JavaScript-Framework Vue kommt mit neuen Features

Vue.js 2.0 ist erschienen
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Nach acht Alphas, acht Betas und acht Release Candidates steht das JavaScript-Framework Vue.js in Version 2.0 zur Verfügung. Mit im Gepäck hat die neue Version einige spannende Neuerungen, darunter Verbesserungen am API-Design, der Dokumentation und für TypeScript-Typings.

Wie die Umfrage „The State of JavaScript“ beweist, befindet sich Vue.js auf dem Weg zur Spitzenpostion im Bereich der JavaScript-Frameworks. Zwar erreicht Vue nicht den gleichen Bekanntheitsgrad wie etwa React oder Angular 2, kann dafür aber mit einer großen Anzahl an zufriedenen Nutzern punkten. 88 Prozent der befragten User würden das Framework wiederverwenden. Gut möglich, dass mit dem Release von Vue 2.0 und den damit durchgeführten Optimierungen diese Zahlen noch weiter ansteigen.

Version 2.0 des MIT-lizenzierten Open-Source-Projekts Vue.js trägt den schönen Namen „Ghost in the shell“. Seit Beginn der Arbeit an der aktuellen Version im April hat das Core-Team hart am API-Design, der Dokumentation und den TypeScript-Typings gearbeitet. So verfügen etwa vue core, vue-router und vuex 2.0 allesamt über TypeScript-Typings, die mit den npm-Packages ausgeliefert werden. Daneben wurden noch einige Bug-Fixes durchgeführt. Evan You geht im zugehörigen Blogpost ausführlich auf die neuen Features und Änderungen in Vue.js 2.0 ein.

Vue.js 2.0 – das ist neu

Besonderer Fokus liegt bei Vue.js 2.0 auf gesteigerter Performance: Der Rendering-Layer wurde mit einer leichtgewichtigen Virtual-DOM-Implementation, ein Fork von snabdom, neu geschrieben. Dazu kommt, dass der Template-Compiler einige Optimierungen während der Kompilierung durchführen kann – zum Beispiel das Analysieren und Hoisting von statischen Sub-Trees. Der neue Rendering-Layer soll Vue 2.0 zu einem der schnellsten Frameworks auf dem Markt machen.

vue, benchmark

Benchmark-Test der JavaScript-Frameworks (niedriger = besser), Quelle: https://medium.com/the-vue-point/vue-2-0-is-here-ef1f26acf4b8#.hwgy2vpov

Des Weiteren ist der 2.0-Runtime-Only-Build gezippt und verkleinert nur 16 KB groß. Kommen vue-router und vuex dazu, kommt das JavaScript-Framework auch nur auf 26 KB.

Abgesehen von einigen kleineren Deprecations bleibt Vue 2.0 mit der bestehenden Vue-1.0-Template-Syntax kompatibel. Die entsprechenden Templates werden unter der Haube in die Virtual-DOM-Rendering-Funktionen kompiliert. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Rendering-Funktionen manuell zu bearbeiten.

Zudem unterstützt Vue 2.0 Server-Side-Rendering (SSR) mit Streaming und Component-Level Caching, wodurch ein sehr schnelles Rendern ermöglicht wird. Wie das alles genau funktioniert, demonstriert die entsprechende Demo-App.

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mit Thomas Claudius Huber (Trivadis Services AG)

Unlock the Power of JavaScript Decorators

mit Nir Kaufman (500Tech)

JavaScript Days 2017

Architektur mit JavaScript

mit Golo Roden (the native web)

JavaScript Testing in der Praxis

mit Dominik Ehrenberg (crosscan) und Sebastian Springer (MaibornWolff)

Auch die offiziellen Bibliotheken und Tools – vue-router, vuex, vue-loader und vueify – wurden an Vue 2.0 angepasst. vue-cli ist ab sofort standardmäßig für Vue-2.0-basierte Projekte aktiviert.

Ausführliche Informationen zum Migrationsprozess von Vue 1.0 zu Vue 2.0 sowie zum „biggest update to Vue since its inception“ finden sich im zugehörigen Blogbeitrag.

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