Wohin entwickelt sich die JavaScript-Welt? npm gibt Antworten

JavaScript 2018 & 2019: Trends und Prognosen von npm
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Webentwickler schreiben nur drei Prozent ihres Codes selbst – die anderen 97 Prozent kommen aus Bibliotheken. Diese und viele weitere Zahlen aus dem JavaScript-Universum hat npm nun im „This year in JavaScript“-Report zusammengefasst. Außerdem gibt’s Prognosen für 2019: Wird sich React an der Spitze halten können?

Die ersten Jahresrückblicke für 2018 und Prognosen für 2019 trudeln ein, npm ist ganz vorne mit dabei: Der neue „This year in JavaScript“-Report gibt Einblick in die Trends, die npm über das Jahr hinweg beobachtet hat und versucht, die JavaScript-Szene zu charakterisieren.

Der typische JavaScript-Entwickler auf npm

JavaScript-Entwickler und npm-Nutzer kommen aus allen Branchen, allen Altersgruppen und Unternehmen jeder Größe. Ein großer Teil von ihnen, nämlich 69 Prozent der npm-Nutzer, hat sich JavaScript selbst beigebracht. Und sie sind viele: npm selbst hat mehr als 10 Millionen Nutzer und geht davon aus, dass es da draußen noch bis zu 10 Prozent mehr JavaScript-Entwickler gibt. Die Community ist also groß, was laut npm auch an der Vielfalt der JavaScript-Welt selbst liegen könnte. 67 Prozent der Befragten JavaScript-Entwickler in npms „This year in JavaScript“ gaben an, die Sprache wegen der Menge an verfügbaren Bibliotheken gewählt zu haben. Ausgewertet für den Report wurden 16.000 Survey-Antworten sowie das Downloadverhalten der npm-Nutzer. Was hat npm dabei noch herausgefunden?

npm selbst hat sich mit den Jahren weiter entwickelt, wie dem Report zu entnehmen ist. Wo früher Pakete für Backend-Anwendungen mit Node.js dominierten, geht man heute darauf ein, dass 93 Prozent der Befragten angaben, dass der von ihnen geschriebene Code im Browser ausgeführt wird. Serverseitiges JavaScript schreiben 70 Prozent. Immerhin 44 Prozent schreib JavaScript für den Mobile-Bereich, 6 Prozent gaben an, für den Bereich IoT und Robotics JS-Code zu entwickeln.

JavaScript und Java: Welche Programmiersprachen werden genutzt?

Bibliotheken haben im Laufe der Zeit massiv an Bedeutung für die Webentwicklung gewonnen. Laut den npm-Survey-Ergebnissen stammt mittlerweile 97 Prozent des Codes einer durchschnittlichen Webanwendung aus wiederverwendbaren Bibliotheken; drei Prozent werden selbst geschrieben um die Anwendung individuell auszugestalten.

JavaScript wird außerdem nicht alleine genutzt. Jeweils 30 Prozent der Befragten benutzten neben JavaScript auch Java, PHP und Python – Mehrfachantworten waren gestattet. C# kam auf 19 Prozent, Go, C++ und Ruby auf jeweils 10 Prozent. C und Swift wurden von jeweils fünf Prozent der Befragten als weitere verwendete Programmiersprachen benannt. Rust kam auf drei Prozent.

React verliert – an Vue und Ember?

Neben den Programmiersprachen ist aber natürlich auch das JavaScript-Ökosystem wichtig, vor allem in Hinblick auf die starke Nutzung von Bibliotheken. Der „This year in JavaScript“-Report zeigt, dass das Wachstum von React in diesem Jahr einen Dämpfer bekommen hat. Zwar nutzen 60 Prozent der Befragten React – 2017 seien die Downloadzahlen aber stärker gewachsen als 2018. Die Popularität von React wird darauf zurückgeführt, dass es sich nicht um ein volles Framework handele, sondern um eine Bibliothek, die vielseitig erweitert und den eigenen Interessen angepasst werden könne.

Woran könnte aber das geringere Wachstum der Downloadzahlen von React liegen? Vue und Ember könnten der Grund dafür sein. Während das Wachstum für Angular konstant blieb, konnte sich Ember von einem Einbruch seiner Wachstumsrate erholen und in diesem Jahr Anteile zurück gewinnen. Für Vue.js zeigt der Report, dass der Wachstumstrend der Downloadzahlen sich fortsetzt.

JavaScript 2019: Die Prognosen

Geradezu „explodiert“, so der Report, seien außerdem die Downloadzahlen von Apollo und somit die Popularität von GraphQL, was unmittelbar zu einer der Vorhersagen von npm für 2019 überleitet: Es könnte zwar noch zu früh sein, so der Report, um GraphQL in der Produktion einzusetzen. Man gehe aber davon aus, dass die Technologie Ende 2019 oder 2020 den Mainstream erreichen werde.

Außerdem sagt der npm-Report voraus, dass React auch im kommenden Jahr dominant bleiben wird, aber andere, nicht benannte Tools den Gipfel ihrer Beliebtheit überschritten haben werden. Auch für TypeScript, das in diesem Jahr von 46 Prozent aller Befragten genutzt wurde, sagt der Report ein gutes Jahr 2019 vorher: In mehr und mehr Projekten werde die Sprache künftig eine Rolle spielen.

Der vollständige Report steht zum Download bereit.

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