Tag 1: Die Vielfalt der JavaScript-Welt

JavaScript-Trends: Take-aways von der International JavaScript Conference 2018, Tag 1
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State Management war ein großes Thema am ersten Tag der International JavaScript Conference 2018 in London: VueX, MobX, Redux! Aber das war natürlich noch nicht alles. Es ging auch um die Frage, wie man eigentlich mit dem schnell wachsenden JavaScript-Universum mithalten kann.

Neuroscience mit JavaScript, eine Standard Library für die Sprache, die sowas nicht braucht und immer wieder das Thema des State Managements: Darum ging es am ersten Tag der International JavaScript Conference 2018 in London. Hier sind die Take-aways des ersten Konferenztags.

VueX, MobX und Redux: Der Vormittag

State Management ist vor allem dann wichtig, wenn Anwendungen wachsen und immer größer und komplexer werden. Sonst weiß man irgendwann gar nicht mehr, woher dieser eine Fehler überhaupt kommt! Redux ist in dieser Hinsicht eine Art Standard in der JavaScript-Welt geworden. Beruhend auf dem Flux-Pattern von Facebook war Redux zuerst auf React ausgelegt, kann nun aber auch mit anderen Frameworks kombiniert werden. Mit Redux-Saga steht außerdem ein Tool für größere Anwendungen zur Verfügung, das dabei hilft, React-Apps zu skalieren. Darüber sprachen Karina Islam (Web Developer) und Mahbubur Rahman  Khan (Codinism) an ersten Tag der iJS und zeigten dabei, dass die JavaScript-Welt nicht stillsteht. Immer neue Tools kommen hinzu, auch in Bereichen, in denen s ich bereits Standards etabliert haben.

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Auch Max Gallo (DAZN) beschäftigte sich in seiner Session mit dem State Management. Hier standen MobX und der MobX State Tree im Zentrum. Im Interview haben wir Max gefragt, worum es dabei eigentlich geht und was die Vorzüge dieser Herangehensweise sind. Eines der Grundkonzepte in MobX lautet, dass abgeleitet werden sollte, was abgeleitet werden kann. Der State Tree ist in diesem Kontext eine opinionierte Art, Daten zu speichern und abzurufen. Mehr Infos findet ihr hier im Interview mit Max.

Außerdem ging es gestern um VueX, ein Mitglied des Ökosystems rund um Vue. Vue ist selbst ja noch recht neu in der JavaScript-Library-Welt und bringt einige Konzepte mit, die sich von Angular und React unterscheiden. So ist Vue beispielsweise kein vollständiges Framework, sondern eine Library, die sich um den View-Layer kümmert und somit kleiner und fokussierter als Angular. Durch die Arbeit mit Komponenten ist Vue allerdings nicht nur für kleine Projekte geeignet, sondern gut skalierbar. VueX ist, wie der Name vermuten lässt, die entsprechend auf Vue ausgerichtete State Management Library. Was man damit machen kann, verrät euch Speaker Luca Mezzalira im Interview.

Asynchronität & das Problem der Vielfalt

State Management war also ein großes Thema am ersten Tag der iJS London. Aber natürlich gab es noch zahlreiche weitere spannende Sessions zu Themen aus der JavaScript-Welt. So hat Joel Lord (Auth0) über die Schwierigkeiten mit der asynchronen Ausführung von Code gesprochen und ging dabei der Frage nach, wie man ein Peanutbutter-&-Jelly-Sandwich macht. Erst werden die Zutaten besorgt, dann wird das Brot aus dem Schrank genommen… JavaScript führt Code aber asynchron aus, also in einer anderen Reihenfolge als dieser vom Entwickler geschrieben wurde. Das stellt vor allem Anfänger häufig vor große Hürden. Wenn Entwickler nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, versucht der Code im Zweifelsfall nämlich, zuerst die (metaphorische) Peanutbutter zu verteilen und dann das Brot aus dem Schrank zu nehmen – dass das zu Problemen führt, ist wohl klar. Mit asyn/await hat ECMAScript inzwischen aber zum Glück eine Möglichkeit geschaffen, Code verständlich für den Entwickler zu halten und die asynchrone Ausführung geordnet ablaufen zu lassen.

Und wie geht man nun mit all diesen spannenden Themen um? Niemand kann alles davon lernen! Genau dieser Frage widmete sich Julie Lerman (Software Coach) in ihrer Keynote „Hitchhikers Guide to Growing Your Tech Skills.“ Wer den Anhalter kennt, ahnt nun schon, wie die wichtigste Regel dafür lautet, mit der Flut an neuen Tools und Technologien umzugehen: Don’t Panic! Am Ende kommt es nämlich nicht darauf an, alles zu lernen; auch sollte man sich vom Überforderungsgefühl beim Blick auf den Themenberg nicht abschrecken lassen. Die Angst am Anfang kennt jeder, wenn es um die Beschäftigung mit neuen Themen geht; auch den Frust, wenn es einfach nicht klappt, teilen wir alle. Am Ende führt der Weg dadurch aber zum Erfolg, wie Julie erklärte und die Überwindung lohnt sich. Allerdings muss man sich dafür dann doch von dem Gedanken verabschieden, dass man jedes Thema in der Tiefe erfassen kann. Das Ziel sollte nicht sein, Experte für alles zu werden, sondern eher, von allem ein bisschen zu wissen. Oft reicht das schon aus, um kleine Erfolge im Alltag zu haben. Und dafür, den ersten Schritt zum Aufbau dieses Wissens zu gehen, sind Konferenzen bestens geeignet!

 

 

 

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