Bo Vandersteene im Interview

Bo Vandersteene im Interview: „NestJS fügt viel Struktur in euren Code ein.“
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NestJS bezeichnet sich selbst als progressives Node-Framework. Auf der International JavaScript Conference London 2019 erklärt Bo Vandersteene, wie man NestJS und Angular kombinieren kann. Wir haben der Speakerin im Vorfeld einige Fragen zum Framework gestellt.

Entwickler: NestJS hat in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erregt. Was macht dieses Framework so interessant? 

Bo Vandersteene: NestJS ist die fehlende Architektur in euren Anwendungen. Vorher konnten wir eine Backend-Anwendung mit Node.js entwickeln, aber dabei habe ich die Struktur vermisst. Vor 4 oder 5 Jahren habe ich viel in der Java-Backend-Entwicklung mit Spring gearbeitet und mir fehlte diese Struktur, als ich angefangen habe mit Node zu arbeiten. Node.js ist außerdem noch ziemlich jung, wenn man es mit anderen Backend-Frameworks vergleicht. Das initiale Release war am 27. Mai 2009.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, die gleiche Sprache in Frontend- und Backend-Anwendungen zu nutzen, da man seine Entwickler dann auf beiden Seiten einsetzen kann. Wenn sie eine Diskussion beginnen, herrscht dann ein besseres Verständnis.

Entwickler: NestJS wird als das progressive Node-Framework beschrieben. Wie unterscheiden sich Nest und Node voneinander?

Bo Vandersteene: NestJS fügt viel Struktur in den Code ein. Es ist leicht skalierbar und man kann auf einfache Weise Features hinzufügen. Andererseits nutzt es standardmäßig TypeScript, was den Nutzern viel Flexibilität und eine Autovervollständigung bietet.

Außerdem verbindet NestJS Elemente von objektorientierter und funktionaler Programmierung sowie Functional Reactive Programming (FRP). FRP ist eine meiner liebsten Methoden. Zwar hat FRP anfangs eine steile Lernkurve, aber wenn man es einmal verstanden hat, macht es das Programmieren sehr viel einfacher. Darüber hinaus unterstützt NestJS viele Open-Source-Implementierungen, z. B. TypeORM für relationale Datenbanken, Swagger, Mongoose, etc. 

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Entwickler: In deiner Session geht es um die Kombination von NestJS mit Angular. Fällt dir ein typischer Use Case ein, der von dieser Kombination profitieren könnte?

Bo Vandersteene: NestJS wurde auf die gleiche Weise gebaut wie Angular. Wenn man Angular gewohnt ist, wiederholen sich daher die Konzepte. Das verkürzt die Zeit, bei NestJS auf den neuesten Stand zu kommen. Man kann den Contract ganz einfach zwischen dem Backend und dem Frontend teilen, was uns von einigen Fehlern abhält. Durch TypeScript wird alles typensicher gemacht.

Entwickler: Gibt es irgendwelche typischen Probleme, die Entwicklern bei der Kombination von NestJS mit Angular begegnen können?

Bo Vandersteene: Backend und Frontend werden unterschiedlich bleiben, z. B. sind Threads für das Backend typisch. Manche Frontend-Entwickler kennen die Logik dahinter nicht. Auch um Database Locks braucht man sich im Frontend keine Sorgen zu machen. Backend-Entwickler machen sich dagegen keine Gedanken um die Bundle-Größe, und es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Beispiele.

Aber es gibt auch manche grundsätzlichen Probleme, z. B. welchen Code wir teilen möchten. Es ist einfach, Services zwischen Frontend und Backend zu teilen, aber andererseits wollen wir keine Business-Logik wie Preiskalkulationen teilen.

Entwickler: Welche anderen Trends werden dieses Jahr deiner Meinung nach für JavaScript-Entwickler wichtig sein?

Bo Vandersteene: Ich denke, dass die Implementierung von Node.js-Anwendungen im geschäftlichen Bereich ansteigen wird. Die meisten Unternehmen möchten Beweise dafür, dass etwas funktioniert. Und natürlich wird auch die weitere Entwicklung von Angular vs. React vs. Vue.js ein wichtiges Thema sein.

Entwickler: Vielen Dank für das Interview!

Im Interview: Bo Vandersteene
Die Session: Nest the Back-end for your Angular Application
Bo is a software engineer currently living in Belgium. She likes writing code and solving complex problems. She is passionate about front-end, testing, and the latest trends in Computer Science. When she’s not doing geeky things, Bo likes to spend time with her husband and two kids, or fight fires (she is also a volunteer firefighter).
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