Wie heißt Array.prototype.flatten denn nun?

#SmooshGate beendet: Der neue Name von Array.prototype.flatten ist…?
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#SmooshGate hat für große Aufregung in der JavaScript-Community gesorgt: Im Zentrum stand die Frage, ob Array.prototype.flatten in Array.prototype.smoosh umbenannt werden soll. Jetzt hat das TC39 eine offizielle Entscheidung in der Sache gefällt.

Array.prototype.flatten heißt jetzt Array.prototype.flat. Das alleine wäre noch nichts besonderes, immerhin handelt es sich noch um einen Stage 3 Draft, der noch nicht endgültig in die Spezifikation eingepflegt wurde. Dennoch sorgte das Thema für große Aufregung in der JavaScript-Community.

flatten und smoosh

#SmooshGate erregte im März die Gemüter: Damals wurde bekannt, dass es mit Array.prototype.flatten ein Problem gibt, das MooTools heißt. Eine Library, die seit mehr als acht Jahren nicht mehr gepflegt wird, kommt mit dem Namen nicht zurecht. flatten ist dort anders vergeben, dadurch entstehen Fehler auf Websiten, die die Library verwenden. Also sollte ein neuer Name her — oder auch nicht, fragte man die Community. Jetzt wurde ganz offiziell über die Angelegenheit beraten und entschieden.

SmooshGate: Worum geht es eigentlich?

Michael Ficarra, Entwickler der Methode, schlug im März folgende Änderung vor: Aus Array.prototype.flatten sollte Array.prototype.smoosh werden. Das gefiel der JavaScript-Community allerdings nicht. Zu den wichtigsten Argumenten in der Diskussion um dieses Thema gehörte die Frage, was smoosh überhaupt bedeuten solle und warum man sich einer so alten Library anpassen müsse. Sei es nicht an den Entwicklern der betroffenen Websites, Anpassungen vorzunehmen?

Wir berichteten – und haben euch gefragt, was ihr davon haltet. 88 Prozent der Teilnehmer unseres QuickVotes sprachen sich gegen die Umbenennung aus. Inzwischen wird allerdings vielfach infrage gestellt, inwiefern smoosh wirklich ernst gemeint war oder nur ein Scherz sein sollte, den die JavaScript-Community in dem Fall allerdings in weiten Teilen nicht verstanden habe. Das dahinterstehende Problem, dass MooTools nicht mit Array.prototype.flatten zurecht kommt, war jedoch in jedem Fall ein ernstzunehmender Hinweis und wurde als solcher behandelt.

Von flatten über smoosh zu flat: SmooshGate beendet?

Das TC39, das Komitee hinter ECMAScript, hat sich diesem Thema nun ganz offiziell gewidmet. Wie Mathias Bynens, Mitglied des TC39, auf Twitter berichtet, sei man im Rahmen des Mai-Meetings zu einem Ergebnis in der Sache gekommen. Alle, die unzufrieden mit dem ursprünglichen Vorschlag waren, können aufatmen: smoosh ist vom Tisch.

Dennoch hat man sich für eine Umbenennung entschieden. Statt flatten wird nun mit flat gearbeitet:

Wie Bynens auf Twitter ausführt, sei gerade die Tatsache, dass MooTools nicht mehr gepflegt wird, ein Grund für die Umbenennung und keineswegs ein Grund dagegen gewesen:

Folgt nun das #FlatGate?

Auf Twitter wird nun allerdings über flat diskutiert. Christian Nikkanen führt beispielsweise an, dass es ein schlechter Grund sei, das Internet nicht kaputt machen zu wollen. Immerhin täten die Browserhersteller das ständig! Außerdem wird kritisiert, dass flat mit dem Namensschema anderer Array.prototype-Methoden bräche. Für Manipulators seien Verben gebräuchlich, nur Iterators folgten bislang einem anderen Schema.

Daneben muss im Zuge der Umbenennung von Array.prototype.flatten nun an vielen anderen Stellen nachgezogen werden, wenn bereits eine Implementierung vorlag. Dazu gehört auch TypeScript, wie Brian Terlson auf Twitter erläutert, der für Microsoft im TC39 sitzt.

Auch Array.prototype.flat stellt also nicht für alle Anwender eine optimale Lösung dar. Insgesamt kochen die Gemüter aber nicht mehr so hoch wie im Rahmen des #SmooshGate.

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