Kolumne: News.JS

News.JS: Ein JavaScript Visualizer, zwei Pipeline Operator Proposals & npm neu gedacht
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Was passiert, wenn JavaScript-Code ausgeführt wird? Wäre ein Pipeline Operator sinnvoll für JavaScript – und wenn ja, welcher? Und warum entwickelt das npm-CLI-Team einen neuen Package Manager namens tink? Das sind unsere Themen der Woche in den News.JS.

Auch in dieser Woche gab es wieder zahlreiche Updates für diverse Bibliotheken, die in und für JavaScript geschrieben sind. Darunter war das Release von Prettier 1.15, das Support für spezifische Syntax-Strukturen in Vue.js mitbringt. Außerdem kann Prettier nun auch Angular- und andere HTML-Dateien formatieren. Dafür wurde ein HTML-Parser aus Angular adaptiert. Neu in Prettier ist auch Support für MDX, eine Markdown-Extension, mit der Dokumentationen in JSX geschrieben werden können. Auch für JavaScript an sich gab es Neuerungen im Release. So bleiben Decorators jetzt Inline, wenn sie Inline geschrieben wurden.

JavaScript zum zugucken

Nicht ganz so neu, aber spannend ist der JavaScript Visualizer von Tyler McGinnis. Popcorn holen und vor den Bildschirm setzen: Wer schon immer mal sehen wollte, was passiert wenn beispielsweise Closures in JavaScript aufgelöst werden, kann seinen eigenen Code in den Visualizer eingeben, eine Geschwindigkeit für die Ausführung einstellen und Schritt für Schritt dabei zusehen. Unterstützt wird ES5, visualisiert werden Execution Contexts, Hoisting, Closures und Scopes. Für, die keinen eigenen Code zur Hand haben, stehen folgende Beispiele zur Verfügung: Simple Closure, Complex Closures, Scope Chain, Bubble Sort, Pseudoclassical Pattern und das this Keyword. Man muss dafür also nicht mal JavaScript können!

Pipeline Operator: Welcher darfs denn sein?

Braucht JavaScript einen Pipeline Operator? Gleich zwei konkurrierende Proposals stehen dafür zur Verfügung, die auf GitHub eingesehen werden können. Das eine orientiert sich an F#, das andere schlägt einen Smart-Operator vor. Beide Proposals wurden bereits im TC39 vorgestellt. Beide Proposals wollen Code besser lesbar und übersichtlicher machen. Das Proposal, das F# zur Grundlage macht, befindet sich auf Stage 1 des TC39-Prozesses, während das andere Proposal noch auf Stufe 0 steht. Wer wird das Rennen machen – und braucht es überhaupt Pipes für ECMAScript? Das TC39 scheint die Idee erst einmal nicht schlecht zu finden, immerhin wurden beide Proposal in den Prozess zur Standardisierung aufgenommen. Ob es, wie zumindest ein Blogger hofft, noch für die Aufnahme in ECMAScript 2019 reicht, bleibt jedoch abzuwarten. Proposals auf so frühen Stufen haben noch einen weiten Weg vor sich, bevor sie zum Standard werden, auch wenn sie das Next als Verweis auf den kommenden Standard im Namen tragen.

Wenn npm den Package Manager neu denkt

npm stellt ebenfalls eine Art von Standard da, in diesem Fall unter den Package Managern. Kaum ein Entwickler hätte noch nie damit gearbeitet. Nicht jeder ist glücklich damit, aber man kommt auch nicht so recht daran vorbei. Oder? Mit tink arbeitet das npm-CLI-Team nun an einem neuen Package Manager für JavaScript. Was ist neu an tink? Tink soll keinen Installationsbefehl umfassen, wie Kat Marchán erklärt. Stattdessen soll tink Packages zu package.json hinzufügen und als Node-Library fungieren, über die JavaScript- und TypeScript-Anwendungen ausgeführt werden können. tink kann auf GitHub gefunden werden. Das Team warnt jedoch ausdrücklich davor, den Packagemanager bereits jetzt in der Produktion zu nutzen – kein Wunder, hat npm doch bereits Erfahrungen mit Versionen gemacht, die in der Produktion landeten, obwohl sie noch gar nicht dafür bereit waren. Und die Dinge kaputt machten, zu einem Aufschrei auf der „angryorangewebsite“ führten und am Ende nur mehr Stress für alle Beteiligten bedeuteten. Das möchte man wohl nicht so bald wiederholen. Also ist tink derzeit nicht nur als 0.10.1 versioniert und somit im Sinne der semantischen Versionierung als unfertig erkennbar; man weist auch deutlich auf diesen Umstand hin. Einfach mal ausprobieren ist aber erlaubt. Immerhin.

Spiel, Spaß und kein JavaScript

Manchmal geht es auch ganz ohne JavaScript, wie Jamie Coulter mit einem ganz in CSS und HTML geschriebenen Adventure Game bewiesen hat. Das Point-and-Clich-Adventure erinnert an die guten alten Zeiten von Zelda auf dem Gameboy und fühlt sich richtig nostalgisch an! „The Mine“, so heißt das JavaScript-freie Spiel, kann auf Codepen gefunden und gespielt werden. JavaScript braucht man also gar nicht immer. Dass man aber natürlich auch mit JavaScript ziemlich coole Dinge machen kann, demonstriert Coulter mit Reaction, einem Spiel, bei dem es auf die Reaktionszeit ankommt und das ebenfalls auf Codepen gefunden werden kann.

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