQuery auf Platz 2, knapp vor Lodash (32,81%). Auch ein weiterer Trend bestätigt sich in den Zahlen: Lagen Angular 2+ und Angular 1 im letzten Jahr zusammengenommen noch knapp vor Vue.js, zieht letzteres Tool nun davon. 27,15% der Entwickler gaben an, Vue.js in ihren Projekten zu verwenden. Rechnet man die beiden Angular-Versionen zusammen, sind es nur noch 22,07% (im Vergleich zu 24,01% im Vorjahr). Grund dafür ist auch die sinkende Nachfrage an Angular 1.

Und auch in einer weiteren Disziplin verliert jQuery an Zuspruch. Bei der Frage nach den wichtigsten Frameworks, bzw. Libraries für Projekte verlor jQuery bereits bei der Umfrage aus 2018 12,37%. Nun rutscht die JavaScript Library um weitere 8,59 Prozentpunkt auf den vierten Platz ab. An der Spitze steht nun auch in dieser Kategorie React (32,78%). Mit 21,66% gab fast ein Viertel der Befragten an, weder Frameworks noch Libraries zu nutzen.

Survey JS2

Die wichtigsten JavaScript Tools für Projekte. Quelle: https://ashleynolan.co.uk/blog/frontend-tooling-survey-2019-results

Etwas im Kontrast zu diesen Zahlen steht das Ergebnis auf die Frage, mit welchem Tool sich die Entwickler am besten auskennen. Mit 75% auf Platz 1: jQuery.

Eindeutige Ergebnisse gab es auch bei der Frage, welche Accessibility Tools genutzt werden, um Projekte für Menschen mit Einschränkungen zugänglicher zu machen. 63,13% antworteten, überhaupt keine Tools einzusetzen.Am meisten genutzt werden Colour Contrast Checker (22,20%) und Screenreader (15,44%). Ashley Nolan, Autor der Studie, sieht hier den größten Entwicklungsbedarf und verweist neben moralischen Aspekten auch auf Gerichtsurteile gegen Unternehmen, die keine Barrierefreiheit zu ihren Angeboten gewährleisten.

Die Ergebnisse der Umfrage können auf der Webseite von Ashley Nolan gefunden werden.

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1 Kommentar auf "jQuery vom Thron gestoßen: Die Umfrage zu Frontend Tools 2019"

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Thomas D.
Gast

„Mit 51,61% nutzen 2019 nun sogar mehr als die Hälfte der CSS-Experten entweder gar kein Framework oder ein eigenes.“
– Puh, und ich dachte, ich wäre mit meiner Abneigungen gegen Frameworkeritis ein Exot! Manchmal ganz hilfreich, aber man unterschätzt gerne, was man hinzulernen muss bzw. auf der anderen Seite, was HTML, CSS & Co. schon out-of-the-box können, wenn man es beherrscht.

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