Auswertung der Umfrage zur Lage von JavaScript

The State of JavaScript – Build-Tools im Fokus
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The State of JavaScript – die Auswertung zur bislang wohl umfangreichsten Umfrage im JavaScript-Ökosystem ist beendet. Heraus kam ein interessantes Bild über das JavaScript-Umfeld und seine Entwickler – von der Meinung, JavaScript sei eine moderne, verlässliche Sprache bis hin zu der Meinung, dass es sich bei JavaScript um die Hölle auf Erden handele ist alles vertreten. Im sechsten Teil beschäftigen wir uns mit den Build-Tools.

An der Umfrage „The State of JavaScript“ nahmen über 9.000 Entwickler teil, die insgesamt 89 Fragen zum JavaScript-Umfeld beantworteten. Mit diesem Survey möchte Ersteller Sacha Greif dabei helfen, das komplexe und sich stetig verändernde JavaScript-Ökosystem besser zu verstehen.

In den ersten Teilen der Serie warfen wir bereits einen Blick auf State ManagementAPI-LayerFull-Stack Frameworks, Testing Frameworks und CSS-Tools. Jetzt wollen wir uns näher mit Build-Tools beschäftigen.

JavaScript: Build-Tools

Build-Tools gibt es schon wesentlich länger als JavaScript selbst: So erschien das Build-Management-Tool make bereits 1977, JavaScript hingegen tauchte erstmals 1995 auf. Wie nehmen wohl JavaScript-Entwickler diese „altertümliche“ Art von Software auf?

Im Gegensatz zu den anderen bereits untersuchten Bereichen, in denen zumindest eine oder zwei Wahlmöglichkeiten den Befragten nicht bekannt waren, ist sich hier fast jeder Entwickler der Existenz der vier möglichen Optionen bewusst. Alle vier zur Wahl stehenden Build-Tools (Webpack, Grunt, Gulp, Browserify) konnten einen Wert von 91 Prozent oder höher auf der Bekanntheitsskala erzielen. Am besten schnitten Grunt und Gulp mit einem Bekanntheitsgrad von 98 Prozent ab.

Doch wie steht es um das Interesse an den schon etwas angestaubten Build-Tools? Wie nicht anders zu erwarten, interessieren sich JavaScript-Entwickler eher für neuere Technologien, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt: Das gerade einmal zwei Jahre alte Webpack löst am meisten Interesse aus, 78 Prozent würden das Tool gerne einmal ausprobieren. Damit liegt der Wert von Webpack rund 1,5-mal höher als der von Grunt, Gulp und Browserify. Gulp kommt auf ein Interesse von 54 Prozent, während sich für Grunt und Browserify nur noch 32 respektive 46 Prozent interessieren.

Interesse an und Zufriedenheit mit den verschiedenen CSS-Tools, Quelle: http://stateofjs.com/2016/buildtools/

Interesse an und Zufriedenheit mit den verschiedenen Build-Tools, Quelle: http://stateofjs.com/2016/buildtools/

Auch in puncto Zufriedenheit liegt Webpack mit 93 Prozent ganz weit vorne – kein Wunder also, dass das Interesse an dem Build-Tool ebenfalls hoch ist. Aber auch Nutzer von Browserify und Gulp sind noch relativ zufrieden, 75 bzw. 63 Prozent sprechen für sich. Weit abgeschlagen folgt Grunt mit einer Zufriedenheitsrate von 40 Prozent – auch das korreliert mit dem geringen Interesse.

Ebenfalls genannt wurden NPM, Rollup und Broccoli, die den befragten Entwicklern bekannt waren. Interessanterweise wird auch make noch immer eingesetzt: „A glimmer of hope that some people still believe that if it ain’t broke, don’t fix it.

Bei der allgemeinen Zufriedenheit kommen die Build-Tools auf einen guten Wert von 3,64 und knapp 90 Prozent Antworten mit 3 oder höher. Das scheint auch Sinn zu ergeben, denn Build-Tools sollen schließlich das Programmieren und Veröffentlichen vereinfachen.

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