Endlich fertig: Vue.js 3

Vue.js 3 ist da: „One Piece“ modularisiert das JS-Framework
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Vue.js 3 ist fertig. Nach mehr als zwei Jahren Entwicklungszeit steht das große Major Release nun breit und bringt jede Menge Veränderungen mit. Der Re-Write in TypeScript, der zu Anfang noch als großer Schritt galt, ist nun nur noch ein kleines Teil des Puzzles. Was ist neu in „One Piece“, wie Vue 3 genannt wird?

Vue.js 3 ist da und hat einen Namen bekommen: „One Piece“ heißt die neue Version des Frameworks, die Vue noch progressiver machen soll. Aber was heißt das genau? Über Vue.js 3 wurde in den letzten Jahren bereits viel gesprochen. Zahlreiche Features sind zur Diskussion gestellt worden, manche Implementierung wurde getestet, nicht jede Idee schaffte es in die finale Version. Dass das Framework nun in TypeScript geschrieben ist, gehört eher zu den kleineren Neuerungen, wenn man sich die gesamte Liste ansieht.

Vue.js 3: Modularisierung & Composition API

Für „One Piece“ wurde Vue 3 modularisiert, das ist eine der größten Neuerungen am Release. Die Kern-Funktionen, die zuvor alle in einem einzelnen Core enthalten waren, sind nun entkoppelt und eigenständig verwendbar. Dadurch könne die Größe der Runtime per Treeshaking halbiert werden, wie den Release Notes zu entnehmen ist. Auch sind manche Features dadurch leichter zugänglich für Endnutzer. Dazu zählt beispielsweise das Modul @vue/reactivity, das nun auch als eigenständiges Package verwendet werden kann.

Neu ist auch das Composition API, das insbesondere auf große Anwendungen ausgelegt wurde und die Arbeit damit erleichtern soll. Marc Teufel hat das API bereits vorgestellt: Eine Einführung in das Vue 3 Composition API. Insgesamt hat das Vue.js-Team Wert darauf gelegt, dass die Object-APIs zwischen Vue.js 2 und Vue.js 3 weitgehend konstant bleiben. Zu diesem Zweck hat Vue.js 2 bereits Support für einige der Neuerungen aus Vue.js 3 erhalten; auch das Composition API ist als Plug-in in Vue.js 2.x nutzbar.

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Nicht alle Neuerungen, an denen für Vue.js 3 gearbeitet wurde, sind jedoch bereits fertig. Zwei Vorschläge für Single File Components wurden in Vue.js 3 als experimentell markiert. Dabei handelt es sich um <script setup> und <style vars>, die in „One Piece“ zwar bereits getestet werden können, sich aber noch in der Entwicklung befinden. Abhängig vom Feedback der Community sollen sie in einem der Minor-Releases von Vue.js 3 final freigegeben werden. Beide Features sind aber schon recht weit in ihrer Entwicklung fortgeschritten. Noch in einer frühen Phase befindet sich hingegen <Suspense>, das derzeit noch undokumentiert ist und erst zu Vue.js 3.1 einen stabilen Zustand erreichen soll.

Work in Progress: Upgrade-Build, IE 11 und mehr

Wer nun upgraden und die Neuerungen ausprobieren möchte, könnte jedoch vom Release enttäuscht sein. Die neuen DevTools von Vue 3 bieten nämlich noch keine Unterstützung für den Router und Vuex, auch der Migrations-Build fehlt noch, sodass man sich beim Upgrade nicht auf Warnungen verlassen kann, die Probleme aufzeigen. Ebenfalls noch nicht eingebaut wurde der Support für den IE11, sodass manche Anwendungen noch nicht aktualisiert werden können. Deshalb bleibt Vue 3, trotz der finalen Veröffentlichung, in der Dokumentation erst einmal als Next-Version markiert. Die zuvor genannten Arbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Zusätzlich ist für Anfang 2021 das Release von Vue 2.7 vorgesehen, das die letzte Veröffentlichung im Zweig 2.x werden soll. In dieser Version will das Vue-Team weitere Annäherungen an v3 vornehmen, beispielsweise durch die Einführung von Warnungen für APIs, die zu Vue 3 entfernt oder verändert worden sind.

Eine Dokumentation zu Vue.js 3 steht aber bereits zur Verfügung, auch ein Migrations-Guide ist darin enthalten. Somit können Entwickler ab sofort auf die neue Version umsteigen, ohne auf den spezifischen Migrations-Build zu warten.

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