JavaScript

Peter Kröner im Interview

„Wenn Java-Brutalismus ins Web transplantiert werden soll, sterbe ich lieber durch ‚undefined is not a function‘.“
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Drei Fragen zu JavaScript: ECMAScript oder TypeScript, Hürden für Umsteiger und Trends in Sachen Web-Tech: Wir haben Webtechnologie-Erklärbär Peter Kröner gefragt, wie er zu diesen Themen steht. Seine Antworten gibt es im großen Experten-Check zu den JavaScript Days.

Entwickler: ECMAScript oder TypeScript: Was bevorzugst du (unter welchen Umständen)?

Peter Kröner: Wenn es sich um ein ernsthaftes Projekt und keinen Nachmittags-Hack handelt und ich ausschließlich mit in TypeScript kompetenten Personen zusammenarbeiten darf, nehme ich gerne TypeScript. Wenn hingegen die Kollegen einen Java-Brutalismus 1:1 ins Web transplantieren, sterbe ich lieber durch “undefined is not a function”.

Entwickler: JavaScript wird häufig nicht als erste Programmiersprache erlernt. Wo liegt die größte Hürde für Entwickler, die aus anderen Sprache umsteigen wollen?

Peter Kröner: Die Probleme liegen meiner Meinung nach nicht so sehr in JavaScript, denn das ist als Programmiersprache mittlerweile für alle denkbaren Zielgruppen recht zugänglich. Knifflig wird es, wenn man heutzutage versucht, mit JavaScript ein Web-Frontend zu bauen und dabei alle Technologien zweckdienlich einzusetzen (semantisches HTML, CSS) und alles nicht-offensichtliche zu bedenken (Responsivität, Zugänglichkeit, Performance). Selbst für hartgesottene Webentwickler der ersten Stunde ist das schon schwer genug und für Umsteiger nahezu unmöglich. Die Schuld dafür suche ich bei den Tools und Frameworks, denn die machen es zu einfach, das Falsche zu tun und zu schwer, das Richtige zu tun.

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Entwickler: Web Components, PWAs, Frameworks, Serverless, WebAssembly, Cross Platform und vieles mehr: Was ist für dich der zukunftsweisende Trend in der WebTech-Welt?

Peter Kröner: An aus Entwicklersicht wahrnehmbaren Trends sind sicherlich die zunehmende Dominanz von TypeScript und die heute noch gar nicht absehbaren Möglichkeiten von WebAssemby zu nennen. Dringend nötig fände ich, dass Frontend-Frameworks endlich mal anfangen, Arbeit abseits des Main-Threads zu verrichten, aber das ist eher ein Update unter der Haube.

Der bekannte Webtechnologieexperte und Buchautor Peter Kröner forscht über die Webstandards von morgen. Was er über HTML5, CSS3 und neue JavaScript-Standards herausfindet, schreibt er in Bücher und Blogposts oder vermittelt es in Seminaren, Workshops und Vorträgen im ganzen Land weiter. Zuvor war er als selbstständiger Webdesigner und Frontend-Entwickler tätig.
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2 Kommentare auf "„Wenn Java-Brutalismus ins Web transplantiert werden soll, sterbe ich lieber durch ‚undefined is not a function‘.“"

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Marcus
Gast

Könnte mir bitte jemand erklären, was ein „Java-Brutalismus“ sein soll? Verstehe ich ehrlich nicht.

Marcus
Gast

Java-Brutalismus? Was soll denn das sein? Objektorientierte Vorgehensweisen? Clean-Code-Strukturen? Ich weiß ernsthaft nicht, was gemeint ist.

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