Kolumne: Neues aus der JavaScript-Welt

News.JS: Heiße Möhrchen, Sicherheit für Passwörter und tanzende Websites mit JavaScript
Keine Kommentare

Passwort-Sicherheit mit JavaScript, tanzende Websites, das wachsende Vue-Niversum und JavaScript für heiße Möhrchen: Spannendes und Kurioses aus dem JavaScript-Universum im Überblick.

Die JavaScript-Welt ist groß. So groß sogar, dass es kaum möglich ist, alle spannenden Projekte zu überblicken. Darum findet ihr ab sofort jede Woche unsere News.JS an dieser Stelle: von kleinen Meldungen zu neuen Bibliotheken bis zu Kuriositäten stellen wir für euch Themen aus der JavaScript-Welt zusammen, die uns im Laufe der Woche aufgefallen sind. Los geht’s mit Sicherheit, Tanz und warmem Essen. Quasi dem Rundum-Programm fürs Wochenende also.

JavaScript als Sicherheitsmerkmal

Fangen wir mit einem ernsten Thema an: Dem Datenschutz! Lange galt JavaScript als nur eingeschränkt vertrauenswürdige Technologie. Es ist noch gar nicht lange her, dass Script-Blocker im Netz Gang und Gäbe waren und Nutzern dazu geraten wurde, JavaScript im Browser zu deaktivieren. Zu groß war die Sorge, dass darüber ein Angriff auf den Rechner möglich sein könnte!

Heute sieht das ein wenig anders aus. Wie Google pünktlich zu Halloween und somit dem Ende des Cybersecurity Awareness Month mitteilte, muss JavaScript nun im Browser aktiviert sein, um sich bei Google-Produkten anzumelden. Dies sei für die neuste Weiterentwicklung der Sicherheitsanalysen notwendig, mit der Google versucht, Phishingversuche und andere betrügerische Tricks rechtzeitig zu erkennen. Für 0,1 Prozent der Nutzer könnte das zum Problem werden, wie dem Google-Blog weiter zu entnehmen ist. Diese werden künftig eine Fehlermeldung angezeigt bekomme, statt sich einloggen zu können, weil ihr Browser kein JavaScript unterstützt. Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht.

JavaScript ganz musikalisch

Und wenn JavaScript dann eh aktiviert ist, kann man es auch gleich weiter nutzen: Wie wäre es mit ein wenig Musik im Browser? Howler.js ist eine Library, die die Arbeit mit Audiodateien in JavaScript erleichtern soll. Radio, Audio Sprites, räumliche Geräuschkulissen für Spiele – die Library mit dem heulenden Affen als Logo kann das alles und lohnt einen Blick.

Allerdings kann man mit JavaScript und einer Audiodatei auch noch ganz andere Dinge im Netz anstellen – zum Beispiel Websites Genau das macht Rythm.js, eine Bibliothek, die auf ihrer Websites mit Zitaten ihrer Nutzer wirbt. „Shabibbles“ fragt sich beispielsweise, wo diese Bibliothek zu den guten alten Geocities-Zeiten bloß war. Mit Blick auf die Beispielseite könnte man jedoch auch Fragen: Sind die „guten alten Zeiten“ wirklich vorbei? Oder haben sie in Rythm.js überlebt? Immerhin sind sogar eigene Tanzsstile mit der Bibliothek realisiert werden. Lasst die Websites also tanzen!

Neues aus dem Vue-Niversum

Das Ökosystem rund um Vue.js wird immer größer. Immer mehr Bibliotheken kommen hinzu, mit denen sich zahlreiche Features zu Vue.js hinzufügen lassen. Vor wenigen Tagen erreichte beispielsweise vue-promised den Meilenstein 1.0. Damit können Promises im Code in Komponenten umgewandelt werden. Die Bibliothek steht unter MIT-Lizenz auf GitHub zum Download bereit.

VeeValidate hat hingegen bereits Version 2.1 erreicht. Dabei handelt es sich um ein Validation-Framework für Vue.js, das seit einer Weile ein Verify API mitbringt, das zur serverseitigen Validation genutzt werden kann. Framework-Entwickler Abdelrahman Awad hat zu VeeValidate 2.1 aber noch eine weitere Option gefunden, um Validationen zu ermöglichen: Mit Komponenten! Weitere Informationen dazu hat Awad im Blogpost zum Release zusammengefasst.

Für Vue.js gibt es außerdem einen eigenen Dark Mode. Dark Modes sind beliebt: Diverse IDEs und Code-Editoren bieten bereits dunkle Modi an, die den Code in heller Schrift auf dunklem Untergrund anzeigen. Selbst unter Windows 10 gibt es derartige Optionen! Aber was hat das nun mit Vue.js zu tun? Vue.js ist ja erst einmal nur der Code, nicht das Interface einer Anwendung. Um genau das geht es aber. Dark Mode bezeichnet hier um Designsystem für Anwendungen, das Ähnlichkeiten zum Material Design aufweist, aber in Dunkel. Ein mögliches Resultat kann auf der Website zum Projekt gefunden werden. Dort werden auch die verfügbaren Farbschemata dargestellt. Keine Sorge: Das Designsystem kommt durchaus mit bunten Farben daher, nur eben auf dunklem Grund. Es ist also nicht nur für Gruftis geeignet!

Und… heiße Möhrchen.

Wenn nun jemand noch eine realitätsnahe Anwendungsmöglichkeit für JavaScript mit handfestem Praxisbezug sucht, hat Swizec Teller genau das richtige entwickelt: Eine Node.js-App zum Auftauen von Karotten. Wer kennt das  nicht? Wenn der Bürokühlschrank die Möhrchen versehentlich tiefgekühlt hat und der Laptop gerade nicht heiß genug läuft, muss eine Lösung her. Mit nur einer einzigen Anwendung ist es nun möglich, den Computer so sehr auf Touren zu bringen, dass die CPU heiß genug zum Auftauen von Snacks wird! Wie praktisch. Natürlich ist die Anwendung eigentlich für Möhrchen gedacht. Das Aufwärmen kalter Hände ist laut GitHub-Projekt aber ausdrücklich auch erlaubt. Und wenn man die CPU-Temperatur noch ein bisschen höher stellt, klappt’s vielleicht auch mit dem Kaffee kochen auf dem Computer – Ausprobieren auf eigene Gefahr. Alternativ könnte man Möhrchen natürlich auch außerhalb des Kühlschranks lagern. Aber warum denn, wenn es dafür doch eine JavaScript-Bibliothek gibt?

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -