NodeOS - kompakte Linux-Distribution

NodeOS 1.0 RC1 erschienen
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Ade Linux? Der Release Candidate 1 von NodeOS 1.0 ist erschienen und ermöglicht Entwicklern die Nutzung eines auf JavaScript, Node.js und npm basierenden Betriebssystems.

Ist es möglich, ein gesamtes Betriebssystem, das aus wenig mehr als einem Linux-Kernel, einer Node.js-Engine und einem npm-Package-Manager besteht, im Node.js-Ökosystem laufen zu lassen? Genau diese Frage haben sich die Entwickler hinter dem NodeOS-Projekt gestellt. Jetzt hat das Team den ersten Release Candidate des Betriebssystems vorgestellt.

Was ist NodeOS?

Bei NodeOS handelt es sich um eine kompakte Linux-Distribution, die lediglich den Linux-Systemkern mit einer Node.js-Engine nutzt. Über den Node Package Manager (npm) erfolgt die Software-Installation. Jedes Package in npm ist ein NodeOS-Package; bei der letzten Zählung gab es 206.609 Packages. No(de) Shell, nsh, ist das externe Shell-Projekt. Einer der größten Vorteile von NodeOS ist das Fehlen von Root-Usern. Noch gibt es Bash-Skripte, die langfristig aber wohl einer reinen JavaScript-Infrastruktur weichen werden.

Einsatzmöglichkeiten von NodeOS

Ziel des NodeOS-Teams ist das Erstellen eines Images, das auf echter Hardware (Desktop PCs, Laptops, Raspberry Pis …), Cloud-Providern (Amazon, Rackspace …), Virtual Machines (VMWare, KVM …), PaaS-Anbietern (Heroku, Manta …) oder Container-Providern (Vagga, Docker …) läuft. Das Core-Development erfolgt in Layern, die übliche Struktur sieht wie folgt aus:

  • barebones: individueller Linux-Kernel mit initramfs, das zu einer Node.js REPL bootet
  • initramfs: Initram-Umgebung, um die Nutzer-Partition einzurichten und das System zu booten
  • rootfs: Read-only Partition-Image, um den Linux-Kernel und initramfs-Files zu hosten
  • usersfs: Multi-User-Umgebung mit denselben Eigenschaften eines traditionellen OS

NodeOS ist hauptsächlich für den Einsatz von Node in Cloud- oder minimalen Hardware-Umgebungen (etwa Raspberry Pi) vorgesehen, ähnlich dem Ansatz von Linux-Distributionen wie CoreOS. Zurzeit läuft das Betriebssystem allerdings ausschließlich auf x86-Architekturen. Unterstützte Virtualisierungen sind QEmu, außerdem wird auch die Containerisierung über Vagga supported. Auch sind eine Docker-Unterstützung sowie Support für RM-Prozessoren und ein grafisches HTML5-basiertes GUI vorgesehen, die aber momentan noch nicht gegeben sind.

Das NodeOS-Projekt hat bereits positive Aufmerksamkeit erlangt: So hat NodeOS im letzten Jahr bereits den spanischen 9th National Free Software Championship gewonnen.

Auf GitHub steht die Software zum Download bereit. Auch die Roadmap sowie ausführliche Informationen zu NodeOS finden sich dort.

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