Sebastian Springer im Interview

„Mit Hooks befinden sich die Funktions- und Klassenkomponenten in React auf Augenhöhe“
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Drei Fragen zu React: Das wichtigste Konzept, das Geheimnis der Hooks und die beste Bibliothek. JavaScript-Days Trainer Sebastian Springer gibt im Interview Antworten zu diesen drei Themen.

Entwickler: Welches Konzept ist für dich besonders wichtig an React – und warum?

Sebastian Springer: Für mich besonders wichtig ist die Möglichkeit, schnell und leichtgewichtig zu starten und bei Bedarf zusätzliche Bibliotheken nachzuziehen. Mit seinem komponentenbasierten Ansatz unterstützt React diese Art der Entwicklung sehr gut. Und ja, andere Frameworks arbeiten auch mit Komponenten. In React sind Komponenten allerdings schon sehr leichtgewichtig – das lädt zu vielen kleinen Komponenten ein. Wichtig ist hier nur eine saubere Trennung zwischen Anzeige und Logik.

Entwickler: Hooks sind derzeit ein wichtiges Thema in der React Community. Worum geht es dabei und wie stehst du dazu: Migrieren, nur in neuem Code einsetzen oder lieber noch abwarten?

Sebastian Springer: Hooks sind ein weiterer Schritt in der Entwicklung von React. Sie bringen Funktions- und Klassenkomponenten auf Augenhöhe. Hooks können jedoch noch sehr viel mehr leisten: Mit ihnen wird es möglich, den State einer Komponente in mehrere Fragmente zu unterteilen, diese auszulagern und auch in anderen Komponenten wiederzuverwenden.

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Zum Umgang mit Hooks würde ich mich an die Empfehlung von Facebook halten: in neuem Code mit gutem Gewissen einsetzen, aber keinesfalls jetzt tausende Klassenkomponenten in Panik migrieren. Wir haben kürzlich mit der Entwicklung einer neuen Applikation begonnen und haben noch keine einzige Klassenkomponente integriert.

Entwickler: Das Ökosystem rund um React ist riesig. Welchen Geheimtipp hast du für ein Tool oder eine Bibliothek, die jede/r sich mal ansehen sollte?

Sebastian Springer: Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass es nicht das eine Werkzeug und die eine passende Lösung gibt. Was für mich und meine Applikation passt, kann für andere unnötigen Overhead bedeuten. Natürlich gibt es die Standardpakete, die jeder mal in den Fingern gehabt haben sollte: Redux, React Router, React Intl. Aber viel wichtiger ist: Neues ausprobieren, sich mit Leuten unterhalten, Konferenzen besuchen, Videos ansehen und Blogs lesen. Und zum Schluss noch ein nicht ganz so geheimer Geheimtipp: Nutzt TypeScript, immer!

Sebastian Springer ist JavaScript-Entwickler bei MaibornWolff in München und beschäftigt sich vor allem mit der Architektur von client- und serverseitigem JavaScript. Er ist Berater und Dozent für JavaScript und vermittelt sein Wissen regelmäßig auf nationalen und internationalen Konferenzen.
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