3. State of JavaScript Report veröffentlicht: Was hat sich verändert?

Der State of JavaScript 2018: Vue gewinnt – schon wieder!
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Was verdienen JavaScript-Entwickler, womit arbeiten sie und warum mögen sie (nicht), was sie verwenden? Der neue State of JavaScript 2018 ist da und gibt Einblick in viele Bereiche der JavaScript-Welt. Vue gehört wieder zu den großen Gewinnern. Was hat sich sonst so getan im State of JavaScript 2018?

20.000 Teilnehmer haben sich im Rahmen des unabhängigen State of JavaScript Survey dazu geäußert, womit sie arbeiten, wie zufrieden sie damit sind – und was sie verdienen. Der unabhängige Survey wurde in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt. Angular gehörte im vergangenen Jahr eher zu den Verlierern, Vue und TypeScript standen auf der Gewinnerseite. Wie sieht es dieses Jahr aus?

State of JavaScript 2018: Das Gehalt

Von den rund 20.000 Teilnehmern des State of JavaScript Surveys sind mehr als 18.000 männlich, weniger als 1000 weiblich. Außerdem definiert sich eine kleine Gruppe als Non-Binary/Third-Gender und einige Teilnehmer haben sich für die Angabe „Other“ entschieden. 24 Prozent der Befragten leben in den USA, 5 Prozent in Deutschland. Gefragt nach ihrem Gehalt gaben die US-amerikanischen Teilnehmer einen Durchschnitt von 116.700 US-Dollar (ca. 102.055 Euro) an, die Befragten aus Deutschland kamen im Durchschnitt auf 61.400 US-Dollar (entspricht etwa 53.695 Euro). Im europäischen Vergleich schneiden Entwickler in Deutschland damit gar nicht schlecht ab: Nur die Teilnehmer aus der Schweiz, England und Norwegen verdienen laut Report mehr.

Gefragt wurden die Teilnehmer unter anderem, ob JavaScript grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist: Dieser Aussage stimmten in diesem Jahr 51 Prozent der Teilnehmer in diesem Jahr stark zu. 2017 waren es noch 43 Prozent, 2016 39,6 Prozent. Nicht nur die Menge der Zustimmungen, sondern auch der zeitliche Verlauf bekräftigt dieses Ergebnis also. JavaScript wird immer besser; so empfinden es zumindest die Teilnehmer des State of JavaScript. Auch empfinden heute weniger Teilnehmer das Erstellen von JavaScript-Anwendungen als übermäßig komplex. Auch die Zahl derjenigen, die gerne an JavaScript-Anwendungen arbeiten, ist gestiegen.

ES6 oder TypeScript?

Auch für ES6 an sich zeigt der Survey, dass die Zufriedenheit mit der Sprache in den letzten Jahren gestiegen ist. Unter denjenigen, die damit bereits gearbeitet haben und wieder damit arbeiten würden, das sind 86,3 Prozent der Teilnehmer, ist vor allem der elegante Programmierstil mit den entsprechenden Patterns ein wichtiger Grund zur Verwendung. Außerdem wird ES6 als vollumfängliche, mächtige Programmiersprache empfunden. Für diejenigen, die allerdings nicht wieder mit ES6 arbeiten wollen, ist der verbuggte, fehleranfällige Code ein Grund gegen ES6. Und: Sie empfinden ES6 als schwerfällig, aufgeblasen und komplex. Es ist also offenbar eher eine Frage der Wahrnehmung und eigenen Präferenzen, wie ES6 beurteilt wird. Im Durchschnitt haben 85,9 Prozent der Befragten Erfahrung mit ES6 und würden es erneut benutzen.

Bei TypeScript zeigt sich ein deutlicher Trend hinsichtlich der Zufrieden mit der Sprachvariation, 2016 gaben rund 21 Prozent der Befragten an, bereits mit TypeScript gearbeitet zu haben und es wieder verwenden zu wollen. 2018 haben nun 47 Prozent diese Antwortoption gewählt. In Deutschland wählten in diesem Jahr ganze 54,4 Prozent diese Antwort und damit im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt überdurchschnittlich viele der Befragten. Weltweit liegt die Quote der zufriedenen TypeScript-Nutzer bei 46,5 Prozent.

Vue, Angular oder React

Auf Ebene der Frontend-Frameworks gewinnt Vue.js in diesem Jahr erneut gegen Angular. React liegt zwar insgesamt in Führung, bei Vue.js gaben aber immerhin 28,8 der Befragten an, dass sie damit bereits gearbeitet haben und wieder damit arbeiten würden. Bei Angular wählten nur 24 Prozent diese Antwort. 34 Prozent der Befragten sagte außerdem zu Angular, dass sie es ausprobiert hätten, damit aber nicht mehr arbeiten wollen würden. Dem gegenüber stehen 47 Prozent, die von Vue gehört haben und es gern ausprobieren würden. Vue hat im State of JavaScript 2018 also eindeutig gegen Angular gewonnen.  Beim Gehalt sieht es jedoch anders aus. Während ein Vue-Entwickler im Durchschnitt 62.400 US-Dollar bekommt, sind es bei Angular immerhin 66.600 Dollar. Gewinner in dieser Kategorie ist aber Ember: Hier liegt das Durchschnittseinkommen bei 94.000 US-Dollar.

And the winner is…

Welche Technologie aus dem JavaScript-Ökosystem ist also die beste? Insgesamt lässt sich das natürlich nicht beantworten und auch die Macher des Surveys probieren nicht, diese Frage zu klären. Allerdings vergeben sie durchaus Awards für bestimmte Kategorien: Jest kam auf die höchste Zufriedenheitsrate, während das größte Interesse an GraphQL bestand. Am häufigsten im Freitext wurde VueX benannt, React wird jedoch am häufigsten benutzt. Insgesamt zeigt sich für die Macher des Surveys jedoch, dass das JavaScript-Ökosystem gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist. Größere Änderungen haben sich nicht ergeben. Für die Zukunft prognostizieren sie aber, dass GraphQL einen deutlich größeren Einfluss entwickeln könnte, mit weitreichenden Auswirkungen. Eine ähnliche Prognose hat auch npm abgegeben. GraphQL könnte als das nächste große Thema im Netz werden.

Der State of JavaScript 2018 kann auf der Website zum Survey gefunden werden.

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